Büchen (pm). Die Gemeinde Büchen hat einen bedeutenden Schritt in Richtung einer klimafreundlichen und zukunftsfähigen Wärmeversorgung gemacht: Die Analyse des Ist-Zustands und die Identifikation möglicher Energiequellen ist abgeschlossen – ein zentraler Meilenstein der kommunalen Wärmeplanung nach dem Energiewende- und Klimaschutzgesetz Schleswig-Holstein (EWKG).
Verpflichtung zur kommunalen Wärmeplanung
In Schleswig-Holstein ist die Gemeinde Büchen gesetzlich verpflichtet, nach den Maßgaben des EWKG-2021 bis Ende 2026 einen Plan für die Umstellung der Wärmeversorgung zu entwickeln. Diese Planung zeigt auf, wie die Wärmeversorgung langfristig klimafreundlich, effizient und zukunftssicher werden kann. Dabei rückt die Wärmeplanung die Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Einsparung von Heizenergie in den Fokus.
Bedeutung der Wärmewende
Rund die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf die Bereitstellung von Wärme. Die sogenannte Wärmewende, der Wechsel von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien bei der Gebäudebeheizung, spielt daher eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Mit der Umstellung auf klimafreundliche Technologien wie Wärmepumpen oder den Ausbau von Wärmenetzen können die in Büchen verursachten CO₂-Emissionen deutlich gesenkt werden. Das Land Schleswig-Holstein hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Wärmeerzeugung bis 2040 landesweit auf klimafreundliche Technologien umzustellen. Die kommunale Wärmeplanung vereint verschiedene Strategien und Maßnahmen in einem Fahrplan, wie dieses Klimaziel in Büchen erreicht werden kann. Dabei werden Möglichkeiten für eine langfristig stabile und bezahlbare Wärmeversorgung im Gemeindegebiet identifiziert.
Ergebnisse der Bestandsanalyse
Die abgeschlossene Bestandsanalyse für Büchen zeigt folgende klare Handlungsfelder auf, die die Grundlage für weitere Maßnahmen bilden:
- Wohngebäude im Fokus: Etwa 90 % der Gebäude in Büchen sind Wohnhäuser. Der Erfolg der Wärmewende hängt entscheidend davon ab, ob die Heizsysteme in privaten Haushalten bis 2040 auf klimafreundliche Energieträger umgestellt werden können.
- Sanierungspotenziale: Etwa 50 % der Gebäude wurden vor 1979 errichtet – und damit vor der ersten Wärmeschutzverordnung. Eine energetische Sanierung kann hier nicht nur den Energieverbrauch deutlich senken, sondern auch den Wohnkomfort erhöhen.
- Energiemix: Derzeit wird der Wärmebedarf in Büchen überwiegend durch fossile Energien, insbesondere Erdgas, gedeckt. Ein Wechsel zu erneuerbaren Energien ist unabdingbar, um die Klimaziele zu erreichen.
- Bestehende Infrastruktur: Das Wärmenetz der HanseWerk Natur versorgt bereits 2,8 % der Gebäude in Büchen. Diese Infrastruktur bietet eine solide Basis, die durch den Ausbau des Wärmenetzes weiter gestärkt werden könnte.
Wie geht es weiter?
In den kommenden Monaten wird für die Gemeinde Büchen ein räumliches Konzept entwickelt in welchen Gebieten ein Wärmenetzausbau als wahrscheinlich angesehen wird und konkrete Maßnahmenempfehlungen für die Umstellung der Wärmeversorgung erarbeitet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, die Wärmeversorgung für die Bürgerinnen und Bürger nicht nur klimafreundlich, sondern auch langfristig bezahlbar zu gestalten.









