Geesthacht (pm). Schlaglöcher beheben“ heißt es für die Mitarbeitenden der Städtischen Betriebe Geesthacht derzeit täglich. Seitdem Anfang der Woche das Tauwetter einsetzte, wodurch nach und nach die Schneedecke verschwindet, werden die Schäden auf Geesthachts Straßen und Wegen sichtbar. „Die Witterung hat deutliche Spuren an den Geesthachter Straßen hinterlassen. Wie zu befürchten war, sind teilweise wieder erhebliche Schlaglöcher entstanden“, sagt Frank Aarns, Leiter des Fachdienstes Tiefbau der Stadtverwaltung Geesthacht. Die schlimmsten Schäden werden derzeit geflickt. Priorität haben zunächst die Hauptstraßen – also vornehmlich Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. „Seit dieser Woche sind die städtischen Betriebe intensiv mit der Behebung von Straßenschäden infolge des Wintereinbruchs beschäftigt. In dieser Woche lag der Schwerpunkt auf den Hauptverkehrsstraßen, insbesondere den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Dazu zählen die Berliner Straße, die Geesthachter Straße, Besenhorst, der Richtweg, die Hansastraße, der Worther Weg, Am Schleusenkanal sowie die Elbuferstraße. Ab der kommenden Woche, nachdem Schnee und Eis vollständig abgetaut sind, hoffen wir auch die stärker befahrenen Gemeindestraßen angehen zu können“, schildert Frank Aarns das geplante Vorgehen.
Auch André Stamer, Leiter der Städtischen Betriebe, bestätigt: Die Wetterlage setzt den Straßen zu. „Auf milde und regnerische Tage Anfang Dezember folgten Frost und Schnee zu Weihnachten und Jahresbeginn. Aktuell steigen die Temperaturen wieder… Dieses Hin und Her ist Gift für den Asphalt. An vielen Stellen im Straßen- und Wegenetz sind dadurch Asphaltdecken aufgeplatzt.“ Denn: Bei den aktuellen Witterungsbedingungen mit Frost, Schnee und Frost-Tau-Wechseln dringt Wasser in kleine Risse und Fugen der Fahrbahndecke ein. Dort gefriert es bei Minusgraden und dehnt sich aus. „Durch diesen Prozess wird der Asphalt geschwächt. Beim anschließenden Auftauen entstehen Hohlräume, die unter der Belastung des Verkehrs, insbesondere durch schwere Fahrzeuge, zum Ausbrechen des Asphalts und zur Bildung von Schlaglöchern führen“, erklärt Frank Aarns. „Besonders betroffen sind dabei Bereiche, in denen in der Vergangenheit bereits Straßenunterhaltungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Diese Bereiche stellen konstruktionsbedingt Schwachpunkte dar, da die ursprüngliche durchgehende Asphaltstruktur trotz fachgerechter Reparatur nicht vollständig wiederhergestellt werden kann. An den Übergängen zwischen altem und neuem Material können erneut feine Risse entstehen, durch die Wasser eindringt.“
Genutzt wird für das Füllen der Schlaglöcher aktuell Kaltasphalt. Schlagloch für Schlagloch arbeiten sich die Mitarbeitenden des Betriebshofes weiter vor – alles im laufenden Straßenverkehr.
Zur grundsätzlichen Einordnung: Viele Ausbesserungsarbeiten am Geesthachter Straßennetz übernimmt das Team der Städtischen Betriebe selber. Einige Straßenzüge werden aber auch an Fremdfirmen vergeben. Ziel der Stadtverwaltung ist es, dass das Straßennetz regelmäßig abgefahren wird, um neu entstandene Schäden rasch beseitigen zu können. Zudem sind zwei Wegewarte der Stadt täglich im Stadtgebiet unterwegs, um Schäden aufzunehmen und weiterzuleiten. „Trotz all unserer Bemühungen können wir nicht immer alle Schäden sofort beseitigen. Darum eine Bitte an alle Verkehrsteilnehmende: Passen Sie Ihre Fahrweise an die Straßenverhältnisse an und nehmen Sie Rücksicht, wenn an der Straße Arbeiten durchgeführt werden“, appelliert André Stamer.










