Mölln (pm). Anlässlich des Endes der Ausbaupläne für den Elbe-Lübeck- Kanal erklärt Konstantin von Notz, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen für den Wahlkreis 10, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen Bundestagsfraktion sowie Stadtvertreter in Mölln:

„Die jetzige Entwicklung kommt leider nicht überraschend. Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass ein allumfassender Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals unter den gegebenen finanziellen, ökologischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen kaum realistisch ist. Trotzdem wurde jahrelang, besonders von Seiten der CDU, der Eindruck erweckt, man könne dieses Milliardenprojekt einfach so umsetzen.
Vielen Menschen in der Region wurde damit Sand in die Augen gestreut – die jetzt entstehende Enttäuschung war leider absehbar. Wichtig ist nun, den Blick nach vorn zu richten, statt weiter unerfüllbare Erwartungen zu nähren.
Der Elbe-Lübeck-Kanal hat große Bedeutung – aber heute vor allem als kulturell und historisch wertvolle Wasserstraße und als touristisches Juwel. Schon jetzt kommen jedes Jahr tausende Sport- und Freizeitboote in die Region. Dieses Potenzial können wir noch viel stärker heben – für Gastronomie, Hotellerie, Naturtourismus und regionale Wertschöpfung. Dazu gehört für uns ausdrücklich auch der gezielte Ausbau einer sicheren, attraktiven und durchgängigen Fahrradinfrastruktur entlang des Kanals. Gleichzeitig braucht es natürlich eine verlässliche Unterhaltung der bestehenden Infrastruktur, damit der Kanal sicher und funktionsfähig bleibt.
Statt großer Ankündigungen braucht es nun Ehrlichkeit, Transparenz und einen realistischen Plan für die künftige Nutzung des Kanals – gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Wenn wir das beherzigen, kann der Elbe-Lübeck-Kanal auch ohne unrealistische Ausbauversprechen eine echte Zukunft haben.“










