Herzogtum Lauenburg (pm). Zu Jahresbeginn werden wieder Vögel gezählt. Vom 9. bis 11. Januar 2026 ruft der NABU in Schleswig-Holstein und bundesweit zur Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ auf. Bereits zum 16. Mal gilt es, eine Stunde lang Meisen, Finken, Rotkehlchen und Co. am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu beobachten, zu zählen und zu melden – in diesem Jahr vermutlich sogar vor schönster verschneiter Winterkulisse.
Dabei geht es darum, Trends bei den Beständen häufiger Arten des Siedlungsraums wie Amsel, Meise, Rotkehlchen und Spatz zu ermitteln. Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte naturkundliche Mitmachaktion Deutschlands, bei der möglichst viele Menschen gemeinsam große Datenmengen sammeln und so Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände geben. Die Langzeitstudie liefert wertvolle Informationen für den Schutz der Artenvielfalt. Im Jahr 2025 beteiligten sich an der Aktion rund 122.000 Vogelfreunde.
Wer bei der NABU-Aktion mitmachen möchte, beobachtet eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park und meldet die Ergebnisse dem NABU. Dabei wird von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus von jeder Art die höchste Anzahl an Vögeln notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen ist. Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de und mit der App „NABU Vogelwelt“ bis zum 19. Januar online gemeldet werden.
„Die dabei gesammelten Daten sind für den Vogelschutz äußerst wertvoll, weil sie Aufschluss über den Zustand der heimischen Vogelwelt in unseren Siedlungen geben. Je mehr Menschen mitmachen, desto genauer wird unser Bild“, erläutert NABU-Pressesprecherin Eva Krautter. Um an der Mitmachaktion teilzunehmen, reichen das Interesse und die Freude an der heimischen Vogelwelt aus. Wer sich bei der Vogelbestimmung nicht ganz sicher ist, kann sich vorab online mit dem E-Learning-Tool NABU-Vogeltrainer schlau machen oder beim Beobachten die NABU-Vogelwelt-App zu Rate ziehen.

Die VogelexpertInnen des NABU konnten anhand der langjährigen Zählungen bei der Stunde der Wintervögel nachweisen, dass die winterlichen Vogelbeobachtungen in den Gärten stark von der Witterung abhängen. In kalten und schneereichen Wintern kommen deutlich mehr Vögel in die Nähe der Menschen als bei mildem Wetter. „Solange Eis und Schnee ausbleiben, finden viele Vögel ausreichend Nahrung und sind nicht darauf angewiesen, unsere Futterhäuschen im Garten aufzusuchen. Kommt es aber zu einem Wintereinbruch mit Frost und Schnee, dann sind die Vögel äußerst dankbar für die leicht zugänglichen Futterquellen“, so NABU-Sprecherin Eva Krautter. In eisigen Wintern kommen auch Wintergäste aus dem hohen Norden nach Schleswig-Holstein, zum Beispiel nordische Kohlmeisen, Gimpel, Bergfinken oder der Seidenschwanz.
Die NAJU lädt mit der „Schulstunde der Wintervögel“ vom 12. bis 16. Januar alle Kinder ein, die heimischen Wintervögel spielerisch kennenzulernen, zu beobachten und zu zählen. Alle Infos unter www.naju.de/sdw.










