Herzogtum Lauenburg (aa/pm). Der Kreisvorstand der Partei Die Linke Herzogtum Lauenburg kritisiert die geplante Streichung der Zuschüsse für das Mittagessen an den Förderschulen Hachede in Geesthacht und Steinfeld in Mölln. Nach Angaben der Partei beabsichtigen CDU, Grüne und Freie Wähler, die bisherige Finanzierung einzustellen.
Nach Darstellung der Linken würde die Maßnahme eine Einsparung von rund 65.000 Euro bedeuten. Betroffen wären Schüler an Förderschulen, die nach Auffassung der Partei in besonderem Maße auf Unterstützung angewiesen sind. Zudem verweist Die Linke darauf, dass viele betroffene Familien bereits unter finanziellen und sozialen Belastungen stünden.
Vor dem Hintergrund eines strukturellen Haushaltsdefizits des Kreises in Höhe von etwa 40 Millionen Euro hält die Partei die geplanten Kürzungen für eine falsche Schwerpunktsetzung. Die notwendige Haushaltsgenehmigung durch das Land Schleswig-Holstein dürfe nach Ansicht der Linken nicht dazu führen, Leistungen für Kinder aus einkommensschwachen und belasteten Haushalten einzuschränken.
Die Linke bewertet die geplanten Einsparungen als sozialpolitisch problematisch. Kritisiert wird insbesondere, dass aus Sicht der Partei an einem vergleichsweise geringen Betrag gespart werde, der jedoch eine große Bedeutung für Chancengleichheit und soziale Teilhabe habe. Ein warmes Mittagessen sei für Schülerinnen und Schüler an Förderschulen kein Zusatzangebot, sondern ein Bestandteil der grundlegenden Versorgung.
Zudem lehnt die Partei die Begründung ab, wonach aus Gründen der Gleichbehandlung gegenüber anderen Schulen auf Zuschüsse verzichtet werden solle. Nach Auffassung der Linken könne Gerechtigkeit nicht dadurch erreicht werden, dass bestehende Leistungen gestrichen würden, sondern nur durch einen Ausbau sozialer Angebote.
Abschließend betont Die Linke, dass Kinder an Förderschulen aus ihrer Sicht eher mehr als weniger Unterstützung benötigten. Einsparungen im Bereich der Mittagsverpflegung könnten nach Darstellung der Partei langfristige Auswirkungen auf Bildungschancen und Gesundheit der betroffenen Kinder haben.










