Klinkrade/Sierksrade (pm/aa). In vergangenen Jahrhunderten wurde er unterschiedlich gedeutet – mal als Symbol für Fruchtbarkeit, Glück und Hoffnung, mal als Zeichen für Neubeginn oder Wandel, aber auch als böses Omen. Gemeint ist der „Blutmond“, wie eine totale Mondfinsternis im Volksmund oft bezeichnet wird.
Heute ist bekannt: Dieses Phänomen entsteht, wenn Sonne, Erde und Mond exakt auf einer Linie stehen und der Mond durch den Erdschatten wandert. Direktes Sonnenlicht erreicht ihn dann nicht mehr. Stattdessen wird er von rötlich gefiltertem Licht der Erdatmosphäre beschienen und erscheint in markantem Glanz.
Am Sonntag, 7. September, ist dieses Naturschauspiel wieder am Himmel zu beobachten. Wenn der Mond kurz vor 20.00 Uhr aufgeht, befindet er sich bereits im Kernschatten der Erde und leuchtet rot. Gegen 21.00 Uhr verlässt er diesen, und bis kurz vor 23.00 Uhr endet schließlich auch die letzte Verdunkelung.
Dieses seltene Ereignis, das nur etwa alle drei Jahre eintritt, lässt sich gut vom Fliegenberg aus verfolgen – an der Landstraße von Klinkrade nach Sirksrade (Steinstücken). Treffpunkt ist, aus Sirksrade kommend, rund 150 Meter hinter dem Ortsausgangsschild.
Empfohlen wird die Anreise mit dem Fahrrad. Autofahrerinnen und Autofahrer werden gebeten, ihre Fahrzeuge so am Straßenrand abzustellen, dass Erntefahrzeuge ungehindert passieren können.
Die Stecknitz-Astronomen sind vor Ort und beantworten Fragen. Besucherinnen und Besucher sollten Fotoapparate, Stative, Ferngläser, Sitzgelegenheiten sowie warme Kleidung und Getränke mitbringen. Beginn ist ab etwa 19 Uhr, ein offizielles Ende ist nicht vorgesehen.
Wichtig: Bei schlechtem Wetter oder starker Bewölkung entfällt die Beobachtung.