Geesthacht (pm). Ein weiterer Baustein zum Erhalt des Geesthachter Krankenhauses nimmt konkret Formen an: Das Land Mecklenburg-Vorpommern bewertet die Zusammenarbeit der Krankenhäuser in Boizenburg und Geesthacht sehr positiv im Sinne einer bestmöglichen medizinischen Versorgung der Menschen in der Region und beachtet diese Kooperation bei der anstehenden neuen Landeskrankenhausplanung. Das betonte Sozialministerin Stefanie Drese kürzlich bei einem Besuch des Krankenhauses Boizenburg an, bei dem Boizenburgs Bürgermeister Rico Reichelt und Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze anwesend waren.
„Kooperationen zwischen Krankenhäusern gewinnen in Zeiten der Krankenhausreform zunehmend an Bedeutung. Wie eine enge Zusammenarbeit auch über Landesgrenzen hinweg gelingen kann, dazu hat sich Gesundheitsministerin Stefanie Drese heute gemeinsam mit den Bürgermeistern Rico Reichelt aus Boizenburg (MV) und Olaf Schulze aus der Stadt Geesthacht (SH) ausgetauscht. Beide Standorte verfügen über ein eigenes Krankenhaus, getrennt durch nur wenige Kilometer und eine Landesgrenze – und wollen künftig noch stärker miteinander kooperieren. Eine Entscheidung, die die Ministerin im Sinne einer hochwertigen und wohnortnahen Versorgung ausdrücklich begrüßt. So wird der Standort Geesthacht auch in die Planung des Landes MV mit einbezogen“, veröffentlichte das Sozialministerium im Anschluss an den Termin im sozialen Netzwerk Facebook.
Olaf Schulze unterstützt den länderübergreifenden Ansatz. „Wir leben im Ländereck Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Hamburg. Es ist darum gut, genau hinzuschauen, was auch über die Landesgrenzen hinaus möglich und sinnvoll ist. Das Krankenhaus Boizenburg ist nur wenige Kilometer von uns entfernt, genauso wie das Klinikum Lüneburg, mit dem das Geesthachter Krankenhaus ja bereits kooperiert und mit dem die Zusammenarbeit künftig noch ausgeweitet werden soll“, sagt Olaf Schulze. „Ich freue mich sehr, dass das Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommers so deutlich Position für das Krankenhaus Geesthacht bezieht.“ Die Kooperation der Krankenhäuser Geesthacht und Boizenburg ist im Bereich der Notfallversorgung angedacht.
Zur Einordnung: Für das Krankenhaus Geesthacht wurde im September 2024 ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Sanierungsgeschäftsführer Tobias Vaasen und Generalhandlungsbevollmächtiger Stefan Denkhaus haben dann am 20. Dezember 2024 angekündigt, dass der Betrieb des Geesthachter Krankenhauses weiterläuft – und zwar mit allen vorhandenen Fachabteilungen. Die vorgestellten Pläne für das Geesthachter Krankenhaus sehen unter anderem vor, dass die Versorgung von Kindern und im Besonderen von Neugeborenen in Geesthacht durch Kooperationen mit dem Kinderkrankenhaus Lüneburg und der Vamed-Klinik, die im Edmundsthal bereits erkrankte Kinder versorgt, verbessert werden.