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Titel Kultur

Tage der Industriekultur am Wasser

von Pressemitteilung
August 25, 2019
Tage der Industriekultur am Wasser

Foto: Metropolregion Hamburg.

603
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Geesthacht/Hamburg (pm). Mit über 250 Veranstaltungen in 122 Denkmalen an 58 Orten lädt die Metropolregion Hamburg zum fünften Mal zu den „Tagen der Industriekultur am Wasser“. Hafenanlagen, Schleusen und Schiffe, Leucht- und Wassertürme, Brücken und Mühlen, Fabriken und Kraftwerke geben am 28. und 29. September Einblicke in die Welt der Industriekultur am Wasser.

Die Tage der Industriekultur am Wasser stellen Orte der Industriegeschichte in der Metropolregion Hamburg vor, die oftmals weitgehend unbekannt sind. Das verbindende Element ist die Technik, die Wasser nutzt, Wasser beherrscht und am Wasser liegt.

Für alle Kultur-, Geschichts- und Technikinteressierten, genauso wie für Aktive und Familien ist etwas dabei. Führungen, Schiffsfahrten, Rundgänge, Radtouren, Mitmach-Aktionen, Besichtigungen und „Denkmale in Aktion“. Das Angebot ist so vielfältig wie die teilnehmenden Industrieanlagen.

In diesem Jahr gibt es einige Neuzugänge: Das Kernkraftwerk Krümmel in Geesthacht war bei Inbetriebnahme der stärkste Siedewasserreaktor der Welt. 2011 wurde es stillgelegt. Die Stilllegung und der Rückbau werden Thema der Vorträge sein. Um das Hochofenwerk Lübeck, einst ein riesiger Komplex an der Trave, in dem fast 3000 Menschen gearbeitet haben, dreht sich alles im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk. Ihre Premiere feiert auch die Fähre Fischerhütte in Steenfeld: Die letzte erhaltene Kettenfähre am Nord-Ostsee-Kanal überquerte 40 Jahre den Kanal.

In Hamburg neu dabei sind der Hafen von Altona, dessen Entwicklung bei einem Stadteilrundgang Thema sein wird, die Historische Hamburger Hafenbahn am Schuppen 50/51 sowie ein Getreidesilo in Hammerbrook. In dem Speicher von 1925, der sonst nicht zugänglich ist, wird auf Rundgängen die Funktion des Getreidesilos erläutert.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es Neuzugänge, wie das Alte Wasserwerk Neumühle in Schwerin. Am Neumühler See ging dort 1890 das erste Wasserwerk in Betrieb. Die stillgelegte Anlage dient inzwischen Künstlern für Veranstaltungen und Ateliers. Hier lockt ein Programm aus Führungen, Ausstellungen und einem Konzert des Berliner Jazz-Quartetts „Die Therapie“.

In Wismar öffnet ein Getreidespeicher in der Altstadt, bevor er zu einem Wohnhaus umgebaut wird. Prominent am Alten Hafen von Wismar informiert das neu gegründete Maritime Traditionszentrum. über die örtliche Großwerft, die Zeit der Hanse und die im Alten Hafen liegenden Schiffe. Die Wassermühle von Lübz in der Altstadt arbeitete bis 1989 allein mit Wasserkraft. Wesentliche Teile der Technik blieben erhalten und können besichtigt werden. Das Wasserkraftwerk in Zülow östlich von Sternberg nutzt seit 1924 zur Stromproduktion das Gefälle der Mildenitz von 22,5 Metern. Das sonst nicht zugängliche Werk öffnet für das Industriefestival seine Tore.

Beliebt sind die Fahrten und Besichtigungen der zahlreichen historischen Frachtschiffe und Fähren. Ein Höhepunkt ist das Gaffelsegler-Treffen sowie der maritime Ewer-Markt in Glückstadt. Als Neuling stellt sich dort der Fischewer „Catarina“ vor. Zum ersten Mal dabei ist auch der 1876 gebaute Alsterdampfer »St. Georg«, der zwischen Jungfernstieg und dem Museum der Arbeit in Barmbek pendelt.

Das Besondere an vielen Industrieobjekten ist auch das damit verbundene Naturerlebnis. Bei geführten Spaziergängen lassen sich die Ostebrücken in Hechthausen erkunden, die zum ersten Mal dabei sind. Auch die Schleuse Veringkanal in Hamburg bietet einen Kanalspaziergang an. Auf der Elbinsel Kaltehofe führt der Rundgang durch das Außengelände des Wasserwerks. In Neumünster geht es entlang der Schwale, um zu zeigen, wie das Wasser in der Stadt die Arbeit und das Wohnen beeinflusst hat. Lübeck bietet Rundgänge zu beweglichen Brücken und zur Nutzung der industriellen Hafenanlagen an. Soltau lädt ein zu einer Industrie- und gartengeschichtlichen Fahrradtour entlang der Böhme. In Cuxhaven geht es mit dem Rad durch das gesamte Hafengebiet, in Lauenburg zu den Industriedenkmalen und in Teldau ist die Fahrradtour zum Hochwasserschutz der Region bereits ein Dauerbrenner.

Spezielle Familien-Programme bietet zum Beispiel das Hafenmuseum Hamburg, das Cuxhavener Museum »Windstärke 10« und der Harburger Binnenhafen an. Im Kreismuseum Prinzeßhof in Itzehoe können Kinder Beton-Gießen. In der Amtswassermühle Moisburg und der Wassermühle Karoxbostel in Seevetal können Kinder Schrot mahlen und sieben.

Erneut beteiligen sich auch maritime Highlights in Rostock, Wittenberge, Rendsburg oder Kiel. Rostock nimmt mit zahlreichen Schiffen des Schiffbau- und Schifffahrtsmuseums an der Veranstaltung teil. In Warnemünde kann der Leuchtturm bestiegen werden. In Rendsburg geht es mit dem Erklimmen der Hochbrücke, einem der größten Stahlbauwerke in Europa, hoch hinaus und in dem Fußgängertunnel tief unter den Nord-Ostsee-Kanal. In Kiel wieder dabei ist die Howaldtsche Metallgießerei, der Tonnenleger »Bussard« und das Schifffahrtsmuseum in der alten Fischhalle.

Die „Tage der Industriekultur am Wasser“ werden alle zwei Jahre von der Metropolregion Hamburg organisiert. Die Hamburg Marketing GmbH unterstützt das Projekt. Die Metropolregion Hamburg ist Mitglied im Europäischen Netzwerk der Industriekulturrouten ERIH (European Route of Industrial Heritage).

Das ausführliche Programm zu allen 122 Anlagen und Museen der Industriegeschichte in der Metropolregion Hamburg liegen in allen teilnehmenden Denkmalen und Museen und in den Tourismusinformationen der Metropolregion aus.

Das komplette Programm zum Download und bestellbar sowie weitere Informationen zur Industriegeschichte sind verfügbar unter: www.tagederindustriekultur.de

Tags: GeesthachtTage der Industriekultur

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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