Ratzeburg (pm). Die SPD-Fraktion Ratzeburg will die gefährlichen Sicherheitslücken für den Fuß- und Radverkehr in der Möllner Straße (Abschnitt Albsfelder Weg bis Lüneburger Damm) schnellstmöglich schließen. Der Antrag greift direkt eines der am vordringlichsten geschilderten Probleme aus der jüngsten Bürgerbefragung ‚MITEINANDER MIT IDEEN‘ zum Thema Verkehr in Ratzeburg auf. Für die Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses am 10. November 2026 beantragt die Fraktion einen gezielten Prüfauftrag an die Stadtverwaltung.
Der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss soll die Verwaltung beauftragen, kurzfristig mit der Unteren Straßenverkehrsbehörde des Kreises zu verhandeln, um eine rechtssichere und einheitliche Lösung auf den Weg zu bringen. In diesem Abschnitt besteht eine akute Gefahrenlage: Der einseitige Schutzstreifen engt die Fahrbahn bergauf extrem ein, sodass langsame Radfahrende bei Bus-Gegenverkehr regelmäßig eingekeilt werden. Bergab fahrende Radler erreichen hohe Geschwindigkeiten, besitzen aber keinerlei optische Führung. Zudem zwingen extrem schmale Gehweg-Engstellen Fußgänger mit Kinderwagen oder Rollatoren immer wieder ungeschützt auf die Fahrbahn.
„Die Bürgerinnen und Bürger haben dieses Nadelöhr in der Befragung ‚MITEINANDER MIT IDEEN‘ völlig zu Recht als dringendes Problem benannt. Da eine Temporeduzierung im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss zuvor keine Mehrheit fand, gehen wir nun diesen neuen, pragmatischen Weg“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Martens. Als konsensfähige und kostengünstige Alternative schlägt die SPD den Einsatz von Fahrrad-Piktogrammketten auf der Fahrbahn vor, der durch einen Landeserlass vom November 2024 rechtssicher geregelt ist. Da bereits ein Lkw-Fahrverbot gilt und Linienbusse die Markierungen bei Bedarf überfahren dürfen, wird der Verkehrsfluss nicht behindert. Die Verwaltung soll das Prüfungsergebnis in der dann folgenden Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses vorstellen.












