Geesthacht (pm). Die Wirtschaftliche Vereinigung Geesthacht e. V. (WVG) hat nach intensiver Beratung im Vorstand entschieden, den für Dezember geplanten Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz in diesem Jahr nicht auszurichten. „Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Der Weihnachtsmarkt gehört für viele Menschen zur Geesthachter Weihnachtszeit. Unsere Mitglieder organisieren ihn seit vielen Jahren mit großem ehrenamtlichem Einsatz“, erklärt der erste Vorsitzende Udo Sill.
Seit dem Umzug auf den Rathausplatz im Jahr 2023 haben sich die finanziellen Rahmenbedingungen verändert. Da die Standbetreiber dort weniger von der Laufkundschaft der Fußgängerzone profitieren, verzichtet die WVG weitgehend auf Standgebühren, um ein attraktives Angebot zu ermöglichen.
Für 2026 waren Gesamtkosten von rund 30.000 Euro vorgesehen. Davon sollten 15.000 Euro durch einen städtischen Zuschuss gedeckt werden. Den verbleibenden Anteil hätte die WVG getragen, insbesondere aus den Einnahmen ihres ehrenamtlich betriebenen Glühweinstandes.
Die Verwendung der städtischen Mittel hat die WVG gegenüber der Stadt durch einen Verwendungsnachweis und entsprechende Belege offengelegt. Auch die Einnahmen des Glühweinstandes wurden mitgeteilt. Im weiteren Abstimmungsprozess ging es zudem um den Umfang zusätzlicher Auskünfte zu vereinsinternen Vorgängen.
Der vorgesehene Zuschuss war zunächst mit einem Sperrvermerk versehen. Der Finanzausschuss hat die Mittel am 21. September 2026 freigegeben. Bis zu diesem Zeitpunkt fehlte der WVG die notwendige Planungssicherheit. Die danach verbleibende Vorbereitungszeit ist aus Sicht des Vorstands zu kurz, um die Veranstaltung verlässlich zu organisieren.
Für einen Weihnachtsmarkt müssen unter anderem Verträge geschlossen, Standbetreiber gewonnen und Sicherheitsmaßnahmen abgestimmt werden. Einige Standbetreiber haben sich während dieser Phase der Unsicherheit bereits für andere Weihnachtsmärkte entschieden.
„Unsere Mitglieder bringen mehrere hundert Stunden ehrenamtliche Arbeit ein, zusätzlich zu ihren beruflichen Verpflichtungen. Als Vorstand tragen wir die Verantwortung für eine sorgfältige Organisation und sichere Durchführung. Deshalb haben wir uns schweren Herzens entschieden, den Weihnachtsmarkt unter diesen zeitlichen Voraussetzungen nicht auszurichten“, so Sill. Die WVG dankt dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung für ihre Unterstützung und ihren Einsatz, eine Durchführung zu ermöglichen. Die WVG bedauert die Absage besonders für die Geesthachter Bürgerinnen und Bürger, die Standbetreiber sowie alle Helfer und Unterstützer, die sich auf den Weihnachtsmarkt gefreut haben.
Für 2027 möchte die WVG wieder einen Weihnachtsmarkt organisieren. Voraussetzung dafür sind frühzeitig geklärte finanzielle und organisatorische Rahmenbedingungen sowie verbindliche Absprachen über die erforderlichen Auskünfte. Hierüber möchte der Vorstand rechtzeitig mit der Stadt ins Gespräch kommen.











