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Titel Feature

Hitzeschutz für Babys

Hohe Temperaturen vertragen Kleinkinder und Säuglinge schlechter als Erwachsene

von Pressemitteilung
Juni 18, 2026
Hitzeschutz für Babys

Die schöne Sommerzeit draußen mit dem Baby genießen: Das macht Freude, wenn Schatten, Sonnenschutz und Abkühlung bedacht werden. Foto: AOK, Colourbox, hfr.

Herzogtum Lauenburg (pm). Der erste Sommer mit dem Baby – für viele Eltern eine schöne Zeit. Wenn die Meteorologen vor Hitzewellen im Kreis Herzogtum Lauenburg warnen, sollten Eltern besonders darauf achten, dass es ihren Kindern gut geht. Kleinkinder und Babys vertragen Hitze schlechter als Erwachsene und sind bei steigenden Temperaturen schneller gefährdet. Ein Kleinkind erzeugt beim Bewegen mehr Wärme als ältere Kinder oder ein Erwachsener. Gleichzeitig schwitzen Kleinkinder und Babys weniger. Deshalb können sie ihren Körper schlechter abkühlen. Zudem ist ihre Hautoberfläche im Verhältnis zum Körpergewicht größer als bei Erwachsenen, daher können sie sich nur langsamer an Hitze anpassen. Das führt dazu, dass Babys und Kleinkinder schneller unter Hitzebeschwerden leiden. Sie dehydrieren schneller, ihre Haut ist anfälliger für einen Sonnenbrand und sie erleiden eher einen Hitzschlag. „Eine gute Faustregel zum Hitzeschutz ist: Je jünger das Kind ist, desto mehr muss es vor Hitze geschützt werden. Babys können sich selbst nicht helfen – ihr wichtigster Sonnen- und Hitzeschutz sind die Erwachsenen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.

Kleinkinder und Babys brauchen bei Hitze mehr Flüssigkeit, deshalb ist regelmäßiges Trinken an warmen Tagen im Kreis Herzogtum Lauenburg besonders wichtig. Foto: AOK, Colourbox, hfr.

Wieviel Flüssigkeit sollte es sein?

An heißen Tagen sollten Babys öfter gestillt oder mit Milchersatz versorgt werden. Kinder zwischen zwei bis sechs Jahren brauchen bei normalen Temperaturen rund drei Viertel bis einen Liter Flüssigkeit pro Tag. Bei Temperaturen über 30 Grad kann es auch die doppelte bis dreifache Trinkmenge sein. Am besten eignen sich einmal pro Stunde Wasser oder ungesüßter Tee, keine stark gesüßten Getränke wie Limonaden, Eistees oder Säfte. Zudem sollten die Getränke nicht eiskalt sein. Wichtig: Auch stillende Mütter brauchen bei Hitze mehr Flüssigkeit. Lebensmittel mit hohem Wassergehalt wie frisches Obst, Gemüse – insbesondere Melonen und Gurken – oder eine kühle Suppe wie die sogenannte Gazpacho, können ebenso erfrischen.

Sonnenschutz für die Kleinen

An heißen Tagen sollten Kinder nur in den kühleren Morgen- und Abendstunden im Freien spielen. Kinder unter einem Jahr dürfen sich gar nicht in der direkten Sonne aufhalten. Auch Kinder bis vier Jahre sollten an sonnigen Tagen zwischen 10 und 17 Uhr im Schatten oder im Haus bleiben, um sich vor Hitze und UV-Strahlung zu schützen. Sinnvoll ist helle, leichte und eventuell UV-undurchlässige Kleidung. Nicht vergessen: Kopfbedeckung, Sonnenbrille sowie Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 30. Ausreichender Sonnenschutz ist vor allem bei Aufenthalten am und im Wasser wichtig: Wasser reflektiert die UV-Strahlung und verstärkt sie dadurch. Deshalb sollten Kinder nach dem Planschen immer neu eingecremt werden. Dabei ist zu bedenken, dass die durch den LSF angegebene Schutzdauer durch das Nachcremen nicht verlängert, sondern nur erhalten wird. „Für Babys sind allerdings hautbedeckende Kleidung oder Innenräume besser als Sonnencreme, denn ihre Haut ist noch sehr empfindlich“, sagt Wunsch.

Gefahr Hitzschlag bei Kindern

Wenn Kinder sich bei Hitze zu lange oder zu intensiv bewegen, entsteht Hitzestress. Wird dieser nicht erkannt, kann es sogar zu einem Hitzschlag kommen. Typische Anzeichen für Hitzestress sind ein gerötetes Gesicht, starkes Schwitzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Ohrensausen und Erschöpfung. Treten diese Symptome auf, ist es wichtig, dass der Organismus des Kindes wieder abkühlt – am besten in einem kälteren Raum. Kühle und feuchte Umschläge helfen dem Körper, die Temperatur zu senken. Gleichzeitig sollte das Kind möglichst viel trinken. Verbessert sich die Situation nicht, droht ein Hitzschlag. Dieser zeigt sich durch rote, heiße Haut ohne Schweiß, erhöhte Körpertemperatur und starke Kopfschmerzen. Ein Hitzschlag kann lebensbedrohlich werden. Im Zweifel sollte schnellstmöglich der Notdienst 112 gerufen werden.

Weitere Infos auf der Internetseite der AOK in der Rubrik Babys & Kleinkind.

Tags: AOKGesundheitstippsHitzewelleSommerSommerhitze

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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