Mölln (pm). Im Rahmen ihres traditionellen Frühlingsgesprächs hatten die SPD-Herzogtum Lauenburg und die SPD-Kreistagsfraktion in den Quellenhof nach Mölln eingeladen, um über genau diese Frage zu diskutieren. Gemeinsam mit VertreterInnen aus Gewerkschaften, Politik und Bürgerschaft wurde über die Bedeutung organisierter Arbeitnehmervertretungen in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten, wirtschaftlicher Unsicherheit und gesellschaftlicher Herausforderungen gesprochen.
Die Kreisvorsitzende der SPD-Herzogtum Lauenburg, Cira Ahmad, begrüßte die zahlreichen Gäste und warb für einen offenen Austausch. Dabei machte sie deutlich, warum das Thema Gewerkschaften heute wichtiger ist, denn je: „Gerade in einer Zeit, in der über eine Aufweichung des Acht-Stunden-Tages diskutiert wird, müssen wir deutlich machen, dass gute Arbeitsbedingungen, Gesundheitsschutz und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben keine Selbstverständlichkeiten sind. Diese Rechte wurden über Generationen hinweg erkämpft und müssen auch künftig verteidigt werden“, so Cira Ahmad.
Den Auftakt machte David Welsch, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. In seinem Grußwort erinnerte er an den Acht-Stunden-Tag als eine der bedeutendsten sozialen Errungenschaften der Arbeiterbewegung und betonte, dass sozialer Fortschritt stets das Ergebnis politischen und gewerkschaftlichen Engagements gewesen sei.
Für die inhaltlichen Impulse des Abends sorgten anschließend Moritz Flint, Gewerkschaftssekretär von ver.di Nord, und Laura Pooth, Vorsitzende des DGB Nord. In zwei starken Beiträgen verdeutlichten sie die historische Rolle der Gewerkschaften ebenso wie ihre Bedeutung für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen. Sie machten deutlich, dass viele Rechte, die heute selbstverständlich erscheinen – von fairen Löhnen über bezahlten Urlaub bis hin zu sicheren Arbeitszeiten – das Ergebnis gewerkschaftlicher Kämpfe sind.
Gleichzeitig verwiesen sie auf die aktuellen Herausforderungen für ArbeitnehmerInnen. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten, zunehmender Unsicherheiten in der Arbeitswelt und der Debatten um eine verlässliche Alterssicherung seien starke Gewerkschaften unverzichtbar. Tarifverträge sicherten Kaufkraft, Mitbestimmung stärke die Demokratie in den Betrieben und gewerkschaftliche Organisation sorge dafür, dass die Interessen der Beschäftigten auch künftig Gehör finden.
In der anschließenden Diskussion beteiligten sich die Besucherinnen und Besucher engagiert und brachten zahlreiche Fragen und Anregungen ein. Dabei wurde deutlich, dass die Themen faire Löhne, sichere Renten und gute Arbeitsbedingungen viele Menschen unmittelbar bewegen.
Für die SPD-Herzogtum Lauenburg ist die Schlussfolgerung klar. „Wer über die Zukunft der Arbeit spricht, darf nicht über die Köpfe der Beschäftigten hinweg entscheiden“, betonte Cira Ahmad.











