Ratzeburg (pm). Am Dienstag, 17. März, kurz nach dem Klingeln um 13.15 Uhr, war an der Schule etwas Merkwürdiges zu beobachten. Normalerweise stürmen viele Fünftklässler der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen dem Schulschluss über den Pausenhof entgegen. An diesem Tag aber liefen zahlreiche Kinder in Richtung Schulküche.
Nina Hehn, Respekt-Coachin des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg, die sich an der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen für Demokratieförderung und ein gutes soziales Miteinander einsetzt, hatte zum Backen eingeladen. Zusammen mit Frauen aus der Ukraine und Afghanistan hatte sie verschiedenste internationale Rezepte und Zutaten für die jungen GLS-SchülerInnen vorbereitet.
In Bezug zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus hat dieses Projekt stattgefunden. „Es ist wichtig, schon die jüngsten SchülerInnen positiv auf das Thema Interkulturalität einzustimmen, um Berührungsängste abzubauen und Vorurteilen vorzubeugen“, betont Nina Hehn.
So kam es, dass über 20 Kinder die Küche laut, lachend und mehlverschüttend bevölkerten. Köstliches Gebäck aus aller Welt entstand, und manche Kinder konnten sogar etwas „retten“ und ihren Eltern mit nach Hause bringen. Das Meiste wurde jedoch direkt vor Ort genossen. Die Frauen, die ihre Rezepte aus anderen Teilen der Welt vorstellten, kamen mit den Kindern ins Gespräch, beantworteten neugierige Fragen und tauschten sich offen aus.
Gemeinsam wurden auf einer großen Weltkarte die Herkunftsländer der Gebäcke gesucht. Mit der Erfahrung, dass „die Welt gut schmeckt“ und „es viel Schönes und Positives zu entdecken gibt“, verließen die Kinder an diesem Tag ihre Schule.









