Geesthacht (pm). Ein Zentrum des gesellschaftlichen Lebens: Das soll die Zentrale Sportanlage an der Berliner Straße in Geesthacht noch stärker werden. „Wir möchten, dass die Zentrale Sportanlage wieder eine Multifunktionsanlage wird. Dafür wollen wir den Sport dort stärken und beispielsweise für Fußball sowie Leichtathletik attraktivere Bedingungen schaffen. Gleichzeitig wollen wir die Anlage künftig noch stärker für Kulturveranstaltungen nutzen“, fasst Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze die Pläne zusammen.
Die Idee im Detail: Das gesamte Areal mit Laufbahn, Rasenplatz, Wurf- und Sprunganlagen, Tribüne, Sportlerräumen, Kleinspielfeld, Kunstrasenfeld und Außenanlagen soll saniert werden. Etwa 55 Prozent der rund 5,8 Millionen Euro Projektgesamtkosten sollen möglichst über das Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ fließen. Ein entsprechender Vorantrag wurde bereits gestellt. „Wir hoffen sehr, dass wir mit unserem Konzept Erfolg haben und Fördermittel erhalten. Wenn die Pläne in der angedachten Form umgesetzt werden, wird die zentrale Sportanlage Sportlerinnen und Sportlern sehr viel bessere Trainingsmöglichkeiten bieten. Und auch für die Kulturlandschaft Geesthachts wäre die angedachte Umgestaltung ein großer Gewinn. Wir haben mit Frank Düwel, der in Geesthacht in den vergangenen Jahren Theater an ungewöhnlichen Orten umgesetzt hat, bereits erste Ideen für die Sportanlage als Theaterkulisse entwickelt“, ordnet Dr. Sylvia Heudecker-Wesche ein, die den Fachbereich Bildung, Familie, Sport und Kultur des Geesthachter Rathauses leitet.
Die konkreten Planungen für die anstehenden Baumaßnahmen an der Zentralen Sportanlage laufen seit vergangenem Jahr. Erste Baumaßnahmen sind für das Frühjahr 2026 vorgesehen, beginnend im oberen Bereich der Sportanlage. Zunächst werden unter anderem die Rasenfläche (Ballsport, Wurfsport) instandgesetzt, inklusive Erneuerung der Drainage. Zudem werden dieses Jahr die Erneuerung der Sprung- und Wurfanlagen vorbereitet sowie Arbeiten an der umlaufenden 6-spurigen 400-Meter Tartenbahn durchgeführt. „Die Fertigstellung dieses Abschnitts erfolgt voraussichtlich im Herbst/Winter 2027“, nennt Sylvia Heudecker-Wesche den aktuellen Zeitplan. „Im Laufe des Jahres 2028 sollen dann die Sprung- und Wurfanlagen für die sportliche Nutzung fertiggestellt und auf der oberen Ebene ein unbeheiztes Gerätehaus errichtet werden. Außerdem wird die Flutlichtanlage der oberen Ebene erneuert und auf der gesamten Anlage ein energieeffizientes Beleuchtungssystem installiert.“
Die Arbeiten am Gebäude sollen ebenfalls 2028 beginnen. Dazu gehört unter anderem die Sanierung der Tribüne. Dort sollen einige Bereiche barrierefrei gestaltet werden. Zudem ist die Erneuerung der Heizungsanlage sowie ein barrierefreier Umbau der Umkleiden und Sanitärräume vorgesehen. Sylvia Heudecker-Wesche: „Im nächsten Projektabschnitt steht 2029 die energetische Dachsanierung des zentralen Gebäuderiegels an, darüber hinaus die Erneuerung der Flächen auf der unteren Ebene, hierzu gehören die Kunstrasenfläche und das Kleinspielfeld. Weitere Bereiche werden mit Blick auf Outdoorsport wie Fitness, Pilates oder Frisbee eingerichtet. Aufenthaltsbereiche des Publikums zusammen mit dem Eingangsbereich und der Stellplatzanlage werden nach Maßgaben der Barrierefreiheit gestaltet. Parallel dazu wird 2029 das gesamte Areal zeitgemäß und im Dienst der Inklusion digital ausgestattet.“
In den Jahren 2030 und 2031 sollen dann Rampen, ein Lift sowie weitere barrierearme Zuwegungen realisiert werden, die alle drei Ebenen der Zentralen Sportanlage sowie den Stellplatzbereich miteinander verbinden. „Während der umfassenden, mehrjährigen Baumaßnahmen wird die Anlage durchgehend so weit wie möglich der Nutzung offenstehen“, kündigt Sylvia Heudecker-Wesche an.









