Herzogtum Lauenburg (pm). Die Metropolregion Hamburg legt eine spezifisch auf die Region zugeschnittene Auswertung zum regionalen Arbeitsmarkt vor und startet damit ein neues Informationsangebot in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit. Den Auftakt bildet eine Datenauswertung zu jungen Menschen im Ausbildungs- und Berufseinstieg. Sie macht sichtbar, wo Angebot und Nachfrage zusammenpassen – und wo Unterstützung nötig ist. Für Akteure in der Region bietet die Analyse transparente Zahlen, regionale Vergleichbarkeit und eine fundierte Grundlage für Entscheidungen.
Mit einer stabilen Zahl an Jugendlichen im ausbildungsrelevanten Alter zeigt sich, dass die Region weiterhin ein attraktiver Standort für Ausbildung und Berufseinstieg ist. Im Ausbildungsjahr 2024/25 wurden 30.269 Berufsausbildungsstellen gemeldet, dem standen 26.455 Bewerberinnen und Bewerber gegenüber.
Trotz eines breiten Angebots bleiben über 3.200 Ausbildungsplätze unbesetzt – insbesondere im Einzelhandel und Verkauf. Auf 100 Ausbildungsstellen kamen rechnerisch 87 Bewerbende. Trotz des breiten Angebots blieben 3.223 Stellen unbesetzt – das sind knapp 11 Prozent aller gemeldeten Ausbildungsplätze. Gleichzeitig stieg der Anteil von ausländischen Jugendlichen an allen gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern und liegt bei 24 Prozent. Menschen im Kontext von Fluchtmigration haben einen Anteil von 13 Prozent. Beide Werte sind im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gestiegen.
Knapp jeder fünfte Betrieb mit sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten bildet aus. Die meisten Auszubildenden finden nach Abschluss ihrer Lehre schnell einen Job: Über 81 Prozent gelingt der Übergang in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung innerhalb von zwei Monaten, zwei Drittel sogar direkt im Anschluss. Dennoch blieben 3.419 junge Menschen unversorgt – rund 13 Prozent. Für sie sind zusätzliche Unterstützung beim Übergang in Ausbildung oder Arbeit besonders wichtig.
Katarzyna Rogacka-Michels, Projektleiterin der Koordinierungsstelle Fachkräftesicherung in der Metropolregion Hamburg: „Wir danken der Bundesagentur für Arbeit für die Lieferung und Aufbereitung der Arbeitsmarktdaten. Durch die regelmäßige Auswertung entsteht ein regional differenziertes Bild unseres Arbeitsmarktes. Es ermöglicht, Entwicklungen und Handlungsbedarfe frühzeitig auf Entscheidungsebene zu erkennen und Maßnahmen zur Fachkräftesicherung weiterzuentwickeln. Weitere Auswertungen zu Beschäftigung, Berufen und Pendelverflechtungen werden dieses Bild in den kommenden Monaten ergänzen.“ Hier findet sich die Arbeitsmarktstatistik mit der detaillierten Auswertung.









