Ratzeburg (pm). Vivaldi, Gounod und Telemann – drei Komponisten würdigt die Kantorei St. Georg am 15. Februar um 17 Uhr in Ratzeburg.
Das Konzert wird eröffnet mit der „Messe breve No. 7“ des französischen Komponisten der Romantik Charles Gounod (gest. 1893). Bekannt wurde er ursprünglich durch seine Opern. Erst im Alter widmete er sich der Kirchenmusik. Die Messe schrieb er drei Jahre vor seinem Tod. Sie überzeugt durch eine Abgeklärtheit und Schlichtheit, die gerade in der schönen Kirche St. Georg auf dem Berge, der ältesten Kirche des Lauenburger Landes, gut zur Geltung kommen wird.
Danach spielt ein Kammerorchester der Musikhochschule Lübeck mit der Solistin Maria Surovtseva das Oboen-Konzert in e-Moll von Georg Philipp Telemann, dem vergessenen Alleskönner. Er war berühmter als Bach oder Händel und hat mehr komponiert als sie beide zusammen. Zu seiner Zeit war er der bekannteste Komponist in Deutschland.
Als Höhepunkt des Programms folgt dann das „Gloria“ in D-Dur von Antonio Vivaldi. Der Komponist zeigt darin die ganze Bandbreite seiner Meisterschaft zwischen festlichen, erhabenen Sätzen und zarten, durchsichtig instrumentierten Solopassagen. Das „Gloria“ ist eine der bedeutendsten geistlichen Vokalkompositionen des frühen 18. Jahrhunderts. Wie sämtliche geistlichen Werke Vivaldis geriet es nach dem Tod des Komponisten 1741 völlig in Vergessenheit, bis es 1939 wieder aufgeführt wurde. Die Solistinnen sind Friederike Biesterfeld (Sopran) und Lina-Sophie Witte (Alt), die Leitung hat Maren Thomas.
Karten für zehn Euro gibt es an der Abendkasse, Schüler haben freien Eintritt.









