Herzogtum Lauenburg (pm). Im Januar ist die Arbeitslosigkeit im Kreis Herzogtum Lauenburg nach einer Stagnation im letzten Quartal des Vorjahres wieder deutlicher angestiegen. Der Jahreswechsel mit den damit einhergehenden saisonalen Effekten hat sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar gemacht. 320 Menschen mehr als noch im Dezember sind aktuell bei den Agenturen für Arbeit in Mölln und Geesthacht und dem Jobcenter Herzogtum Lauenburg arbeitslos gemeldet. Damit steigt ihre Zahl auf insgesamt 6.049. In der Folge nimmt die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte zum Dezember zu und liegt jetzt bei 5,4 Prozent.
Vor einem Jahr waren im Januar 6.067 Menschen und damit 18 mehr arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 5,5 Prozent.
„Der Jahreswechsel bringt regelmäßig einen spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit mit sich. Im Jahresverlauf melden sich im Januar immer die meisten Menschen nach einer Beschäftigung arbeitslos. Ursächlich sind ausgelaufene befristete Arbeitsverträge, witterungsbedingte Einflüsse wie auch zum Jahresende wirksam gewordene Kündigungsfristen. Insgesamt fällt das Plus von 320 arbeitslosen Menschen mehr gegenüber Dezember etwas niedriger als zum Jahreswechsel im Vorjahr aus. In der Folge steigt die Zahl arbeitsloser Menschen jedoch wieder über 6.000, nachdem dies zuletzt im August der Fall war“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Kreis Herzogtum Lauenburg. „Unser Stellenbestand wie auch die Zahl neu gemeldeter Stellen ist zu den Vormonaten gesunken. Die Suche nach einem neuen Job erfordert im Vergleich zu den Vorjahren zunehmend mehr Geduld und Flexibilität.“
Sozialversicherungspflichtige Stellen
Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im ersten Monat des Jahres 164 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Das sind 90 weniger als im Vormonat, jedoch zwei mehr als im Januar vergangenen Jahres. Insgesamt sind aktuell 1.293 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Herzogtum Lauenburg zu besetzen, 23 weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies 147 Stellen weniger. „Die Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist weiter rückläufig und sinkt erstmals seit April 2021 wieder unter die Zahl von 1.300. Nach Branchen betrachtet finden sich im Baugewerbe, im Einzelhandel sowie im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen aktuell weniger Stellen als in den Vorwochen wie auch im Vergleich zum Vorjahresmonat“, so die Agenturchefin.
Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Kreis Herzogtum Lauenburg beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 7.394. Die Unterbeschäftigungsquote hat zum Vormonat ebenfalls um 0,2 Prozentpunkte zugenommen und liegt jetzt bei 6,6 Prozent. Im Januar des Vorjahres lag sie bei 6,9 Prozent“, so Wieczorek.
Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.
Ausbildung 2026: Unternehmen suchen bereits – mit den Halbjahreszeugnissen jetzt Richtung Ausbildung starten
Über 600 gemeldete Ausbildungsstellen stehen den angehenden Schulabgängerinnen und -abgängern bei der Jugendberufsagentur im Kreis Herzogtum Lauenburg bereits zur Auswahl. „Die Unternehmen sind schon intensiv auf der Suche nach Auszubildenden für den Ausbildungsstart im kommenden Herbst. Mit den Halbjahreszeugnissen sollten sich diejenigen, die noch nicht aktiv sind, jetzt auf den Weg Richtung Berufsstart machen. Je früher dies geschieht, je größer sind die Chancen auf einen Ausbildungsvertrag im Wunschberuf“, sagt Wieczorek.
Bislang haben sich 457 Jugendliche als Ausbildungssuchende bei der Berufsberatung gemeldet. „Das ist zum aktuellen Zeitpunkt einer weniger als im Januar vergangenen Jahres. Ein wichtiges Signal für die Unternehmen, dass sich die Zahl junger Menschen, die sich für eine duale Ausbildung interessieren, nach den gesunkenen Zahlen der Vorjahre wieder stabilisiert“, so die Agenturchefin. „Ich möchte die, die sich noch nicht bei uns gemeldet haben, einladen: Nehmt die jetzt erhaltenen Halbjahreszeugnisse als Auftakt für die Planung eurer Zukunft. Die Unternehmen stehen bereits am Start. Eure Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind gut. Unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater sind eure Berater, Ratgeber und Lotsen bei der Berufs- oder Studienwahl, bei der Ausbildungssuche oder der Suche nach Überbrückungsmöglichkeiten.“
Termine für die Berufsberatung bekommen Jugendliche und ihre Eltern über die Hotline 0 45 31 – 167 154 oder online unter www.jba-rz.de => „Ja, ich möchte eine Beratung“.









