Berkenthin (pm). Der seit gut zwei Jahren agierende Nachhaltigkeitsbeirat Berkenthin (NBB) kann positiv berichten, dass das Projekt Carsharing Fahrt aufnimmt. Seit Frühjahr 2025 hat eine kleine, engagierte Arbeitsgruppe um Haucke Peters und Michael Grönheim (ehm. Bürgermeister in Berkenthin) verschiedene Carsharing-Modelle speziell für den ländlichen Raum intensiv diskutiert und bewertet.
Die grundlegende Idee des Carsharings – das Teilen eines gemeinsamen Kraftfahrzeugs – ist im ländlichen Kontext oft eng mit ehrenamtlichem Engagement verbunden. Das ist aber oft ein organisatorisches Hindernis, das durch fehlende „Manpower“ schwerlich zu lösen ist. Letztendlich stieß die Arbeitsgruppe nach sorgfältiger Prüfung auf ein tragfähiges und bereits erprobtes Modell der Firma Mikar aus Süddeutschland. Mikar hat ihr Carsharing-Konzept bereits an über 200 Standorten erfolgreich umgesetzt und bietet damit eine bewährte Lösung an.
Das gewählte Modell sieht vor, dass die Gemeinde Berkenthin als Betreiber auftritt. Ihre Aufgabe beschränkt sich jedoch im Wesentlichen darauf, einen geeigneten Standort für das Carsharing-Fahrzeug zur Verfügung zu stellen. Alles Weitere wird für eine anfängliche Laufzeit von vier Jahren vollständig von der Firma Mikar organisiert. Dies beinhaltet ein umfassendes Paket von Dienstleistungen: Leasing des Fahrzeugs inklusive der Versicherung, Bereitstellung eines Buchungsportals und Abrechnung sowie die Inspektion, Wartung und Pflege des zur Verfügung gestellten Fahrzeugs und gegebenenfalls anfallende Instandsetzungen.
Dieses „Rundum-sorglos-Paket“ entlastet die Gemeinde von operativen Aufgaben und minimiert das finanzielle Risiko, während gleichzeitig ein wichtiges Angebot für die Bürger geschaffen wird. Für den Anfang favorisiert der NBB als Fahrzeug einen Transporter, der mit neun Sitzen ausgestattet ist, eine Anhängerkupplung hat und das neben Personen auch sperrige Sachen – wie Möbel – befördern kann. Wenn genügend Interesse besteht, kann jederzeit ein zweites kleineres Fahrzeug (z. B. ein eAuto) zusätzlich bereitgestellt werden.
In ihrer jüngsten Sitzung hat die Gemeindevertretung nunmehr dem Vertrag mit der Firma Mikar einstimmig zugestimmt und damit den Weg für die Umsetzung des Projekts geebnet. Hauke Petersen aus Göldenitz hatte das Modell zuvor erfolgreich für den NBB im Fachausschuss und der Gemeindevertretung vorgetragen.
Wer Interesse hat an weiteren Informationen und die konkrete Umsetzung des Carsharing-Projekts in 2026, kann sich über die Möglichkeiten dieses Projekts beim Nachhaltigkeitsbeirat Berkenthin via Email an nachhaltig@berkenthin.de wenden. Und wer sich schon jetzt einen Werbeplatz auf dem Carsharing-Auto sichern möchte, kann sich an Mikar unter info@mikar.de wenden.











