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Titel Wirtschaft Aus der Region

Bei Fieber fair bleiben

Appell an die Chef-Etagen im Herzogtum Lauenburg: „Auch 1-Tages-Krankmeldung ernst nehmen“

von Pressemitteilung
Februar 26, 2025
Bei Fieber fair bleiben

Wer krank ist, soll sich nicht zur Arbeit schleppen, rät die Gewerkschaft Nahrung-Genuss- Gaststätten. Die NGG Hamburg-Elmshorn fordert die rund 4.780 Betriebe im Herzogtum zu mehr Verständnis bei Krankmeldungen auf. „Vor allem darf die Arbeit selbst nicht krank machen: Arbeitsdruck und Stress können einen schnell aus der Bahn werfen“, sagt Anne Widder von der NGG.

Herzogtum Lauenburg (pm). Büro, Bäckerei, Bistro – oder doch das Bett: Wer krank ist, soll sich nicht zur Arbeit schleppen, rät die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Die NGG Hamburg-Elmshorn fordert quer durch alle Branchen die rund 4.780 Betriebe im Kreis Herzogtum Lauenburg zu mehr Verständnis bei Krankmeldungen auf: „Zu oft und viel zu schnell werden Beschäftigte, die sich krankmelden, in die ‚Blaumacher-Schublade‘ gepackt“, kritisiert Anne Widder. Die Geschäftsführerin der NGG Hamburg-Elmshorn appelliert daher an die Chef-Etagen im Herzogtum: „Bei Fieber fair bleiben.“

Alles andere könne schnell zum Bumerang für den eigenen Betrieb werden: „Wer sich lieber krank zur Arbeit schleppt oder Homeoffice macht, statt zum Arzt zu gehen, tut sich selbst keinen Gefallen damit. Wer krank ist, muss sich erholen“, so Widder. Außerdem bringe es auch nichts, andere am Arbeitsplatz mit Erkältung oder Grippe anzustecken.

„Wenn Beschäftigte allerdings Angst davor haben müssen, sich krank zu melden, dann stimmt etwas nicht. Denn Gesundheit am Arbeitsplatz ist kein ‚Nice-to-have-Faktor‘. Gesundbleiben ist ein Muss für den Job. Vor allem darf die Arbeit selbst nicht krank machen: Zu viele Überstunden, enormer Zeit- und Arbeitsdruck, Mobbing, Schikanen, psychischer Druck – das alles kann schnell auf die Gesundheit gehen“, warnt Widder.

Es sei wichtig, insbesondere auch auf Stress zu reagieren. Der entstehe oft schon durch fehlende Pausen und durch Arbeitszeiten, die – gerade bei Nacht- und Schichtarbeit – zur Belastung würden. „Aber auch schlecht ausgestattete Arbeitsplätze sind ein wichtiger Punkt: vom billigen Bürostuhl bis zum permanent schweren Heben“, sagt Anne Widder. Um die Arbeit zu erleichtern, müssten Betriebe investieren. „Wer an Dingen spart, die den Job einfacher machen und die Gesundheit schonen, spart am falschen Ende“, ist die Geschäftsführerin der NGG Hamburg-Elmshorn überzeugt. Kritisch seien auch unfaire Abläufe: „Es kann nicht sein, dass immer die Gleichen die Arbeiten machen müssen, die sonst keiner machen will“, sagt Widder.

Auch „Ein-Tages-Krankmeldungen“ sollten ernst genommen werden. „Von Migräne bis zu Menstruationsbeschwerden: Es gibt Tage, da geht es einfach nicht. Wichtig ist, dass es dafür Verständnis gibt – bei der Betriebsleitung genauso wie beim Rest der Belegschaft“, macht Anne Widder deutlich. Hier spiele vor allem auch der Betriebsrat eine wichtige Rolle. Er vermittle bei Konflikten zwischen Chef-Etage und Beschäftigten – auch im Krankheitsfall.

Entscheidend sei, dass der Lohn vom ersten Krankheitstag an fortgezahlt werde. Darüber lässt Anne Widder nicht mit sich reden: Diesen Punkt dürfe man bei Koalitionsverhandlungen gar nicht erst anrühren.

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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