{"id":9842,"date":"2018-12-15T11:21:06","date_gmt":"2018-12-15T10:21:06","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=9842"},"modified":"2018-12-15T11:21:28","modified_gmt":"2018-12-15T10:21:28","slug":"kernkraftwerk-kruemmel-eroerterungstermin-beendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/12\/15\/kernkraftwerk-kruemmel-eroerterungstermin-beendet\/","title":{"rendered":"Kernkraftwerk Kr\u00fcmmel: Er\u00f6rterungstermin beendet"},"content":{"rendered":"<p><strong>Geesthacht (pm).<\/strong> Insgesamt zwei Tage lang (11. und 12. Dezember) hatte die atomrechtliche Genehmigungsbeh\u00f6rde (das schleswig-holsteinische Energiewendeministerium) beim Er\u00f6rterungstermin zum Kernkraftwerk Kr\u00fcmmel im Sachsenwald Forum in Reinbek die Einwendungen gegen die Antr\u00e4ge auf Stilllegung und Abbau des Kernkraftwerks und die auf dem Betriebsgel\u00e4nde geplante Errichtung eines zus\u00e4tzlichen Lagergeb\u00e4udes f\u00fcr schwach- und mittelradioaktive Abf\u00e4lle und Reststoffe intensiv er\u00f6rtert. Rund 90 Einwendungsschreiben waren dabei betrachtet worden. Wer die Gelegenheit genutzt hatte und pers\u00f6nlich anwesend war, konnte seine schriftlichen Einwendungen n\u00e4her erl\u00e4utern. Die Vattenfall-Betreibergesellschaft hatte dann jeweils die M\u00f6glichkeit, Stellung zu nehmen.<\/p>\n<p><strong>Konstruktiver Austausch<\/strong><\/p>\n<p>In dem Termin ging es unter anderem um die radiologischen Auswirkungen auf die Gesundheit beim Umgang mit den beim Abbau des Kernkraftwerks anfallenden radioaktiven Stoffen, um das Minimierungsgebot im Strahlenschutz, aber auch um Vollst\u00e4ndigkeit und Aussagekraft der von der Betreibergesellschaft eingereichten Antragsunterlagen. Den zweiten Tag der Er\u00f6rterung dominierten Themen rund um das atomrechtliche Freigabeverfahren und um die konventionellen Umweltauswirkungen der Vorhaben. Besonders diejenigen Einwender, die in der N\u00e4he der Anlage wohnen, \u00e4u\u00dferten ihre Bedenken im Hinblick auf den zu erwartenden L\u00e4rm und Staub. Dabei entstand ein konstruktiver fachlicher Austausch, aus dem die Genehmigungsbeh\u00f6rde wichtige Aspekte f\u00fcr die weitere Pr\u00fcfung der Genehmigungsantr\u00e4ge mitnehmen konnte.<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse werden weiter ber\u00fccksichtigt<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEs waren zwei intensive, konstruktive Tage, die sich gelohnt haben&#8220;, sagte Professor Jan Backmann, der die Verhandlung geleitet hatte. Backmann ist Abteilungsleiter im Ministerium f\u00fcr Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND), das als Reaktorsicherheitsbeh\u00f6rde f\u00fcr das Genehmigungsverfahren verantwortlich ist. &#8222;Trotz aller Bedenken und Vorbehalte war die Atmosph\u00e4re nie unangenehm. Und wir sind als Genehmigungsbeh\u00f6rde ja gerade an m\u00f6glichst vielen Hinweisen interessiert, die dann im weiteren Verfahren soweit wie m\u00f6glich ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen. Wir werden die Ergebnisse der Er\u00f6rterung daher jetzt gemeinsam mit Sachverst\u00e4ndigen auswerten und der Betreibergesellschaft sicherlich noch das eine oder andere aufgeben, was im weiteren Verfahren und bevor \u00fcber die Antr\u00e4ge entschieden werden kann von ihr zu ber\u00fccksichtigen ist. Anregungen hierzu hat auch dieser Termin ergeben&#8220;, so Backmann.<\/p>\n<p>Es sei der Beh\u00f6rde wichtig gewesen, die Bev\u00f6lkerung so fr\u00fch wie m\u00f6glich zu beteiligen, damit berechtigte Bedenken und Anregungen fr\u00fchzeitig ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen, sagte Backmann. Noch detailliertere Unterlagen abzuwarten, h\u00e4tte bedeutet, dass die \u00d6ffentlichkeit erst zu einem Zeitpunkt einbezogen worden w\u00e4re, zu dem das Genehmigungsverfahren schon weit fortgeschritten gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>Entscheidung \u00fcber Stilllegungsantrag voraussichtlich 2020<\/strong><\/p>\n<p>Insgesamt nahmen 17 Einwender, Sachbeist\u00e4nde sowie rund 30 Zuschauer teil. Rund 390 Personen hatten im Vorfeld schriftliche Einwendungen erhoben. Den Antrag auf Stilllegung und Abbau des Kernkraftwerks Kr\u00fcmmel hatte die Vattenfall-Betreibergesellschaft im August 2015 gestellt. Die Genehmigungsbeh\u00f6rde strebt an, 2020 \u00fcber den Antrag zu entscheiden. Im Falle der Genehmigungserteilung d\u00fcrfte der Abbau des Kernkraftwerks dann noch ungef\u00e4hr f\u00fcnfzehn Jahre dauern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geesthacht (pm). Insgesamt zwei Tage lang (11. und 12. 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