{"id":9730,"date":"2018-12-11T09:10:03","date_gmt":"2018-12-11T08:10:03","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=9730"},"modified":"2018-12-11T09:10:03","modified_gmt":"2018-12-11T08:10:03","slug":"bildungsministerin-prien-es-gibt-positive-trends-aber-die-schulen-brauchen-gelder-aus-dem-digitalpakt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/12\/11\/bildungsministerin-prien-es-gibt-positive-trends-aber-die-schulen-brauchen-gelder-aus-dem-digitalpakt\/","title":{"rendered":"Bildungsministerin Prien: &#8218;Es gibt positive Trends, aber die Schulen brauchen Gelder aus dem Digitalpakt&#8216;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kiel (pm).<\/strong> Bildungsministerin Karin Prien hat den dritten Bericht zur IT-Ausstattung und Medienbildung an den schleswig-holsteinischen Schulen vorgelegt. Er basiert auf Daten von gut 88 Prozent der Schulen, das entspricht 704 von 797 Schulen. &#8222;Es gibt einen positiven Trend: Die IT-Ausstattung der Schulen verbessert sich langsam. Das zeigen die aktuellen Zahlen \u00fcber Internetanschl\u00fcsse, fest installierten WLAN und Medienkonzepte&#8220;, sagte die Ministerin am 10. Dezember in Kiel.<\/p>\n<p>So habe sich der Anteil der schnellen Internetanschl\u00fcsse von 29,7 Prozent (2016) auf 51,3 Prozent erh\u00f6ht. Auch fest installiertes WLAN wird an 77 Prozent der Schulen bereitgestellt (2016: 63 Prozent). Konzeptionell verankert sei die Medienbildung mittlerweile an knapp 80 Prozent der befragten Schulen. Ministerin Prien: &#8222;Der Bericht benennt zugleich den weiteren Bedarf der Schulen. Vieles davon haben wir mit unserem \u201aDigitalen Bildungspaket Schleswig-Holstein\u2019 bereits auf den Weg gebracht. Doch wir brauchen auch die Gelder aus dem Digitalpakt, der nach zweij\u00e4hrigem Vorlauf jetzt endlich kommen muss. Zeitliche Verz\u00f6gerungen mit Blick auf komplizierte Verhandlungen zu einer umfassenden Grundgesetz\u00e4nderung sind nicht gerechtfertigt. Jetzt muss die M\u00f6glichkeit gepr\u00fcft werden, den Digitalpakt auch ohne Grundgesetz\u00e4nderung umzusetzen.&#8220;<\/p>\n<p>Im Vergleich zur Befragung der schleswig-holsteinischen Schulen im Jahr 2016 gibt es in vielen Bereichen positive Entwicklungen:<\/p>\n<p>Internetanbindung der Schulen: Inzwischen verf\u00fcgen 51,3 Prozent der Schulen \u00fcber sehr schnelle Internetanschl\u00fcsse (VDSL, Kabel, Glasfaser). Um alle Schulen mit dieser Basisinfrastruktur zu versorgen, wird das Land den Schulen bis 2020 schnelle Breitbandanschl\u00fcsse auf Glasfaserbasis erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>WLAN: 77 Prozent der Schulen und damit drei Viertel der Schulen verf\u00fcgen \u00fcber WLAN zumindest in Teilen der Schule. Das ist gegen\u00fcber 2016 bei den allgemeinbildenden Schulen je nach Schulart ein Plus zwischen 8 und 15 Prozent. Den gr\u00f6\u00dften Sprung haben die berufsbildenden Schulen gemacht: Dort gibt es eine Steigerung von 77, 8 Prozent in 2016 auf 100 Prozent in 2018.<\/p>\n<p>Ausstattung: Nahezu alle Schulen verf\u00fcgen \u00fcber unterrichtliche Netzwerke. Die Endger\u00e4te-Sch\u00fcler\/in-Relation hat sich seit 2016 insgesamt leicht reduziert, was insbesondere an weniger Endger\u00e4ten in den Grundschulen liegt. An den Gemeinschaftsschulen und Gymnasien hat sich die Relation verbessert. Fast die H\u00e4lfte aller Endger\u00e4te wird in Computerr\u00e4umen genutzt. Es zeigt sich eine Entwicklung hin zu einer mobil einsetzbaren Endger\u00e4teausstattung &#8211; denn der Anteil der Tablets w\u00e4chst.<\/p>\n<p>Onlinesysteme f\u00fcr Kommunikation, Datenaustausch und Lernorganisation: Der Anteil der Schulen, die diese nutzen, ist von 57 Prozent auf 70,3 Prozent gestiegen. 59 Prozent davon arbeiten mit der vom Land bereitgestellten Kommunikationsplattform \u201eSchulCommSy\u201c &#8211; zum Austausch von Materialien oder zur (internen) Kommunikation zwischen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern sowie Lehrkr\u00e4ften.<\/p>\n<p>Wartung: Der Anteil der Anteil der Mitarbeiter\/-innen der Schultr\u00e4ger am Support hat sich seit 2014 von 17,8 Prozent auf 27,8 Prozent erh\u00f6ht. Dagegen sinkt der Anteil der Lehrerinnen und Lehrer leicht, die technischen Support leisten: von 40 Prozent auf 38 Prozent.<\/p>\n<p>Bring Your Own Device (BYOD): Der Anteil derweiterf\u00fchrenden und berufsbildenden Schulen, die diese Szenarien (Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nutzen private Ger\u00e4te wie Laptop, Tablet oder Smartphone) einf\u00fchren oder ausweiten m\u00f6chten, ist von 60 Prozent in 2016 auf 68 Prozent gestiegen.<\/p>\n<p>Medienbildung: Konzeptionell verankert ist die Einbindung von Medien an mittlerweile knapp 80 Prozent der befragten Schulen. 260 Schulen davon geben an, dass sie derzeit an ihren Medienkonzepten arbeiten (2014: 21, 2016: 122).<\/p>\n<p>Mit 79 Prozent sch\u00e4tzt der deutlich \u00fcberwiegende Teil f\u00fcr ihre Schule ein, dass die Mediennutzung hinter den M\u00f6glichkeiten zur\u00fcckbleibt. Als Begr\u00fcndung werden neben einer mangelhaften Ausstattung auch ein allgemeiner Zeitmangel sowie eine nicht ausreichende Qualifizierung der Lehrkr\u00e4fte angegeben. Dieses spiegelt sich auch im Bedarf f\u00fcr Lehrerfortbildungen sowohl im Bereich Technik als auch im Bereich Fachdidaktik wider, der von einer gro\u00dfen Mehrheit als \u00bbmittel\u00ab oder sogar \u00bbhoch\u00ab eingesch\u00e4tzt wird.<\/p>\n<p>Bildungsministerin Karin Prien: &#8222;Mit einer guten IT-Ausstattung schaffen wir den Rahmen f\u00fcr das Lehren und Lernen in der digitalen Schule. Denn ebenso wichtig wie die Technik ist es, die Lehrkr\u00e4ftefortbildung zu st\u00e4rken und Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern die notwendige Medienkompetenz zu vermitteln.&#8220; Eine Vorbildfunktion komme dabei den mittlerweile 130 digitalen Modellschulen zu, von denen seit diesem Jahr 26 Schulen auch Referenzschulen f\u00fcr das Lernen mit digitalen Medien im Fachunterricht sind. Ministerin Prien: &#8222;Hier gilt: Alle sollen von diesen positiven Beispielen lernen und sich miteinander vernetzen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p>Nach 2014 und 2016 folgt jetzt der dritte Bericht zur IT-Ausstattung und Medienbildung an Schulen. Teilgenommen an der Online-Umfrage haben 704 Schulen, im Jahr 2016 waren es 656 Schulen. Die Schulleiterinnen und Schulleitern gaben ihre R\u00fcckmeldungen zu 40 Fragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (pm). Bildungsministerin Karin Prien hat den dritten Bericht zur IT-Ausstattung und Medienbildung an den schleswig-holsteinischen Schulen vorgelegt. Er basiert auf Daten von gut 88 Prozent der Schulen, das entspricht 704 von 797 Schulen. &#8222;Es gibt einen positiven Trend: Die IT-Ausstattung der Schulen verbessert sich langsam. Das zeigen die aktuellen Zahlen \u00fcber Internetanschl\u00fcsse, fest installierten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9731,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jnews-multi-image_gallery":[],"jnews_single_post":[],"jnews_primary_category":[],"jnews_social_meta":[],"jnews_override_counter":[],"jnews_post_split":[],"footnotes":""},"categories":[94,74,93],"tags":[838],"class_list":["post-9730","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-deutschland","category-jugend-direkt","category-weltweit","tag-digitalisierung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9730","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9730"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9730\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9732,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9730\/revisions\/9732"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9731"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9730"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9730"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9730"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}