{"id":9669,"date":"2018-12-11T12:00:28","date_gmt":"2018-12-11T11:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=9669"},"modified":"2018-12-11T13:37:46","modified_gmt":"2018-12-11T12:37:46","slug":"ein-trockenes-dach-schuetzt-wertvolle-kunstwerke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/12\/11\/ein-trockenes-dach-schuetzt-wertvolle-kunstwerke\/","title":{"rendered":"Ein trockenes Dach sch\u00fctzt wertvolle Kunstwerke"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00f6lln (pm).<\/strong> In diesem Jahr unterst\u00fctzt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) erstmals Restaurierungsma\u00dfnahmen an der St. Nicolaikirche in M\u00f6lln. Heute, am Dienstag, 11. Dezember 2018, um 11 Uhr \u00fcberbringt Susanne Backhaus, Ortskuratorin M\u00f6lln der DSD, bei einem Pressetermin vor Ort einen symbolischen F\u00f6rdervertrag \u00fcber 32.000 Euro f\u00fcr die dringend gewordenen Dacharbeiten an der S\u00fcdseite der Kirche an Pastor Matthias Lage.<\/p>\n<p>Die stadtbildpr\u00e4gende St. Nicolaikirche liegt weithin sichtbar auf dem Eichberg \u00fcber M\u00f6lln. Erstmals erw\u00e4hnt wird sie 1217 in einer Urkunde. Chor, Westturm und das Hauptschiff waren wohl bis 1250 als dreischiffige Pfeilerbasilika im Stil der Backsteinromanik abgeschlossen. Im 15. Jahrhundert wurde das S\u00fcdschiff gleichfalls mit gemauerten Gew\u00f6lben und h\u00f6lzernem Dachstuhl gotisch erweitert. Ebenfalls wurde die Apsis vergr\u00f6\u00dfert und gotische Fenster eingebaut. 1497 baute man im Osten die Taufkapelle und die urspr\u00fcnglich doppelst\u00f6ckige Sakristei an. 1896 wurde die Kirche grundlegend saniert und sp\u00e4tere Umbauten wieder entfernt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_9670\" aria-describedby=\"caption-attachment-9670\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/SH_Moelln-StNikolai_Mittring.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-9670\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/SH_Moelln-StNikolai_Mittring-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/SH_Moelln-StNikolai_Mittring-300x225.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/SH_Moelln-StNikolai_Mittring-80x60.jpg 80w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/SH_Moelln-StNikolai_Mittring-265x198.jpg 265w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/SH_Moelln-StNikolai_Mittring.jpg 546w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-9670\" class=\"wp-caption-text\">Foto: denkmalschutz.de<\/figcaption><\/figure>\n<p>Im Kircheninneren sind wertvolle Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert mit Darstellungen aus der Jakobslegende \u2013 Kr\u00f6nung eines Pilgerpaars \u2013 und der Nikolauslegende \u2013 Rettung der Seefahrer \u2013 zu sehen. Das \u00e4lteste Ausstattungsst\u00fcck, wohl aus der Erbauungszeit der Kirche, ist ein Sandsteinsockel gotl\u00e4ndischer Herkunft aus der Zeit um 1200. Die wohl \u00e4lteste Steinplastik im Lauenburgischen stellt das Leben der Heiligen Drei K\u00f6nige dar. Bedeutend ist das Epitaph des M\u00f6llner B\u00fcrgermeisters Godeke Engels von 1578 wegen der \u00e4ltesten Stadtansicht M\u00f6llns. Der Marienschrein rechts vom Eingang aus der Zeit um 1450 ist vermutlich eine L\u00fcbecker Arbeit. Ebenfalls aus L\u00fcbecker Werkst\u00e4tten kommen das Triumphkreuz und das Bronzetaufbecken aus dem Jahr 1509. Die imposante barocke Kanzel von 1742 und der vom B\u00fcrgermeister Andreas Kahl gestiftete Altar von 1739 sind weitere sehenswerte St\u00fccke. Die Kirche verf\u00fcgt \u00fcber eine Reihe von Kastengest\u00fchlen aus nachreformatorischer Zeit, etwa den Stecknitzfahrerstuhl von 1576.<\/p>\n<p>Als national bedeutend hat man die Kirche jedoch aufgrund der Scherer-B\u00fcnting-Orgel hinter dem barocken Orgelsprospekt von 1771 eingestuft. Sie schuf der Hamburger Orgelbaumeister Jacob Scherer 1558 als Auftragsarbeit f\u00fcr den Magistrat der Stadt. Heute noch sind 162 Originalpfeifen aus dem 16. Jahrhundert erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6lln (pm). In diesem Jahr unterst\u00fctzt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) erstmals Restaurierungsma\u00dfnahmen an der St. Nicolaikirche in M\u00f6lln. Heute, am Dienstag, 11. 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