{"id":9616,"date":"2018-12-07T08:39:48","date_gmt":"2018-12-07T07:39:48","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=9616"},"modified":"2018-12-07T08:39:48","modified_gmt":"2018-12-07T07:39:48","slug":"kruemmel-letzter-historischer-spaziergang-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/12\/07\/kruemmel-letzter-historischer-spaziergang-2018\/","title":{"rendered":"Kr\u00fcmmel: letzter historischer Spaziergang 2018"},"content":{"rendered":"<p><strong>Geesthacht (pm).<\/strong> Am Sonnabend, 15. Dezember 2018, veranstaltet der F\u00f6rderkreis Industriemuseum Geesthacht einen Historischen Spaziergang im Bereich des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (GKSS). Das Thema laut \u201eHightech und Ruinen\u201c. Treffpunkt ist die Pforte des Helmholtz-Zentrums mit Zugang von der B 5.<\/p>\n<p>Los geht es von 14 bis zirka 16 Uhr. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Aufgrund einer begrenzten Teilnehmerzahl, wird um eine Anmeldung unter 04152\/8877840 gebeten.<br \/>\nEs wird nur zur\u00fcckgerufen, wenn ein Spaziergang ausgebucht ist.<\/p>\n<p>Auf dem Gel\u00e4nde der ehemaligen Dynamitfabrik Kr\u00fcmmel\/Geesthacht, im Bereich des Helmholtz-Zentrums, wird Reinhard Parchmann die Besucher zu verschiedenen Geb\u00e4uderesten der letzten Fabrikanlagen, gegr\u00fcndet von Alfred Nobel, f\u00fchren. Dieses Gel\u00e4nde, das unmittelbar an das Kernkraftwerk Kr\u00fcmmel grenzt, vermittelt einen Einblick in die Zeit, als hier &#8211; bis zum Kriegsende 1945 &#8211; gro\u00dfe Mengen verschiedener Sprengstoffe produziert wurden.<\/p>\n<p>Aus Unterlagen der Archivsammlung von Karl Gruber konnte die Lage aller noch vorhandenen Geb\u00e4udereste rekonstruiert werden. Dabei wurden anhand von Originalpl\u00e4nen viele verborgene \u00dcberreste aufgefunden und dokumentiert.<\/p>\n<p>Der Rundgang f\u00fchrt an verschiedenen Geb\u00e4uden vorbei, die mehrheitlich nach dem Krieg gesprengt wurden. Es sind jedoch noch vier Geb\u00e4ude erhalten geblieben, wovon eines als sogenannter Schlingerstand zur Erprobung von Bauteilen des Frachtschiffes NS Otto Hahn unter Seefahrtsbedingungen Verwendung fand. Ein Teil dieses Geb\u00e4udes wird heute vom Institut f\u00fcr K\u00fcstenforschung der Helmholtz-Zentrums genutzt. Erhalten ist zudem der ehemalige Lokschuppen, ein Aufenthaltsraum und das Geb\u00e4ude Nr. 735, das mit seiner Flachdachkonstruktion und dem Stahlbetonskelett ein typisches Bauwerk aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs ist.<\/p>\n<p>Der Spaziergang wird von Mitarbeitern der Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit des Helmholtz-Zentrums Geesthacht begleitet. Die Besucher erfahren, wie das Gel\u00e4nde heute f\u00fcr die aktuellen Schwerpunkte Werkstoff- und K\u00fcstenforschung von des Helmholtz-Zentrums genutzt wird.<\/p>\n<p>Da die meisten Geb\u00e4uderuinen nicht oder nur bedingt zug\u00e4nglich sind, haben sich in dem Waldgebiet rund um das Helmholtz-Zentrum verschiedene Tierarten angesiedelt, zum Beispiel Flederm\u00e4use und Wildschweine. Zudem hat sich nach Jahrzehnten die Natur wieder &#8222;ihr&#8220; Terrain zur\u00fcckerobert, so dass im Sommer alle Ruinen unter einer gro\u00dfen gr\u00fcnen Decke aus Laub, B\u00fcschen und Gr\u00e4sern verschwinden. Aus diesem Grunde finden die Rundg\u00e4nge nur im Winterhalbjahr statt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geesthacht (pm). Am Sonnabend, 15. Dezember 2018, veranstaltet der F\u00f6rderkreis Industriemuseum Geesthacht einen Historischen Spaziergang im Bereich des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (GKSS). Das Thema laut \u201eHightech und Ruinen\u201c. 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