{"id":9572,"date":"2018-12-05T05:24:07","date_gmt":"2018-12-05T04:24:07","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=9572"},"modified":"2018-12-06T08:11:20","modified_gmt":"2018-12-06T07:11:20","slug":"berkenthin-unachtsamkeit-des-schiffsfuehrers-fuehrte-zu-weiterfahrverbot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/12\/05\/berkenthin-unachtsamkeit-des-schiffsfuehrers-fuehrte-zu-weiterfahrverbot\/","title":{"rendered":"Berkenthin: Unachtsamkeit des Schiffsf\u00fchrers f\u00fchrte zu Weiterfahrverbot"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berkenthin (pm).<\/strong> Mit 85 Meter L\u00e4nge w\u00e4re die Schleusenkammer eigentlich wirklich lang genug f\u00fcr das Binnenmotorschiff. Eine kurze Fahrl\u00e4ssigkeit hatte jedoch unangenehme Folgen f\u00fcr den Schiffsf\u00fchrer.<\/p>\n<p>Beladen mit zirka 750 Tonnen Kiesschlacke befand sich ein knapp 72 Meter langes G\u00fctermotorschiff am Freitagnachmittag (30.11.2018) auf seiner Reise von Salzgitter nach L\u00fcbeck auf dem Elbe-L\u00fcbeck-Kanal (ELK). Gegen 15.30 wurde das G\u00fctermotorschiff (GMS) in Talfahrt in die Schleuse Berkenthin gesteuert &#8211; eine von sieben Schleusen dieser 62 Kilometer langen Wasserstra\u00dfe.<\/p>\n<p>Gegen 15.30 Uhr wurde das Wasserschutzpolizeirevier L\u00fcbeck in Travem\u00fcnde von dem Schleusenw\u00e4rter angerufen. Den Beamten wurde mitgeteilt, dass das GMS mit seinen Ruderbl\u00e4ttern auf dem Drempel des bergseitigen Schleusentores aufgelegen habe. Beim Hinunterrutschen von dem Drempel sei das Steuerbordruderblatt des GMS sodann abgebrochen, weshalb dem Schiffsf\u00fchrer zun\u00e4chst die Weiterfahrt untersagt worden sei.<\/p>\n<p>Bei Eintreffen der Funkwagenbesatzung der Wasserschutzpolizei in der Schleusenanlage lag das beschriebene Schiff im Unterwasser der Schleuse an einem Dalben. Die Beamten stellten fest, dass das abgebrochene Steuerbordruderblatt gl\u00fccklicherweise an einer Sicherungskette gehangen hatte und mittels des Schiffskrans wieder an Deck gezogen werden konnte.<\/p>\n<p>Aufgrund der Tatsache, dass dem Schiff trotz des fehlenden Steuerbordruderblattes immer noch das Mittschiffsruder und das Backbordruder zur Verf\u00fcgung standen, konnte f\u00fcr den Schiffsf\u00fchrer am 1. Dezember 2018 nach mehreren erfolgreichen Tests das Weiterfahrverbot um 11 Uhr f\u00fcr die Strecke bis in den L\u00fcbecker Klughafen aufgehoben werden.<\/p>\n<p>Die Weiterfahrt zu dem angestrebten Spezialterminal f\u00fcr Sch\u00fctt- und Masseng\u00fcter auf der Trave, wo die Kiesschlacke gel\u00f6scht werden soll, wurde f\u00fcr das GMS nach R\u00fccksprache mit den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden nur mit Schlepperbegleitung gestattet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berkenthin (pm). Mit 85 Meter L\u00e4nge w\u00e4re die Schleusenkammer eigentlich wirklich lang genug f\u00fcr das Binnenmotorschiff. Eine kurze Fahrl\u00e4ssigkeit hatte jedoch unangenehme Folgen f\u00fcr den Schiffsf\u00fchrer. Beladen mit zirka 750 Tonnen Kiesschlacke befand sich ein knapp 72 Meter langes G\u00fctermotorschiff am Freitagnachmittag (30.11.2018) auf seiner Reise von Salzgitter nach L\u00fcbeck auf dem Elbe-L\u00fcbeck-Kanal (ELK). 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