{"id":9413,"date":"2018-11-30T10:37:55","date_gmt":"2018-11-30T09:37:55","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=9413"},"modified":"2018-11-30T10:37:55","modified_gmt":"2018-11-30T09:37:55","slug":"hohenhorn-sanierung-von-st-nikolai-abgeschlossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/11\/30\/hohenhorn-sanierung-von-st-nikolai-abgeschlossen\/","title":{"rendered":"Hohenhorn: Sanierung von St. Nikolai abgeschlossen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hohenhorn (pm).<\/strong> Es ist der dritte und damit letzte Bauabschnitt der Sanierungsarbeiten an die St.-Nikolai-Kirche in Hohenhorn und umfasst die Restauration der historischen Fenster. Nach dem Kirchturm in den Jahren (430.000 Euro), dem Kirchenschiff, der Orgelrestaurierung und der Neueindeckung des Schiefer-Daches (460.000 Euro) wurden nun die Kirchenfenster fachm\u00e4nnisch saniert. Diese letzte Ma\u00dfnahme kostet 78.000 Euro.<\/p>\n<p>Professor Dr. Paul Georg Lankisch von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) \u00fcberreichte der Kirchengemeinde jetzt einen symbolischen zweiten Scheck (der erste war bereits im Jahr 2016 mit 50.000 Euro f\u00fcr das Kirchendach) in H\u00f6he von 15.000 Euro. Die Stiftung kann dank Spenden und Mittel der Gl\u00fccksSpirale, und der Rentenlotterie von Lotto Sanierungen dieser Art unterst\u00fctzen. Weitere F\u00f6rderer der Kirchenfenstersanierung sind der Kirchenkreis L\u00fcbeck-Lauenburg mit 10.000 Euro, die Rudolf-Dankwardt-Stiftung mit 15.000 Euro, die Agnes Gr\u00e4fe Stiftung mit 10.000 Euro sowie die Nordkirche mit 2.500 Euro. Die Gesamtsumme der Kirchensanierung, die im Jahr 2014 startete, bel\u00e4uft sich somit auf 966.000 Euro.<\/p>\n<p>\u201eWir sind der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und allen unseren Spendern sehr dankbar\u201c, freut sich Pastorin Christel R\u00fcder. St. Nikolai sei ein historischer Schatz und trage das kirchliche Leben von Jahrhunderten in sich. \u201eIch bin froh und gl\u00fccklich, dass die Sanierung nun fast abgeschlossen ist. Damit ist mein pers\u00f6nliches Ziel erf\u00fcllt, dass diese Kirche auch in hundert Jahren noch Menschen sammeln und st\u00e4rken kann\u201c, so die Pastorin. Helmut Schlingemann, Architekt in Ruhestand und ehrenamtlicher Unterst\u00fctzer der Sanierung, sagt: \u201eJetzt kommt endlich wieder Licht in die Kirche und verleiht dem frischen Klassizismus neue Klarheit\u201c.<\/p>\n<p>Die letzten Monate waren Corinna Hempel vom Glaskunstatelier Hempel und ihr Kollege Jens Meyer-Urban damit besch\u00e4ftigt, die Fenster im Ganzen oder in Teilen samt Bleinetz aus den Rahmen zu nehmen und in der Werkstatt in Feinarbeit zu restaurieren. \u201eInsgesamt 24 Fenster haben wir bearbeitet\u201c, so Corinna Hempel, Glasmalerin und Kunstmalerin in einer Person. Bei den Eichenholzrahmen mussten schadhafte Bereiche an den Unterseiten, die sich als sehr marode herausstellten, neu tischlerm\u00e4\u00dfig erg\u00e4nzt werden. \u201eUnd wir haben festgestellt, dass die Bleinetze aus verschiedenen Zeiten stammen\u201c, informiert Hempel. So hatten einige der Fenster ein relativ junges Bleinetz aus den 1950er Jahren \u201eDas war sehr schadhaft. Aber damals nach dem Krieg wurde oft aus Materialmangel nur d\u00fcnn verbleit\u201c. So war es oft gebrochen und von vorherigen Ausbesserungsversuchen stark mit Silikon verfugt. Andere Fenster mit Bleiverglasungen aus der Jugendstilzeit und \u201edickem, gutem Blei\u201c h\u00e4tten nicht diese starken M\u00e4ngel aufgewiesen. \u201eSchlussendlich ben\u00f6tigten wir pro Fenster eine Woche Arbeitszeit\u201c.<\/p>\n<p>Nun werden noch die letzten Malerarbeiten erledigt, dann ist die Sanierung der St.-Nikolai-Kirche abgeschlossen.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p>Georg Wilhelm Timmermann erbaute den n\u00fcchtern sp\u00e4tklassizistischen Ziegelbau von 1825 bis 1827. Carl August Wilhelm Lohmeyer bereicherte den Bau 1867 durch einen schlanken neogotischen Westturm. Die einheitliche Erstausstattung, zu der auch die Werkstattkopie eines Rubens-Gem\u00e4ldes mit der Beweinung Christi durch Maria und Johannes geh\u00f6rt, ist noch komplett vorhanden. Das vielleicht von dem Rubenssch\u00fcler Anthonis van Dyck auf Holz gemalte Altarbild zeigt die ungew\u00f6hnliche Geste, wie Maria einen einzelnen Dorn aus dem Kopf Christi herauszieht. Eine dendrochronologische Untersuchung hat unumstritten ergeben, dass es sich um eine zeitgen\u00f6ssische Kopie des Rubens-Gem\u00e4ldes handelt, das im Kunsthistorischen Museum in Wien h\u00e4ngt und mit dem es schon verwechselt wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hohenhorn (pm). Es ist der dritte und damit letzte Bauabschnitt der Sanierungsarbeiten an die St.-Nikolai-Kirche in Hohenhorn und umfasst die Restauration der historischen Fenster. Nach dem Kirchturm in den Jahren (430.000 Euro), dem Kirchenschiff, der Orgelrestaurierung und der Neueindeckung des Schiefer-Daches (460.000 Euro) wurden nun die Kirchenfenster fachm\u00e4nnisch saniert. Diese letzte Ma\u00dfnahme kostet 78.000 Euro. 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