{"id":9402,"date":"2018-11-30T07:32:20","date_gmt":"2018-11-30T06:32:20","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=9402"},"modified":"2018-12-02T09:48:13","modified_gmt":"2018-12-02T08:48:13","slug":"hoch-im-handwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/11\/30\/hoch-im-handwerk\/","title":{"rendered":"Hoch im Handwerk"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hamburg\/Herzogtum Lauenburg (pm)<\/strong>. W\u00e4hrend sich die Stimmung im Handwerk nach wie vor positiv entwickelt, tr\u00fcbt sie sich in der Wirtschaft insgesamt leicht ein. Laut Herbstbefragung von \u00fcber 2.000 Unternehmen in der Metropolregion Hamburg sehen 40,9 Prozent ihre gegenw\u00e4rtige Gesch\u00e4ftslage positiv. Die Einsch\u00e4tzungen der Zukunfts- und Exportaussichten sind verhaltener.<\/p>\n<p>Das Handwerk der Metropolregion Hamburg meldet nach wie vor ein anhaltendes Konjunkturhoch. 95 Prozent der befragten Handwerksunternehmen beurteilen ihre aktuelle Gesch\u00e4ftslage als gut oder zufriedenstellend. Damit hat sich die Gesch\u00e4ftslage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals sp\u00fcrbar verbessert. Mit Optimismus schaut das Handwerk auch in die nahe Zukunft: Rund drei Viertel der Betriebe gehen von einer unver\u00e4nderten Gesch\u00e4ftslage aus. Besonders gut wird das Gesch\u00e4ftsklima im Handwerk des nieders\u00e4chsischen Gebietsteils der Metropolregion Hamburg beurteilt. Spitzenreiter beim Gesch\u00e4ftsklimaindex ist das Ausbauhandwerk gefolgt vom Bauhauptgewerbe. \u201eDie hohe Nachfrage nach Bauleistungen pr\u00e4gt die Konjunktur im Handwerk weiterhin stark\u201c, sagt Andreas Katschke, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Handwerkskammer L\u00fcbeck. Der begrenzende Faktor sei jedoch der Fachkr\u00e4ftemangel. \u201eBetriebe k\u00f6nnen angesichts der zum Teil angespannten Fachkr\u00e4ftelage nicht so flexibel auf Auftr\u00e4ge reagieren, wie sie es eigentlich gerne m\u00f6chten\u201c, so Katschke weiter.<\/p>\n<p>In der aktuellen Herbstumfrage bewerten 40,9 Prozent der befragten Unternehmen ihre aktuelle Gesch\u00e4ftslage als \u201egut\u201c, 48,6 Prozent als \u201ebefriedigend\u201c und nur 10,6 Prozent als \u201eschlecht\u201c. Erneut liegt Mecklenburg-Vorpommern mit einer deutlich besseren Beurteilung vorn: Hier beurteilen 62,2 Prozent die Lage mit \u201egut\u201c. \u00dcberdurchschnittlich zufrieden ist aktuell das Baugewerbe, w\u00e4hrend sich im Verkehrsgewerbe das Klima eingetr\u00fcbt hat.<\/p>\n<p>Die Investitionspl\u00e4ne der Unternehmen liegen fast unver\u00e4ndert weiter auf einem hohen Niveau. 32,1 Prozent planen zus\u00e4tzliche Investitionen im Inland und \u00fcber die H\u00e4lfte der Unternehmen m\u00f6chten unver\u00e4ndert investieren.<\/p>\n<p>Auch bei der Frage nach der Personalplanung planen zwei Drittel der Unternehmen mit einer gleichbleibenden Besch\u00e4ftigtenzahl. 21,6 Prozent streben eine Erh\u00f6hung ihres Personalbestandes an, nur 12,7 Prozent rechnen mit einer Reduzierung.<\/p>\n<p>Die Erwartungen an die Gesch\u00e4ftslage in den kommenden zw\u00f6lf Monaten gehen leicht zur\u00fcck. Rund zwei von drei Unternehmen (67 Prozent) gehen von einer etwa gleichbleibenden Gesch\u00e4ftslage in den kommenden zw\u00f6lf Monaten aus. 16,6 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten \u201eeher g\u00fcnstige\u201c Entwicklungen; Im vergangenen Herbst waren es noch 18,7 Prozent. Einen \u201eeher ung\u00fcnstigeren\u201c Gesch\u00e4ftsverlauf erwarten 1,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.<\/p>\n<p>Die vergleichsweise moderatesten Erwartungen haben die befragten Unternehmen aus Niedersachsen: Hier erwarten nur 14,5 Prozent g\u00fcnstige Bedingungen. Maike Bielfeldt, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Industrie- und Handelskammer Stade f\u00fcr den Elbe-Weser-Raum zu dieser Entwicklung: &#8222;Die Zufriedenheit bleibt auf einem hohen Niveau. Allerdings wird es zunehmend schwieriger, geeignete Fachkr\u00e4fte zu finden. Brexit, Handelskonflikte sowie steigende Energie- und Rohstoffpreise lassen die Unternehmen zur\u00fcckhaltender nach vorne blicken.\u201c<\/p>\n<p>Auch die Einsch\u00e4tzung der Exportaussichten ist verhaltener geworden. F\u00fcr die kommenden zw\u00f6lf Monate erwarten noch 24,8 Prozent der antwortenden Unternehmen ein zunehmendes Exportgesch\u00e4ft. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein R\u00fcckgang um 5 Prozentpunkte.<\/p>\n<p>Die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern der Metropolregion Hamburg befragen regelm\u00e4\u00dfig mindestens zweimal im Jahr ihre Mitgliedsunternehmen nach ihrer aktuellen Gesch\u00e4ftslage und bitten um eine Einsch\u00e4tzung f\u00fcr die kommenden Monate. Daraus ermitteln sie das Gesch\u00e4ftsklima. An der aktuellen Befragung nahmen 1443 Unternehmen aus der gewerblichen Wirtschaft sowie 741 Handwerksbetriebe teil.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg\/Herzogtum Lauenburg (pm). 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