{"id":9224,"date":"2018-11-25T12:14:14","date_gmt":"2018-11-25T10:14:14","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=9224"},"modified":"2018-11-25T12:14:14","modified_gmt":"2018-11-25T10:14:14","slug":"ende-der-zeitumstellung-bundesrat-warnt-vor-nationalen-alleingaengen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/11\/25\/ende-der-zeitumstellung-bundesrat-warnt-vor-nationalen-alleingaengen\/","title":{"rendered":"Ende der Zeitumstellung: Bundesrat warnt vor nationalen Alleing\u00e4ngen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin (pm).<\/strong> Angesichts der geplanten Abschaffung der Zeitumstellung durch die Europ\u00e4ische Kommission warnt der Bundesrat vor dauerhaften Zeitunterschieden zwischen Deutschland und seinen Nachbarstaaten. Sie k\u00f6nnten den grenz\u00fcberschreitenden Austausch beeintr\u00e4chtigen und h\u00e4tten negative Auswirkungen f\u00fcr den internationalen Handel, Verkehr und Logistik, hei\u00dft es in der am 23. November 2018 beschlossenen Stellungnahme zu dem Richtlinienvorschlag. Auch die grenz\u00fcberschreitenden Pendlerinnen und Pendler w\u00e4ren betroffen.<\/p>\n<p><strong>Keine Zeitinseln in Europa<\/strong><\/p>\n<p>Isolierte Zeitinseln in Europa m\u00fcssten vermieden werden, unterstreicht der Bundesrat. Die Kommission sollte die Umstellung deshalb st\u00e4rker koordinieren.<br \/>\nBundesregierung soll sich mit Nachbarstaaten abstimmen<\/p>\n<p>Au\u00dferdem fordert er die Bundesregierung auf, die Entscheidung \u00fcber die zuk\u00fcnftige Standardzeit in Deutschland in enger Abstimmung mit den Nachbarstaaten zu treffen.<\/p>\n<p><strong>Winter- oder Sommerzeit: EU-L\u00e4nder entscheiden selbst<\/strong><\/p>\n<p>Geht es nach der EU-Kommission, dann w\u00fcrde die Zeit am 31. M\u00e4rz 2019 zum letzten Mal \u00fcberall in Europa umgestellt. Mitgliedstaaten, die dauerhaft zur Winterzeit zur\u00fcckkehren wollen, k\u00f6nnten die Uhr am 27. Oktober 2019 noch einmal umstellen. Damit legt die Kommission es in die Hand der Mitgliedstaaten, sich zwischen Sommer- und Winterzeit zu entscheiden. Um eine koordinierte \u00c4nderung zu gew\u00e4hrleisten, soll ihr jedes Land bis April 2019 mitteilen, welche Zeit es dauerhaft m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Der von der Kommission beabsichtigte Zeitplan geht allerdings nur auf, wenn das Europ\u00e4ische Parlament und der Rat den Vorschlag der Kommission sp\u00e4testens im M\u00e4rz 2019 annehmen.<\/p>\n<p><strong>Vorangegangen: EU-weite Online-Befragung<\/strong><\/p>\n<p>Die Zeitumstellung steht schon lange in der Kritik. \u00dcber eine <a href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/09\/01\/umfrage-zur-sommerzeit-84-prozent-der-teilnehmer-sind-fuer-die-abschaffung-der-zeitumstellung-in-der-eu\/\">Online-Umfrage<\/a> hatte die Kommission den B\u00fcrgern im Sommer Gelegenheit gegeben, sich f\u00fcr die Beibehaltung der Sommerzeit oder f\u00fcr die Abschaffung der zweimal j\u00e4hrlich stattfindenden Zeitumstellung auszusprechen. An der Umfrage haben 4,6 Millionen Menschen teilgenommen, ein Rekordergebnis. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Antworten kam mit 3,8 Prozent aus Deutschland. Im Ergebnis sprachen sich 84 Prozent der Befragten f\u00fcr die Abschaffung der Zeitumstellung aus. Die Kommission kam deshalb zu dem Schluss, dass die Entscheidung \u00fcber Sommer- bzw. Winterzeit den Mitgliedstaaten obliegen sollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (pm). Angesichts der geplanten Abschaffung der Zeitumstellung durch die Europ\u00e4ische Kommission warnt der Bundesrat vor dauerhaften Zeitunterschieden zwischen Deutschland und seinen Nachbarstaaten. Sie k\u00f6nnten den grenz\u00fcberschreitenden Austausch beeintr\u00e4chtigen und h\u00e4tten negative Auswirkungen f\u00fcr den internationalen Handel, Verkehr und Logistik, hei\u00dft es in der am 23. November 2018 beschlossenen Stellungnahme zu dem Richtlinienvorschlag. 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