{"id":87887,"date":"2026-10-22T09:18:39","date_gmt":"2026-10-22T08:18:39","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=87887"},"modified":"2026-10-22T09:18:39","modified_gmt":"2026-10-22T08:18:39","slug":"jugenduntersuchungen-zu-wenig-genutzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/10\/22\/jugenduntersuchungen-zu-wenig-genutzt\/","title":{"rendered":"Jugenduntersuchungen zu wenig genutzt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong>\u00a0Im Kreis Herzogtum Lauenburg werden die Jugenduntersuchungen nach wie vor zu wenig genutzt: Nur etwa jeder sechste Teenager nimmt die Gesundheits-Checks f\u00fcr Jugendliche wahr. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest hervor. Insgesamt nutzten nur 15,5 Prozent der AOK-versicherten Jugendlichen im Alter zwischen zw\u00f6lf und 17 Jahren die medizinischen Checks, die von der AOK NordWest f\u00fcr ihre Versicherten kostenfrei angeboten werden. Im Vorjahr waren es 14,3 Prozent. \u201eDas Niveau der Inanspruchnahme ist einfach zu gering. Dabei leisten Jugenduntersuchungen einen wichtigen Beitrag zur k\u00f6rperlichen und seelischen Gesundheit und sind genauso wichtig wie die Untersuchungen f\u00fcr Babys und Kleinkinder. Wir appellieren daher dringend an alle Eltern, ihre Kinder zu diesen wichtigen Vorsorgeuntersuchungen zu motivieren\u201c, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.<\/p>\n<p>Mit den Jugenduntersuchungen geht es nach den U-Untersuchungen weiter<\/p>\n<p>Nach den bekannten U-Untersuchungen f\u00fcr Kinder werden die sogenannten Jugenduntersuchungen angeboten, denn die Entwicklung ist auch als Jugendlicher nicht abgeschlossen. Die AOK als gr\u00f6\u00dfte gesetzliche Krankenkasse in Schleswig-Holstein schreibt alle bei ihr versicherten Jugendlichen sogar pers\u00f6nlich an und weist auch auf verschiedenen digitalen Kan\u00e4len auf die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen gezielt hin. Die J1 f\u00fcr Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren geh\u00f6rt zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. W\u00e4hrend im Jahr 2025 immerhin 23,9 Prozent der Jugendlichen zumindest diese Untersuchung genutzt haben, nahmen nur 5,4 Prozent die J2 wahr, die die AOK NordWest als besondere Mehrleistung f\u00fcr ihre Versicherten im Alter zwischen 16 und 17 bezahlt.<\/p>\n<p>Jugenduntersuchungen: Warum sie genutzt werden sollten<\/p>\n<p>\u201eNeben den Ver\u00e4nderungen in der Pubert\u00e4t geht es bei den Jugenduntersuchungen um die Fr\u00fcherkennung von Krankheiten\u201c, so Wunsch. Im Rahmen der J1 werden Gr\u00f6\u00dfe, Gewicht und der Impfstatus sowie Blut und Harn \u00fcberpr\u00fcft. Bei der k\u00f6rperlichen Untersuchung kl\u00e4rt die \u00c4rztin oder der Arzt die pubert\u00e4ren Entwicklungsstadien sowie den Zustand der Organe, des Skelettsystems und der Sinnesfunktionen ab. Fehlhaltungen aufgrund von Wachstumssch\u00fcben sowie chronische Krankheiten k\u00f6nnen fr\u00fchzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden. Auch auf eventuelle Hautprobleme und Essst\u00f6rungen wie Magersucht oder \u00dcbergewicht wird eingegangen. Au\u00dferdem wird auf Allergien geachtet, die f\u00fcr die sp\u00e4tere Berufswahl wichtig sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Jugenduntersuchung J2 zielt zus\u00e4tzlich unter anderem auf das Erkennen von Pubert\u00e4ts- und Sexualit\u00e4tsst\u00f6rungen, Haltungsst\u00f6rungen und Diabetes-Risiko ab. Zu den Terminen sollten die elektronische Gesundheitskarte und der Impfpass mitgebracht werden.<\/p>\n<p>Vertraulich: Ohne Eltern zum Arzt<\/p>\n<p>Beide Untersuchungen bieten neben einem Gesundheits-Check auch immer die Chance, ausf\u00fchrlich mit der \u00c4rztin oder dem Arzt zu sprechen. Denn in dem Alter ist es wichtig, nicht nur die k\u00f6rperliche Entwicklung zu kontrollieren, sondern auch \u00fcber die geistigen und sozialen Kompetenzen sowie eine gesundheitsf\u00f6rdernde Lebensf\u00fchrung zu beraten. Das pers\u00f6nliche Gespr\u00e4ch ist selbstverst\u00e4ndlich vertraulich und h\u00e4ufig eine Premiere, denn bis zu den Jugenduntersuchungen sind \u00fcblicherweise die Eltern beim Kinderarzt mit dabei. Zu beiden Jugenduntersuchungen k\u00f6nnen die Jugendlichen dann auch allein gehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm).\u00a0Im Kreis Herzogtum Lauenburg werden die Jugenduntersuchungen nach wie vor zu wenig genutzt: Nur etwa jeder sechste Teenager nimmt die Gesundheits-Checks f\u00fcr Jugendliche wahr. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest hervor. 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