{"id":8711,"date":"2018-11-08T06:24:25","date_gmt":"2018-11-08T04:24:25","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=8711"},"modified":"2018-11-09T08:55:31","modified_gmt":"2018-11-09T06:55:31","slug":"ein-hilfreicher-dienst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/11\/08\/ein-hilfreicher-dienst\/","title":{"rendered":"Ein hilfreicher Dienst"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ratzeburg (pm).<\/strong> Wer im Krankenhaus liegt, sehnt sich mitunter nach Zuwendung: Ein kurzes Gespr\u00e4ch, ein liebevoller H\u00e4ndedruck, ein tr\u00f6stendes Wort, hin und wieder auch ein Gebet oder ein Segen. Damit sprechen die Ehrenamtlichen des Besuchsdienstes im DRK-Krankenhaus M\u00f6lln-Ratzeburg den Patienten bei ihren Besuchen Mut zu und schenken Freude.<\/p>\n<p>Die Pflegedirektorin des DRK-Krankenhauses M\u00f6lln-Ratzeburg Wiebke Hargens, damals Pflegedienstleitung, w\u00fcnschte sich vor 30 Jahren einen Besuchsdienst f\u00fcr das Wilhelm-Augusta-Krankenhaus, wie sie ihn an der Uni-Klinik Kiel kennengelernt hatte. Sie wusste um die Bedeutung dieses Dienstes, der den Patienten gut tut und auch den Pflegekr\u00e4ften hilft. \u201eBereits damals hatten Pflegekr\u00e4fte wenig Zeit, intensive Gespr\u00e4che mit den Patienten zu f\u00fchren oder eine Kleinigkeit zu besorgen\u201c, erinnert sich Wiebke Hargens. \u201eIn Kiel hatte ich erlebt, dass genau das f\u00fcr die Patienten hilfreich war.\u201c<\/p>\n<p>In Renate Augustin, Leiterin der Evangelischen Frauenhilfe in Ratzeburg, fand sie schnell eine Netzwerkpartnerin, mit der ein Besuchsdienst zun\u00e4chst nur mit Frauen aus der Evangelischen Frauenhilfe und Ehefrauen von Pastoren aus Ratzeburg und Umgebung aufgebaut werden konnte. Einmal in der Woche gingen und gehen seitdem jeweils zwei Frauen in gr\u00fcn-wei\u00dfen Kitteln auf die Stationen, um Patienten zu besuchen. Zum Abschied erhalten die, die m\u00f6chten, f\u00fcr ihren Nachttisch eine kleine Gru\u00dfkarte mit einem Bibelspruch. Alles kleine Aufmerksamkeiten, die gro\u00dfe Wirkung erzielen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Etwa 20 Jahre lang wurde der Besuchsdienst ehrenamtlich gef\u00fchrt und bis vor drei Jahren bezahlte die Evangelische Frauenhilfe alles Material zum Verteilen. Au\u00dferdem gaben die Ratzeburger Kirchengemeinden einen Zuschuss f\u00fcr die Arbeit des Besuchsdienstes. Vor etwa zehn Jahren richtete der Kirchenkreis L\u00fcbeck-Lauenburg eine halbe Pfarrstelle f\u00fcr die Seelsorge im DRK-Krankenhaus ein, die zuerst von Pastorin Kerstin Engel-Runge ausgef\u00fcllt wurde. Vor etwa zwei Jahren folgte ihr Pastorin Friederike Praetorius. Sie sagt: \u201eDer Besuchsdienst ist eine gro\u00dfe Unterst\u00fctzung meiner Arbeit und ich freue mich \u00fcber seine Wertsch\u00e4tzung durch Kirchenkreis und Krankenhaus.\u201c Regelm\u00e4\u00dfig tauscht sie sich mit den Ehrenamtlichen bei Teamtreffen inklusive Kaffeetrinken aus und erf\u00e4hrt zwischendurch auch zeitnah von ihnen, ob es Patienten gibt, die besonderen Seelsorge-Bedarf haben. Einmal im Jahr f\u00e4hrt die Gruppe zu einem Besuchsdienst-Seminar, das vom Kloster N\u00fctschau angeboten wird.<\/p>\n<p>Die T\u00e4tigkeiten, was genau der Besuchsdienst f\u00fcr die Patienten leisten darf und was nicht, sind eindeutig beschrieben. In erster Linie sind es zwischenmenschliche und kommunikative Aufgaben, die der Besuchsdienst wahrnimmt. Pflegerische T\u00e4tigkeiten hingegen nicht. Ehrenamtliche und Pflegekr\u00e4fte sollen auch st\u00e4ndig im Dialog stehen, damit am Besuchstag u.a. m\u00f6gliche Besonderheiten bei den Patienten ber\u00fccksichtigt werden. Das pers\u00f6nlich gef\u00fchrte Gespr\u00e4ch kann dadurch an Tiefe gewinnen. Bei Menschen mit Demenz, einer Gruppe, die auch im Krankenhaus st\u00e4ndig zunimmt, kommt es hingegen weniger auf das gesprochene Wort an sondern vielmehr auf die geschenkte Aufmerksamkeit. \u201eDer Besuchsdienst ist f\u00fcr die Patienten wie auch f\u00fcr die Pflegekr\u00e4fte eine Entlastung\u201c, sagt Wiebke Hargens.<\/p>\n<p>Am 10. November stehen die Ehrenamtlichen des Besuchsdienstes im DRK-Krankenhaus M\u00f6lln-Ratzeburg einmal ganz deutlich im Blickpunkt: Mit geladenen G\u00e4sten wird ihr 30-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um gefeiert, auch, um allen ein herzliches Dankesch\u00f6n f\u00fcr ihren jahrzehntelangen Einsatz zu sagen. Mit dabei sein wird unter anderem Pr\u00f6pstin Frauke Eiben. \u201eKranke besuchen, ein Ohr und Zeit haben, Aufmerksamkeit geben, das ist ganz im Sinne Jesu\u201c, sagt Frauke Eiben. \u201eIch bin krank gewesen und ihr habt mich besucht.\u201c \u00a0Und \u201eWas ihr einem meiner geringsten Br\u00fcder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan\u201c, hat Jesus den Seinen mitgegeben.<\/p>\n<p>\u201eEin gro\u00dfes Dankesch\u00f6n und herzlichen Gl\u00fcckwunsch zum 30. Geburtstag des Besuchsdienstes am DRK-Krankenhaus in Ratzeburg\u00a0allen, die in diesen Jahren ein wichtiges Ehrenamt wahrgenommen haben\u201c, w\u00fcnscht Pr\u00f6pstin Eiben. \u201eGut, dass der Besuchsdienst das Evangelium aus diese Weise verk\u00fcndigt.\u201c<\/p>\n<p>Wer sich \u00fcber den Besuchsdienst und die ehrenamtlich gef\u00fchrte B\u00fccherei im DRK-Krankenhaus M\u00f6lln-Ratzeburg informieren m\u00f6chte, hat dazu am Sonntag, 11. November 2018 Gelegenheit. Einige Ehrenamtliche machen mit beim \u201eTag der offenen T\u00fcr\u201c von 11 bis 15 Uhr im DRK-Krankenhaus auf dem R\u00f6persberg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ratzeburg (pm). Wer im Krankenhaus liegt, sehnt sich mitunter nach Zuwendung: Ein kurzes Gespr\u00e4ch, ein liebevoller H\u00e4ndedruck, ein tr\u00f6stendes Wort, hin und wieder auch ein Gebet oder ein Segen. Damit sprechen die Ehrenamtlichen des Besuchsdienstes im DRK-Krankenhaus M\u00f6lln-Ratzeburg den Patienten bei ihren Besuchen Mut zu und schenken Freude. Die Pflegedirektorin des DRK-Krankenhauses M\u00f6lln-Ratzeburg Wiebke Hargens, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8712,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jnews-multi-image_gallery":[],"jnews_single_post":[],"jnews_primary_category":[],"jnews_social_meta":[],"jnews_override_counter":[],"jnews_post_split":[],"footnotes":""},"categories":[75,2],"tags":[1667,150],"class_list":["post-8711","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesundheit","category-startseite","tag-besuchsdienst","tag-drk-krankenhaus-moelln-ratzeburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8711","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8711"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8711\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8713,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8711\/revisions\/8713"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8712"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8711"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8711"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8711"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}