{"id":86564,"date":"2026-09-08T08:47:05","date_gmt":"2026-09-08T07:47:05","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=86564"},"modified":"2026-09-08T09:43:55","modified_gmt":"2026-09-08T08:43:55","slug":"st-marien-kirche-in-luebeck-schliesst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/09\/08\/st-marien-kirche-in-luebeck-schliesst\/","title":{"rendered":"St. Marien Kirche in L\u00fcbeck schlie\u00dft"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: large;\"><b>L\u00fcbeck (<\/b><b>p<\/b><b>m). <\/b>Noch einmal Reformationstag, noch einmal ein Sonntagsgottesdienst, dann schlie\u00dfen sich die T\u00fcren von St. Marien zu L\u00fcbeck f\u00fcr mindestens ein Jahr. Nach jahrelangen Vorplanungen beginnt am 2. November 2026 die umfassende Sanierung des Innenraums der L\u00fcbecker Altstadtkirche. \u201eWer St. Marien noch einmal in der heutigen Form erleben m\u00f6chte, sollte die Zeit nutzen, denn so wie jetzt wird unsere Kirche nie wieder aussehen\u201c, sagt Pastor Robert Pfeifer.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_86566\" aria-describedby=\"caption-attachment-86566\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-86566 size-full\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/St-Marien-Luebeck-Sanierung-2026-hfr-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"667\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/St-Marien-Luebeck-Sanierung-2026-hfr-1.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/St-Marien-Luebeck-Sanierung-2026-hfr-1-600x400.jpg 600w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/St-Marien-Luebeck-Sanierung-2026-hfr-1-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-86566\" class=\"wp-caption-text\">\u201eWer St. Marien noch einmal in der heutigen Form erleben m\u00f6chte, sollte die Zeit nutzen, denn so wie jetzt wird unsere Kirche nie wieder aussehen\u201c, sagt Pastor Robert Pfeifer. Foto: Lena Modrow, hfr<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-size: large;\"><b>29 Millionen Euro f\u00fcr die Zukunft<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Rund 29 Millionen Euro werden investiert. Die Baustelle wird das Innere noch \u00fcber Jahre pr\u00e4gen. \u201eWir stehen jetzt tats\u00e4chlich am Beginn einer Sanierung, die St. Marien grundlegend ver\u00e4ndern wird\u201c, sagt Pfeifer. F\u00fcr die Gemeinde bedeute das zun\u00e4chst Abschied von einem vertrauten Ort. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Der Zeitplan f\u00fcr den Abschied steht bereits fest. Am 31. Oktober wird in St. Marien der Reformationstag gefeiert. Einen Tag sp\u00e4ter, am Sonntag, 1. November 2026, gibt es den letzten regul\u00e4ren Gottesdienst vor der Schlie\u00dfung. Am Montag darauf beginnt offiziell die Bauphase.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\"><b>Eine 20 Meter hohe Wand im Kirchenraum<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Schon die Einrichtung der Baustelle wird un\u00fcbersehbar sein. An der Westseite entstehen Containerfl\u00e4chen und Absperrungen. Im Inneren werden zun\u00e4chst bewegliche Kunstgegenst\u00e4nde fachgerecht eingelagert, andere gesch\u00fctzt und eingehaust. Eine der auff\u00e4lligsten Ver\u00e4nderungen wird eine rund 20 Meter hohe Staubschutzwand zur S\u00fcdervorhalle sein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Ganz verschwinden soll die Baustelle dahinter allerdings nicht. Die Wand wird Fenster bekommen. \u201eDer Eingangsbereich soll weiter zug\u00e4nglich sein, damit interessierte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger einen Blick auf die Bauarbeiten werfen k\u00f6nnen\u201c, sagt Pfeifer. Die Sanierung einer der bedeutendsten L\u00fcbecker Kirchen soll damit zumindest in Ausschnitten sichtbar und nachvollziehbar bleiben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Bauabschnitte starten parallel<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Nach der \u00dcbergabe des Zuwendungsbescheids des Bundes k\u00f6nnen nun zwei gro\u00dfe Bauabschnitte parallel angegangen werden. In den Turmkapellen beginnt die Sanierung der Raumschale. Weitere Bereiche folgen: Mittel- und Seitenschiffe, S\u00fcdervorhalle, Totentanzkapelle und die Chorkapellen. Die markanteste Ver\u00e4nderung wird der R\u00fcckbau des Hochchors sein. Dieser Bereich soll k\u00fcnftig wieder auf dem historischen H\u00f6henniveau liegen. Hier rechnen die Verantwortlichen mit spannenden Funden. Das Team der Arch\u00e4ologie der Hansestadt L\u00fcbeck wird ebenfalls vor Ort sein &#8211; so wie in den vergangenen Monaten auch schon. \u201eWir haben ein gro\u00dfartiges Miteinander, die Zusammenarbeit macht richtig Spa\u00df\u201c, sagt Robert Pfeifer. <\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-size: large;\">Wir arbeiten uns abschnittsweise durch einen gro\u00dfen und hochkomplexen Kirchenraum\u201c, sagt Christine Johannsen, Architektin in St. Marien. Dabei gehe es nicht allein darum Sch\u00e4den an der Bausubstanz zu beheben. \u201eWir greifen stellenweise auch tief in die technische Infrastruktur der Kirche ein. Gleichzeitig haben wir es mit einem historischen Bauwerk zu tun, bei dem jeder Schritt sehr sorgf\u00e4ltig geplant und begleitet werden muss.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\"><b>Bauh\u00fctte nimmt den Fu\u00dfboden auf<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Besonders sichtbar wird das im zweiten Bauabschnitt. Der bestehende Fu\u00dfboden der Kirche wird aufgenommen. Zun\u00e4chst bergen die Mitarbeitenden der Kirchenbauh\u00fctte &#8211; bereits ab Anfang Oktober &#8211; die historischen Ziegelsteine. \u201eSie sollen gesichert und sp\u00e4ter wiederverwendet werden. Anschlie\u00dfend entfernt ein Abbruchunternehmen den darunterliegenden Bodenaufbau. Damit wird Platz f\u00fcr eine grundlegende technische Neuerung geschaffen: St. Marien erh\u00e4lt eine wassergef\u00fchrte Fu\u00dfbodenheizung. Die ben\u00f6tigte W\u00e4rme soll k\u00fcnftig aus erneuerbaren Energien stammen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\"><b>Gottesdienste ziehen in Briefkapelle<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">F\u00fcr die Gemeinde beginnt mit der Schlie\u00dfung eine \u00dcbergangszeit. Ab November sollen die regul\u00e4ren Sonntagsgottesdienste sowie zu Weihnachten zun\u00e4chst in der Briefkapelle stattfinden. Dort ist der Platz allerdings begrenzt. \u201eEs werden nur 70 Pl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stehen\u201c, sagt Pfeifer. Von Januar bis M\u00e4rz 2027 weicht die Mariengemeinde nach St. Jakobi aus. Dort sind jeweils sonnabends um 17 Uhr Gottesdienste vorgesehen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Etwa ein Jahr nach Beginn der Arbeiten k\u00f6nnte sich die Situation erneut \u00e4ndern. Dann soll St. Marien nach derzeitiger Planung in Teilen wieder zug\u00e4nglich werden. \u201eAber wenn wir danach wieder \u00f6ffnen, kommen die Menschen in eine Kirche, in der weiter gebaut wird. St. Marien wird \u00fcber mehrere Jahre ihr Gesicht ver\u00e4ndern\u201c, sagt Pfeifer. Bis die letzte Baustelle aus dem Kirchenraum verschwunden ist, wird es noch deutlich l\u00e4nger dauern. Christine Johannsen rechnet damit, dass die Sanierung des Innenraums bis Ende 2030, vielleicht aber auch erst im Jahr 2031 abgeschlossen werden kann.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L\u00fcbeck (pm). Noch einmal Reformationstag, noch einmal ein Sonntagsgottesdienst, dann schlie\u00dfen sich die T\u00fcren von St. Marien zu L\u00fcbeck f\u00fcr mindestens ein Jahr. Nach jahrelangen Vorplanungen beginnt am 2. 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