{"id":86225,"date":"2026-08-27T08:35:19","date_gmt":"2026-08-27T07:35:19","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=86225"},"modified":"2026-08-27T09:16:49","modified_gmt":"2026-08-27T08:16:49","slug":"stecknitz-camp-2026-acht-tage-die-mehr-veraendern-als-ein-schuljahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/08\/27\/stecknitz-camp-2026-acht-tage-die-mehr-veraendern-als-ein-schuljahr\/","title":{"rendered":"Stecknitz-Camp 2026: Acht Tage, die mehr ver\u00e4ndern als ein Schuljahr"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: large;\"><b>Krummesse (pm).<\/b> In Krummesse ist f\u00fcr acht Tage ein kleines Dorf entstanden. Rund um Zelte, Workshops, Arbeitseins\u00e4tze und gemeinsame Mahlzeiten lernen die Jugendlichen des achten Jahrgangs, Verantwortung f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr andere zu \u00fcbernehmen. Das Stecknitz-Camp der Stecknitz-Schule findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt \u2013 und ist l\u00e4ngst mehr als nur ein Schulprojekt.<\/span><\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-86227 size-full\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Camp-Stecknitzschule-hfr-1.jpg\" alt=\"Geschlafen wird in gro\u00dfen Zelten mit etwa zehn Jugendlichen. Foto: hfr\" width=\"1000\" height=\"750\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Camp-Stecknitzschule-hfr-1.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Camp-Stecknitzschule-hfr-1-600x450.jpg 600w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Camp-Stecknitzschule-hfr-1-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Seit dem 25. August leben die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler durchgehend in Krummesse, auch \u00fcber das Wochenende. Geschlafen wird in gro\u00dfen Zelten mit etwa zehn Jugendlichen. Der Tag beginnt morgens um sieben, sp\u00e4ter folgt die \u201eAfA&#8220; \u2013 die Arbeitsvermittlung im Camp. F\u00fcr \u00fcbernommene Aufgaben gibt es Stempel, mit denen sich beispielsweise besondere Aktivit\u00e4ten erm\u00f6glichen lassen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Schnell wird deutlich: Gemeinschaft entsteht nicht von allein. Es muss gekocht, eingekauft, gesp\u00fclt und Ordnung gehalten werden. Absprachen m\u00fcssen funktionieren, Konflikte gekl\u00e4rt und Aufgaben zuverl\u00e4ssig erledigt werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\"><b>Lernen durch Erleben<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Das Camp findet bewusst im achten Jahrgang statt \u2013 in einer Lebensphase, in der Selbstst\u00e4ndigkeit immer wichtiger wird. Die Jugendlichen bekommen nicht erkl\u00e4rt, was Verantwortung bedeutet. Sie erleben sie.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Sie organisieren sich in Gruppen, treffen Entscheidungen, \u00fcbernehmen Aufgaben und erfahren, dass das eigene Verhalten Auswirkungen auf andere hat. Solche Erfahrungen lassen sich kaum benoten, geh\u00f6ren aber zu den wichtigsten Lernprozessen \u00fcberhaupt. Selbstst\u00e4ndigkeit entsteht dort, wo junge Menschen merken: Es kommt auf mich an.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\"><b>Die Region wird zum Lernort<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Zweimal t\u00e4glich w\u00e4hlen die Jugendlichen \u00fcber die campinterne Arbeitsvermittlung Jobs oder Angebote. Dazu geh\u00f6ren handwerkliche und kreative Workshops, Sport, Medienprojekte und eine eigene Nachrichtensendung. Andere arbeiten in Betrieben oder bei Partnern aus der Umgebung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Mit Fahrr\u00e4dern geht es zu Unternehmen, Vereinen und weiteren Angeboten. Die Jugendlichen begegnen Menschen aus der Region, lernen Berufe kennen und entdecken M\u00f6glichkeiten direkt vor ihrer Haust\u00fcr.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Dabei entstehen auch Begegnungen zwischen Generationen. Schon nach dem ersten Camp gab es viele positive R\u00fcckmeldungen aus der Region. Gerade \u00e4ltere Menschen berichteten, wie sehr sie den Kontakt mit den Jugendlichen gesch\u00e4tzt h\u00e4tten. Aus einem Schulprojekt wird so ein St\u00fcck regionales Gemeinschaftsleben.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_86228\" aria-describedby=\"caption-attachment-86228\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-86228 size-full\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Camp-Stecknitzschule-hfr-2.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"739\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Camp-Stecknitzschule-hfr-2.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Camp-Stecknitzschule-hfr-2-600x443.jpg 600w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Camp-Stecknitzschule-hfr-2-768x568.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-86228\" class=\"wp-caption-text\">Lernen durch Erleben. Foto: hfr<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-size: large;\"><b>Verantwortung \u00fcber Jahrg\u00e4nge hinweg<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Auch Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des zehnten Jahrgangs \u00fcbernehmen Verantwortung. Sie betreuen Zelte, bieten Workshops an und unterst\u00fctzen die Achtkl\u00e4ssler im Alltag.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">F\u00fcr die J\u00fcngeren sind sie Ansprechpartner auf Augenh\u00f6he. F\u00fcr die \u00c4lteren ist es selbst ein Lernprozess: zuverl\u00e4ssig sein, Entscheidungen treffen, Verantwortung \u00fcbernehmen und bei Schwierigkeiten vermitteln.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\"><b>Schule ver\u00e4ndert sich durch Beziehung<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Eine der st\u00e4rksten Wirkungen des Camps zeigt sich im Miteinander. Lehrkr\u00e4fte und Jugendliche erleben sich au\u00dferhalb des normalen Unterrichts: beim Arbeiten, Fahrradfahren, gemeinsamen Essen oder abends am Lagerfeuer.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Bereits nach dem ersten Camp berichteten Lehrkr\u00e4fte von mehr gegenseitigem Verst\u00e4ndnis und einem ver\u00e4nderten Umgang im Schulalltag. Wer gemeinsam Erfahrungen gemacht hat, begegnet sich anschlie\u00dfend auch im Klassenraum anders. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Manchmal k\u00f6nnen acht Tage deshalb mehr ver\u00e4ndern als viele Monate normaler Schulalltag.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\"><b>Acht Tage Camp \u2013 ein Jahr Vorbereitung<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Hinter dem Projekt steckt enormer Aufwand. Janina Belling und Maike Kaczmarek planen das Camp nahezu ein ganzes Jahr. Zelte, Workshops, Verpflegung, Transport, Partner, Helfer und Sicherheitsfragen m\u00fcssen koordiniert werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">W\u00e4hrend des Camps sind rund 50 Lehrkr\u00e4fte beteiligt \u2013 mit Workshops, Diensten, \u00dcbernachtungen und Aktionen, auch am Wochenende. Hinzu kommen der Schulhausmeister, regionale Betriebe, Vereine, Institutionen und weitere Unterst\u00fctzende. Erst dieses Netzwerk macht ein Projekt dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung m\u00f6glich.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\"><b>Die Region macht mit<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Viele Firmen, Vereine und Partner unterst\u00fctzen das Camp, weil ihnen die Arbeit mit Jugendlichen und die Region wichtig sind.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Davon profitieren beide Seiten: Jugendliche lernen Unternehmen und Berufsfelder kennen, Betriebe erleben junge Menschen beim Arbeiten und Ausprobieren. Aus solchen Begegnungen k\u00f6nnen Praktika und sp\u00e4ter vielleicht sogar Ausbildungsverh\u00e4ltnisse entstehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Das Camp verbindet damit Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung, Berufsorientierung und regionale Vernetzung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Die Stecknitz-Schule m\u00f6chte dieses Netzwerk weiter ausbauen und freut sich \u00fcber weitere Betriebe, Vereine, Institutionen und engagierte Menschen, die das Camp unterst\u00fctzen m\u00f6chten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\"><b>Was bleibt<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Nicht immer funktioniert im Camp alles. Vielleicht wird ein Dienst vergessen oder es gibt Streit. Aber auch das geh\u00f6rt dazu. Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung bedeutet, Herausforderungen zu erleben und daran zu wachsen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Wenn das Camp endet, verschwinden die Zelte wieder. Was bleibt, sind Erfahrungen: gebraucht worden zu sein, Verantwortung \u00fcbernommen und vielleicht etwas geschafft zu haben, das man sich vorher nicht zugetraut h\u00e4tte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Und vielleicht bleibt auch ein neuer Blick darauf, was Schule sein kann: Nicht nur ein Ort, an dem Wissen vermittelt wird. Sondern ein Ort, an dem junge Menschen lernen, ihr eigenes Leben und ihre Gemeinschaft zu gestalten.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krummesse (pm). In Krummesse ist f\u00fcr acht Tage ein kleines Dorf entstanden. Rund um Zelte, Workshops, Arbeitseins\u00e4tze und gemeinsame Mahlzeiten lernen die Jugendlichen des achten Jahrgangs, Verantwortung f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr andere zu \u00fcbernehmen. 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