{"id":86220,"date":"2026-08-27T08:18:19","date_gmt":"2026-08-27T07:18:19","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=86220"},"modified":"2026-08-27T08:35:05","modified_gmt":"2026-08-27T07:35:05","slug":"start-der-pilzsaison-gefahr-durch-giftige-pilze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/08\/27\/start-der-pilzsaison-gefahr-durch-giftige-pilze\/","title":{"rendered":"Start der Pilzsaison: Gefahr durch giftige Pilze"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: large;\"><b>Herzogtum Lauenburg <\/b><b>(pm). <\/b>Bei der Suche nach essbaren Pilzen liegen Gl\u00fcck und Leid sehr nahe beieinander. Denn genau jetzt sind die W\u00e4lder im Herzogtum Lauenburg und Umgebung ein besonderes Paradies f\u00fcr die essbaren Waldsch\u00e4tze. Allerdings ist Vorsicht geboten. Je mehr Pilze es gibt, desto gr\u00f6\u00dfer ist auch die Gefahr von Verwechselungen.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_86222\" aria-describedby=\"caption-attachment-86222\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-86222 size-full\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/AOK-Gesundheit-Pilzvergiftungen-2026-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"676\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/AOK-Gesundheit-Pilzvergiftungen-2026-1.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/AOK-Gesundheit-Pilzvergiftungen-2026-1-600x406.jpg 600w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/AOK-Gesundheit-Pilzvergiftungen-2026-1-768x519.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-86222\" class=\"wp-caption-text\">Wichtig f\u00fcr den Fall der F\u00e4lle: Die Experten des Giftinformationszentrums-Nord stehen rund um die Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0551-19240 f\u00fcr eine Beratung, auch unter Hinzuziehung von Pilzsachverst\u00e4ndigen, bereit. Foto: AOK\/Colourbox\/hfr.<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Ein Fehlgriff kann dabei zu lebensbedrohlichen Vergiftungen f\u00fchren. Nach Aussagen des Giftinformationszentrums-Nord der L\u00e4nder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein (GIZ-Nord) steigt die Zahl der Pilzvergiftungen insbesondere in den feuchten Sommer- und fr\u00fchen Herbstmonaten, die mit milden Temperaturen hergehen, sp\u00fcrbar an. \u201eBereits jetzt gibt es sehr viele giftige Pilze, die den essbaren Exemplaren \u00e4hneln. Die Unterscheidung ist f\u00fcr unerfahrene Pilzsuchende nicht immer einfach und endet manchmal mit einer schweren Pilzvergiftung\u201c, warnt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Eine Pilzvergiftung, auch Myzetismus genannt, ist eine Vergiftung, die durch den Verzehr von Pilzen verursacht wird, die giftige Substanzen enthalten. Es gibt sowohl \u201aechte\u2018 Pilzvergiftungen, die durch den Verzehr von Giftpilzen verursacht werden, als auch \u201aunechte\u2018, die durch verdorbene oder falsch zubereitete Speisepilze entstehen k\u00f6nnen. Bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung ist schnelles Handeln entscheidend. Von den t\u00f6dlich verlaufenden Pilzvergiftungen in Mitteleuropa gehen die meisten auf den Knollenbl\u00e4tterpilz zur\u00fcck. Dieser wird von unerfahrenen Sammlern nicht selten mit dem Champignon verwechselt und verursacht potenziell lebensgef\u00e4hrliche Pilzvergiftungen. Innerhalb von 24 Stunden kommt es h\u00e4ufig zu heftigem Erbrechen, starken Bauchschmerzen und Durchfall. Ein Kind kann schon nach dem Verzehr von kleinsten Mengen eines Knollenbl\u00e4tterpilzes sterben. Insgesamt gibt es in Deutschland mehrere tausend Pilzarten, von denen rund 200 giftig sind. Die AOK NordWest warnt deshalb dringend davor, Pilze ohne Fachkenntnisse zu sammeln und zu verzehren. Ein gutes Bestimmungsbuch und die Anleitung durch Pilzsachverst\u00e4ndige oder sehr erfahrene Sammler sind gute Wissensquellen und unbedingte Voraussetzung f\u00fcr ein sicheres Pilzesammeln. Gute Informationen bietet die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Mykologie in ihrer Internetpr\u00e4senz. \u201eWer nach dem Essen eines Pilzgerichts \u00dcbelkeit, Schmerzen, Schwindel oder Missempfindungen versp\u00fcrt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen oder gleich direkt in ein Krankenhaus gebracht werden\u201c, so Wunsch. Den Pilz oder Reste davon unbedingt mitnehmen, um den \u201e\u00dcbelt\u00e4ter\u201c schnell identifizieren zu k\u00f6nnen. Was in der Eile nicht vergessen werden darf: Alle Personen, die von der Pilzmahlzeit gegessen haben, sollten sofort \u00fcber die aktuelle Situation informiert werden und sich zur Sicherheit ebenfalls zur Untersuchung begeben.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Sollte ein Pilz als giftig eingesch\u00e4tzt werden, erfolgt rund um die Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0551-19240 die weitere Beratung zur medizinischen Behandlung durch die Experten des Giftinformationszentrums-Nord. Im Durchschnitt entfallen dort ein Prozent aller Anrufe auf die Einnahme von Pilzen. \u201eWar 2025 bereits ein Jahr mit \u00fcberdurchschnittlich vielen Anfragen zu Pilzvergiftungen, so konnten wir in diesem Jahr insbesondere im Juli eine nochmals gesteigerte Nachfrage nach Pilzvergiftungen verzeichnen. Dazu z\u00e4hlen auch Anfragen, wenn es nach dem Verzehr von gekauften Pilzen zu Magen-Darm-Beschwerden kommt oder es sich um selbstgesammelte, eingelegte, getrocknete Pilze handelt\u201c, sagt Prof. Dr. Andreas Schaper, Leiter des GIZ-Nord. \u201eWir vermitteln bei Anfragen auch sofort Kontakt zu Pilzsachverst\u00e4ndigen, die dann helfen, durch noch vorhandene Pilze, aus den Putzresten, aus Erbrochenem und aus Informationen zu Aussehen und Standort den verzehrten Pilz zu bestimmen\u201c. Die GIZ-Experten geben auch Empfehlungen f\u00fcr weiterbehandelnde \u00c4rzte zur spezifischen Therapie.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-size: large;\">Zur Erkennung von giftigen Pilzen sind zahlreiche Legenden im Umlauf. Ein verf\u00e4rbter Silber-L\u00f6ffel im Pilzgericht weist nicht auf Giftpilze hin, ebenfalls sind Fra\u00dfspuren von Tieren oder ein Wohlgeschmack des rohen Pilzes kein Anzeichen von Essbarkeit\u201c, so Schaper. \u201eDer beste Schutz vor Pilzvergiftungen sind gute Kenntnisse der einheimischen Arten.\u201c Ein altes englisches Sprichwort lautet: \u201eEs gibt alte Pilzsammler und es gibt wagemutige Pilzsammler, es gibt aber keine alten, wagemutigen Pilzsammler.\u201c Alle Informationen unter <a href=\"http:\/\/www.giz-nord.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.giz-nord.de<\/a>.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Bei der Suche nach essbaren Pilzen liegen Gl\u00fcck und Leid sehr nahe beieinander. Denn genau jetzt sind die W\u00e4lder im Herzogtum Lauenburg und Umgebung ein besonderes Paradies f\u00fcr die essbaren Waldsch\u00e4tze. Allerdings ist Vorsicht geboten. 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