{"id":86001,"date":"2026-08-20T09:04:54","date_gmt":"2026-08-20T08:04:54","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=86001"},"modified":"2026-08-20T09:04:54","modified_gmt":"2026-08-20T08:04:54","slug":"erfolgreiches-2-fachgespraech-windkraft-im-naturpark-lauenburgische-seen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/08\/20\/erfolgreiches-2-fachgespraech-windkraft-im-naturpark-lauenburgische-seen\/","title":{"rendered":"Erfolgreiches 2. Fachgespr\u00e4ch \u201aWindkraft im Naturpark Lauenburgische Seen?\u2018"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00f6lln (pm).<\/strong> Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Naturschutzverb\u00e4nden wie NABU, des Zweckverbands Schaalsee oder des BUND, von B\u00fcrgerinitiativen oder aus Politik und Gemeinden nutzten am 17. August die M\u00f6glichkeit, mit den Staatssekret\u00e4ren Joschka Knuth (Ministerium f\u00fcr Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur) sowie Dr. S\u00f6nke Schulz (Ministerium f\u00fcr Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport) zum Thema \u201eWindkraft im Naturpark Lauenburgische Seen?\u201c ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Die Stiftung Herzogtum Lauenburg hatte zu dieser Veranstaltung eingeladen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_86003\" aria-describedby=\"caption-attachment-86003\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-86003 size-full\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Fachgespraech-Staatssekretaere-Sabine-Riege-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"664\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Fachgespraech-Staatssekretaere-Sabine-Riege-1.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Fachgespraech-Staatssekretaere-Sabine-Riege-1-600x398.jpg 600w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Fachgespraech-Staatssekretaere-Sabine-Riege-1-768x510.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-86003\" class=\"wp-caption-text\">(von links) Staatssekret\u00e4r Dr. S\u00f6nke Schulz, Stiftungs-Vizepr\u00e4sidentin Barbara Kliesch und Staatssekret\u00e4r Joschka Knuth konnten gemeinsam mit zahlreichen G\u00e4sten die Fachbeitr\u00e4ge verschiedener Naturschutzorganisationen und der B\u00fcrgerinitiative \u201eNaturpark statt Windpark\u201c, Wilhelm K\u00f6rner, Bettina Best und Martin Jeske, h\u00f6ren. Foto: Sabine Riege, hfr<\/figcaption><\/figure>\n<p>Vizepr\u00e4sidentin Barbara Kliesch begr\u00fc\u00dfte die Anwesenden und bedankte sich f\u00fcr das zahlreiche Erscheinen. Nachdr\u00fccklich wies Barbara Kliesch darauf hin, dass sich die Stiftung als Vermittler ohne politischen Hintergrund sehe. Auch Pr\u00e4sident Klaus Schlie betonte, dass die Satzung der Stiftung den Schutz und die Pflege der lauenburgischen Natur festschreiben w\u00fcrde und man durch eigene Fl\u00e4chen die Wechselwirkungen und Eingriffe in unserer Landschaft, in Flora und Fauna mit Sorge betrachte. Thomas Neumann, Naturschutzreferent der Stiftung, machte durch teils ersch\u00fctternde Fotos noch einmal deutlich, welche Auswirkungen die geplanten 240 bis 260 Meter hohen Windkraftanlagen f\u00fcr den heimischen Seeadler, f\u00fcr Rot-Milane sowie Kraniche haben k\u00f6nnen. Er wies darauf hin, dass die Abschaltregelung der Windr\u00e4der ein Austrudeln der Rotorbl\u00e4tter herbeif\u00fchren w\u00fcrde, diese jedoch zu langsam reagieren w\u00fcrden und somit den Seeadler keineswegs sch\u00fctzen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Staatssekret\u00e4r Joschka Knuth f\u00fchrte nach der Begr\u00fc\u00dfung der G\u00e4ste ins Thema ein und erl\u00e4uterte die Vorgaben durch den Bund: Das Bundes-2-Prozent-Fl\u00e4chenziel nach dem Windfl\u00e4chenbedarfsgesetz (WindBG) verlangt von Schleswig-Holstein die Ausweisung von Windfl\u00e4chen. Das Land muss den Anteil auf rund drei Prozent der Landesfl\u00e4che anheben, um die regionale Energiewende und den Ausbau der Landesplanung in Schleswig-Holstein umzusetzen. Dr. S\u00f6nke Schulz warb f\u00fcr Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die politische Zielleistung und die bundesrechtlichen Rahmen sowie den Regionalrahmen. Die Ermittlung der Vorrangfl\u00e4chen und Planungsfl\u00e4chen sei ein langer fachlicher Abstimmungsprozess gewesen und schlussendlich seien nur 1,2 Prozent im Naturpark Lauenburgische Seen als Vorrangfl\u00e4che eingeplant.<\/p>\n<p>Die im Rahmen des Fachgespr\u00e4chs vorgebrachten Fragen und Einw\u00e4nde der Naturschutzverb\u00e4nde oder beispielsweise von B\u00fcrgermeisterinnen oder B\u00fcrgermeistern zu vorhandenen Vogelfluglinien, zu Mooren, Br\u00fcchen oder der Biodiversit\u00e4t im Herzen des Naturparks w\u00fcrde man sehr ernst nehmen, allerdings seien die rechtlichen Rahmenbedingungen zwingend einzuhalten, da sonst die Zielsetzung nicht erreichbar sei. Die Differenzierung zwischen belasteten oder unbelasteten Regionen w\u00fcrden Spielr\u00e4ume m\u00f6glich machen \u2013 diese m\u00fcssten jedoch \u00fcberall gleich einger\u00e4umt werden \u2013 und der Naturpark sei kein Naturschutzgebiet, eine ausgewogene Planung sei daher sachlich und fachlich vereinbar. Auch die unterschiedlichen Abw\u00e4gungs-Kriterien wie letzte Untersuchungen, Schutzgebiete, anlassbezogene Untersuchungen oder kommunale Daten m\u00fcssten bei der Festlegung von Vorrangfl\u00e4chen hinzugezogen und ber\u00fccksichtigt werden, so Joschka Knuth.<\/p>\n<p>Beide Staatssekret\u00e4re wiesen darauf hin, dass jede Phase der Beteiligung daf\u00fcr diene, gegebenenfalls Pr\u00fcfungen durchzuf\u00fchren. Gerade jetzt sei es wichtig, aktuelle vorliegende Daten gerne einzureichen, die dann selbstverst\u00e4ndlich gepr\u00fcft werden w\u00fcrden. Allerdings seien nur noch \u00c4nderungen zu den ge\u00e4nderten Teilen des Entwurfs des 1. Beteiligungsverfahrens m\u00f6glich, so die Politiker \u2013 Unterlagen m\u00fcssten f\u00fcr das 2. Beteiligungsverfahren bis sp\u00e4testens 26. August eingereicht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6lln (pm). 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