{"id":85553,"date":"2026-08-04T08:50:22","date_gmt":"2026-08-04T07:50:22","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=85553"},"modified":"2026-08-04T08:50:22","modified_gmt":"2026-08-04T07:50:22","slug":"rund-2-864-fehltage-wegen-alkoholproblemen-im-herzogtum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/08\/04\/rund-2-864-fehltage-wegen-alkoholproblemen-im-herzogtum\/","title":{"rendered":"Rund 2.864 Fehltage wegen Alkoholproblemen im Herzogtum"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm). <\/strong>Der Wirtschaft im Kreis Herzogtum Lauenburg gingen im vergangenen Jahr allein bei den AOK-Versicherten insgesamt 2.864 Arbeitstage aufgrund von Alkoholproblemen verloren. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. Die Dunkelziffer durch andere Diagnosen wie Kopfschmerzen oder \u00dcbelkeit, ist nicht zu untersch\u00e4tzen. \u201eDas Trinken von Alkohol ist in unserer Gesellschaft fest verankert. Was viele als harmlosen Genuss abtun, kann jedoch gef\u00e4hrlich werden. Denn der regelm\u00e4\u00dfige Alkoholkonsum ist einer der wesentlichen Risikofaktoren f\u00fcr zahlreiche chronische Krankheiten &#8222;, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.<\/p>\n<figure id=\"attachment_85555\" aria-describedby=\"caption-attachment-85555\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-85555\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/AOK-Gesundheit-_Alkoholfehltage_2026-1-600x400.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/AOK-Gesundheit-_Alkoholfehltage_2026-1-600x400.jpg 600w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/AOK-Gesundheit-_Alkoholfehltage_2026-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/AOK-Gesundheit-_Alkoholfehltage_2026-1.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-85555\" class=\"wp-caption-text\">Oft wird auch im Kreis Herzogtum Lauenburg einfach unbedacht zu promillehaltigen Getr\u00e4nken gegriffen. Deshalb ist es wichtig, ab und zu die eigenen Trinkgewohnheiten zu hinterfragen. Foto: AOK, Colourbox, hfr.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Auf Alkohol verzichten<\/strong><\/p>\n<p>Fakt ist: Eine Weile keinen Alkohol zu trinken, tut K\u00f6rper und Seele gut und kann zu einem langfristigen ver\u00e4nderten Umgang mit Alkohol beitragen. Der regelm\u00e4\u00dfige Konsum von Alkohol wird gesellschaftlich oft verharmlost: Ansto\u00dfen mit einem Glas Sekt, eine Flasche Bier zum Feierabend oder das Gl\u00e4schen Wein am Abend geh\u00f6ren f\u00fcr viele einfach dazu. Dabei werden sowohl die gesundheitlichen Risiken als auch das Suchtpotenzial h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt. So profitiert das Herz-Kreislauf-System schon von einer kurzzeitigen Abstinenz, ebenso der Magen und die Leber. Der Alkoholverzicht wirkt sich au\u00dferdem positiv auf Schlaf, Blutdruck, Konzentrationsf\u00e4higkeit und K\u00f6rpergewicht aus. Au\u00dferdem wird das Krebsrisiko gemindert und das Immunsystem gest\u00e4rkt.<\/p>\n<p><strong>Folgen von Alkohol werden in Kauf genommen<\/strong><\/p>\n<p>\u201eAlkohol ist f\u00fcr viele Teil des t\u00e4glichen Lebens\u201c, so Wunsch. Die wissenschaftlichen Daten zeigen aber: Bereits der erste Tropfen birgt gesundheitliche Risiken. Alkohol ist ein Zellgift, das grunds\u00e4tzlich alle Organe sch\u00e4digen kann. Bis zum Alter von 25 Jahren reift unser Gehirn. Daher hat die Zuf\u00fchrung des Zellgifts Alkohol gerade auf die Bildung und Verkn\u00fcpfung von Nervenzellen bis zu diesem Alter extreme Folgen. \u201eAu\u00dferdem ist Alkoholsucht eine zerst\u00f6rerische Krankheit mit weitreichenden Auswirkungen auf Gesundheit, Psyche, soziale Beziehungen und berufliche Perspektiven\u201c, sagt Wunsch. Neben den kurzfristigen Auswirkungen von Alkoholkonsum, die Unf\u00e4lle, Verletzungen und Gewalt beg\u00fcnstigen, erh\u00f6ht er unter anderem das Risiko f\u00fcr die Entstehung von Krebserkrankungen, vor allem Brust- und Dickdarmkrebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Bluthochdruck und Lebererkrankungen. Vor allem riskante Alkoholmengen und das Rauschtrinken verringern die Lebensqualit\u00e4t und erh\u00f6hen das Risiko f\u00fcr Krankheiten.<\/p>\n<p><strong>Empfehlung: Null Promille<\/strong><\/p>\n<p>Trotz dieser Folgen wird das Problem oft untersch\u00e4tzt und tabuisiert. Grund daf\u00fcr ist, dass Alkohol leicht verf\u00fcgbar und der Konsum weitgehend gesellschaftlich akzeptiert ist. H\u00e4ufig sind es auch \u00e4u\u00dfere Bedingungen oder Befindlichkeiten, mit denen die eigenen Trinkgewohnheiten gerechtfertigt werden. So tragen Aussagen wie \u201aNach dem stressigen Tag habe ich eine sch\u00f6ne Flasche Wein aufgemacht\u2018 oder \u201aTrink doch ein Bier mit, sei nicht so ungem\u00fctlich\u2018 dazu bei, dass der Konsum von Alkohol heruntergespielt wird. Daher ist es wichtig, das Thema Alkohol verst\u00e4rkt in den Fokus zu r\u00fccken und die gesellschaftliche Verharmlosung kritisch zu hinterfragen. Nach den aktuellen Empfehlungen der Deutschen Hauptstelle f\u00fcr Suchtfragen e. V. (DHS) gib es keine risikofreie Menge f\u00fcr einen unbedenklichen Alkoholkonsum. Die DHS empfiehlt daher, auf alkoholische Getr\u00e4nke m\u00f6glichst zu verzichten. Wer dennoch alkoholische Getr\u00e4nke konsumiert, soll vor allem hohe Alkoholmengen vermeiden. Als risikoarm stuft die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE) einen Alkoholkonsum von maximal ein bis zwei Gl\u00e4sern Wein (280 ml) oder maximal ein bis zwei kleinen Flaschen Bier (660 ml) in der Woche ein. Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende sollten aber g\u00e4nzlich auf Alkohol verzichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Der Wirtschaft im Kreis Herzogtum Lauenburg gingen im vergangenen Jahr allein bei den AOK-Versicherten insgesamt 2.864 Arbeitstage aufgrund von Alkoholproblemen verloren. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. Die Dunkelziffer durch andere Diagnosen wie Kopfschmerzen oder \u00dcbelkeit, ist nicht zu untersch\u00e4tzen. \u201eDas Trinken von Alkohol ist in unserer Gesellschaft fest verankert. 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