{"id":85520,"date":"2026-08-03T08:40:40","date_gmt":"2026-08-03T07:40:40","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=85520"},"modified":"2026-08-03T08:40:40","modified_gmt":"2026-08-03T07:40:40","slug":"schoenberger-musiksommer-aller-guten-dinge-sind-drei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/08\/03\/schoenberger-musiksommer-aller-guten-dinge-sind-drei\/","title":{"rendered":"Sch\u00f6nberger Musiksommer &#8211; Aller guten Dinge sind drei!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sch\u00f6nberg\/Mecklenburg (pm). <\/strong>Der Bauarbeiten wegen mussten im vergangenen Jahr die Orgelkonzerte ganz ausfallen. Im Jubil\u00e4umsjahr 40. Sch\u00f6nberger Musiksommer gilt es, der Orgelmusik den ihr geb\u00fchrenden Platz zur\u00fcckzugeben und das Vers\u00e4umte nachzuholen, hat doch der Bau der Winzer-Orgel vor bald 180 Jahren die Initialz\u00fcndung f\u00fcr Sch\u00f6nbergs reiches Konzertleben ausgel\u00f6st. Der Sch\u00f6nberger Musiksommer wiederum begann 1987 inmitten der damaligen Baustelle \u201eSt.-Laurentiuskirche&#8220;. Damals wurden s\u00e4mtliche Konzerte kostenfrei angeboten; gesellschaftlich gab es ein anderes Gef\u00fcge als heute.<\/p>\n<p>Ankn\u00fcpfend an die Urspr\u00fcnge des Sch\u00f6nberger Musiksommers wollen wir zur 40. Spielzeit neben den ohnehin kostenfreien Veranstaltungen wie die Ausstellungser\u00f6ffnungen, den Festgottesdienst, das Offene Singen sowie die \u00fcber den gesamten Verlauf des Musiksommers ge\u00f6ffnete Kirche auch die der drei der \u201eK\u00f6nigin der Instrumente&#8220; gewidmeten Abende als M\u00f6glichkeit anbieten, g\u00e4nzlich ohne den Erwerb einer Eintrittskarte in den Genuss von live dargebotener Musik zu kommen. Der Sch\u00f6nberger Musiksommer m\u00f6chte qualit\u00e4tvolle Musik f\u00fcr alle Menschen zug\u00e4nglich halten und nicht nur mit den ohnehin moderaten Eintrittspreisen ein Zeichen setzen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die diesj\u00e4hrige Saison stehen entsprechend im August drei Orgelkonzerte mit besonderem Charakter und von ca. einer Stunde Dauer auf dem Spielplan:<\/p>\n<p><strong>freitagsOrgel I<\/strong>: \u201eBeziehungen&#8220; am Freitag, 07.08.2026 \/ 18.30 Uhr \/ St.-Laurentiuskirche &#8211; Reger, Mendelssohn, Brahms, Paul Gerhardt und die Matth\u00e4uspassion &#8211; KMD Christoph D. Minke an der historischen Winzerorgel von 1847. Den Anfang macht der hauseigene Organist und Intendant des Sch\u00f6nberger Musiksommers, KMD Christoph D. Minke, mit einem Abend, der gleicherma\u00dfen die im Anschluss stattfindende Ausstellungser\u00f6ffnung mit Kalligraphien von Almut Jungnickel (Potsdam) im Museum vorbereitet, als auch thematisch Bezug nimmt zur Auff\u00fchrung der Bach&#8217;schen Matth\u00e4uspassion im Abschlusskonzert im September sowie zum Paul-Gerhardt-Gedenkjahr. Das Programm mit Musik von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Max Reger und anderen tr\u00e4gt den Titel \u201eBeziehungen&#8220;.<\/p>\n<p>anschlie\u00dfend \/ Volkskundemuseum am Markt 1 &#8211; <strong>Ausstellungser\u00f6ffnung: Kalligraphien<\/strong> zur Bach&#8217;schen Matth\u00e4uspassion von Almut Jungnickel (Potsdam), die K\u00fcnstlerin ist anwesend. \u201eMan kann die Matth\u00e4uspassion nur mit gro\u00dfer Demut singen, mit Bewunderung sowieso&#8220;, sagt die langj\u00e4hrige Chors\u00e4ngerin und gelernte Schrift- und Plakatmalerin Almut Jungnickel, die neben ihrer hauptberuflichen T\u00e4tigkeit als Werbegrafikerin am Hans-Otto-Theater in Potsdam das \u201eSch\u00f6nschreiben&#8220;, also die Kalligraphie f\u00fcr sich entdeckte. In kaum einer Kunstform gehen sprachlicher Inhalt und visueller Ausdruck eine derart intensive Beziehung ein. Man kann sie heute als Gegenbewegung zur Fl\u00fcchtigkeit der digitalen Welt betrachten: Die Schrift muss durch materielle Ber\u00fchrung erzeugt werden \u2013 und so erzeugt sie selbst wiederum Ber\u00fchrung. Auf 70 Tafeln entstanden Schriftbilder, die das in der Passion dargestellte Geschehen nicht nur zitieren, sondern Ankn\u00fcpfungspunkte an die Personen des Geschehens bietet \u2013 darin gleich der Bach&#8217;schen Intention beim musikalischen Umsetzen und Interpretieren des Textes. \u201eBachs Matth\u00e4us-Passion \u2013 aus dem Innersten der Kirche kommend \u2013 strahlt gleichwohl weit \u00fcber sie hinaus. Almut Jungnickel verf\u00fcgt mit der Kalligraphie \u00fcber ein Medium, mit dem sie k\u00fcnstlerisch gestalten konnte, was sie als Chors\u00e4ngerin in den Proben und Auff\u00fchrungen der Passion erlebt hat. Die Kalligraphien sind wie ein Spiegel, in dem Bachs Werk auf andere Weise wahrnehmbar wird.&#8220; (KMD Matthias Jacob, langj\u00e4hriger Leiter des Oratorienchores Potsdam)<\/p>\n<p><strong>freitagsOrgel II<\/strong>: \u201eWiedersehensfreude&#8220; am Freitag, 14.08.2026 \/ 18:30 Uhr \/ St.-Laurentiuskirche Sch\u00f6nberg &#8211; Buxtehude, Bach, Rheinberger mit Martin Fehlandt (Mitbegr\u00fcnder des Sch\u00f6nberger Musiksommers). Der zweite Orgelabend im 40. Sch\u00f6nberger Musiksommer ist ein herzlich-fr\u00f6hlicher Wiedersehensabend und wird von Minkes Vorg\u00e4nger und Begr\u00fcnder des Sch\u00f6nberger Musiksommers, Kantor Martin Fehlandt (Berlin), bestritten. F\u00fcr \u201eseine&#8220; vertraute Winzer-Orgel hat er ein Programm mit Musik von Dieterich Buxtehude, Johann Sebastian Bach und dem Romantiker Josef Gabriel Rheinberger ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p><strong>freitagsOrgel III:<\/strong> \u201eAltes und Neues aus \u00d6sterreich&#8220; am Freitag, 21.08.2026 \/ 18.30 Uhr \/ St.-Laurentiuskirche Sch\u00f6nberg mit Prof. Peter Planyavsky an der historischen Winzer-Orgel von 1847 und ander van-der-Linden-Orgel von 1966\/2018. Das dritte Orgelkonzert stellt den kr\u00f6nenden Abschluss der Reihe \u201efreitagsOrgel&#8220; dar. Ein echter Weltstar nimmt auf Sch\u00f6nbergs Orgelbank Platz, Prof. Peter Planyavsky, fr\u00fcherer Organist am Stephansdom in Wien. Er kommt auf Initiative des Sch\u00f6nberger Musiksommers nach Norddeutschland. \u201eAltes und Neues aus \u00d6sterreich&#8220; hei\u00dft sein vielversprechendes Programm. Peter Planyavsky begann bereits als Sch\u00fcler seine Studien und war mit 19 Jahren fertig ausgebildeter Kirchenmusiker. Stets hat er sich \u00fcber den Tellerrand hinausbewegt. So ist seine eigene Musik von der Kenntnis vielerlei Musikstile gepr\u00e4gt. Sein Konzert d\u00fcrfte auch unterhaltsam werden&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00f6nberg\/Mecklenburg (pm). Der Bauarbeiten wegen mussten im vergangenen Jahr die Orgelkonzerte ganz ausfallen. Im Jubil\u00e4umsjahr 40. Sch\u00f6nberger Musiksommer gilt es, der Orgelmusik den ihr geb\u00fchrenden Platz zur\u00fcckzugeben und das Vers\u00e4umte nachzuholen, hat doch der Bau der Winzer-Orgel vor bald 180 Jahren die Initialz\u00fcndung f\u00fcr Sch\u00f6nbergs reiches Konzertleben ausgel\u00f6st. 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