{"id":84968,"date":"2026-07-14T04:07:21","date_gmt":"2026-07-14T03:07:21","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=84968"},"modified":"2026-07-13T10:15:27","modified_gmt":"2026-07-13T09:15:27","slug":"riesenwelle-60-000-mw-leistung-fuer-erneuerbare-und-speicher-angefragt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/07\/14\/riesenwelle-60-000-mw-leistung-fuer-erneuerbare-und-speicher-angefragt\/","title":{"rendered":"Riesenwelle: 60.000 MW Leistung f\u00fcr Erneuerbare und Speicher angefragt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Der Boom bei Erneuerbaren Energien und Batteriespeichern f\u00fchrt aktuell zu einer extremen \u2013 noch nie dagewesenen \u2013 Nachfrage nach Netzanschl\u00fcssen bei der HanseWerk-Tochter SH Netz. Die angefragte Anschlussleistung f\u00fcr Erneuerbare Energien sowie Batteriespeicher ist heute etwa viermal so gro\u00df wie die gesamte in den letzten rund 40 Jahren angeschlossene Leistung aller Erneuerbare-Energien-Anlagen.<\/p>\n<p>\u201eInsgesamt liegen Anschlussantr\u00e4ge in einer Gr\u00f6\u00dfe von fast 60.000 Megawatt (MW) bei uns vor \u2013 das ist eine gigantische Zahl verglichen mit dem aktuell angeschlossenen Bestand&#8220;, erl\u00e4utert Christian Fenger, Vorstandsvorsitzender der SH-Netz-Muttergesellschaft HanseWerk. \u201eDiese neuen Antr\u00e4ge verteilen sich auf Photovoltaik mit 21.000 MW, Windkraft mit 11.500 MW und Batteriespeicher mit 27.000 MW.&#8220; Zum Vergleich: In den letzten rund 40 Jahren wurden vor allem Windkraft- und Photovoltaikanlagen sowie Speicher mit rund 14.500 Megawatt Leistung bei SH Netz angeschlossen. Der Spitzenverbrauch (Jahresh\u00f6chstlast) im Netz von SH Netz liegt bei rund 2.000 MW.<\/p>\n<p>\u201eZus\u00e4tzlich zu unseren umfangreichen bisherigen Ma\u00dfnahmen reagieren wir mit einem weiteren Ma\u00dfnahmen- und Netzbaupaket auf diese Riesenwelle. Dies umfasst eine erneute deutliche Steigerung der Investitionen, die verst\u00e4rkte Digitalisierung des Netzes und die Flexibilisierung der Anschlussvertr\u00e4ge&#8220;, erl\u00e4utert Benjamin Merkt, technischer Vorstand bei der SH Netz-Muttergesellschaft HanseWerk:<\/p>\n<p>In den f\u00fcnf Jahren bis 2030 werden HanseWerk und SH Netz rund 2,5 Milliarden Euro in die Stromnetze investieren &#8211; das entspricht etwa der Summe, die zuvor in einem Zeitraum von zehn Jahren in die Netze geflossen ist. Geplant sind unter anderem der Neubau von rund 120 Umspannwerken und 1.000 Kilometer Hochspannungsleitungen, 9.000 Kilometer neue Mittel- und Niederspannungskabel sowie rund 7.000 weitere Ortsnetzstationen.<\/p>\n<p>SH Netz setzt als einer der ersten Netzbetreiber auf flexible Netzanschlussvertr\u00e4ge (FCA). Diese erm\u00f6glichen einen schnellen Netzanschluss f\u00fcr Kunden, auch wenn die Netzkapazit\u00e4t noch nicht voll zur Verf\u00fcgung steht. Gleichzeitig k\u00f6nnen Betreiber von Erneuerbaren-Energien-Anlagen sich denselben Anschluss teilen, wenn sie ihren Gr\u00fcnstrom in festgelegten Zeiten oder Mengen in das Netz einspeisen. So k\u00f6nnen Kunden schneller ans Netz angeschlossen werden und der Netzausbaubedarf optimiert werden.<br \/>\nSH Netz treibt den Einsatz modernster Technologien voran und nutzt die maximalen Kapazit\u00e4ten im 110.000-Voltnetz durch das innovative Auslastungsmonitoring, u.a. um Speicher schneller anzuschlie\u00dfen. Hinzu kommt das Freileitungs- und Kabelmonitoring, mit dem bereits bestehende Leitungen mehr Strom transportieren k\u00f6nnen. Au\u00dferdem wird SH Netz die aktuelle Zahl von 3.000 digitalen Ortsnetzstationen kontinuierlich weiter erh\u00f6hen, um das Netz besser zu steuern und Schwankungen auszugleichen. Und es werden zu den bislang 500.000 eingebauten modernen Messsystemen und intelligenten Stromz\u00e4hlern zus\u00e4tzlich verst\u00e4rkt weitere moderne Z\u00e4hler eingebaut, um Verbrauch und -erzeugung besser in Einklang zu bringen.<\/p>\n<p>Der nach wie vor notwendige Netzausbau ist allerdings auch eine Herausforderung. Denn neben der Bearbeitung der vielen Antr\u00e4ge und dem damit verbundenem gro\u00dfen Bauvolumen gibt es weitere Bremsfaktoren wie zum Beispiel Engp\u00e4sse bei Materiallieferungen und Fachkr\u00e4ften. Die Planungs- und Genehmigungsverfahren wurden in Schleswig-Holstein zwar stark verk\u00fcrzt, brauchen aber trotzdem ihre Zeit, um allen Beteiligten gerecht zu werden. Durch die extrem gestiegene Nachfrage nach Netzanschl\u00fcssen kann es trotz aller Ma\u00dfnahmen in verschiedenen Regionen dazu f\u00fchren, dass zun\u00e4chst geringere Kapazit\u00e4ten als gew\u00fcnscht bereitgestellt werden k\u00f6nnen. Kleinere Anschlussvorhaben wie PV-Dachanlagen, W\u00e4rmepumpen, Wallboxen und Standard-Hausanschl\u00fcsse f\u00fcr Privatkunden sind in der Regel hiervon nicht betroffen.<\/p>\n<p>Auch ohne die neue Antragswelle ist Schleswig-Holstein allerdings schon heute ein Musterland der Energiewende. Es kann den eigenen Strombedarf zu rund 75 Prozent des Jahres aus Erneuerbaren Energien decken. Au\u00dferdem wird \u00fcber das ganze Jahr hier mehr als doppelt so viel Gr\u00fcnstrom erzeugt, wie bilanziell verbraucht. Wenn der eigene Bedarf gedeckt ist, exportiert Schleswig-Holstein Gr\u00fcnstrom \u2013 2025 war es der Jahresbedarf von rund 3,5 Mio. Haushalten. Kein anderes Bundesland hat einen so hohen Selbstversorgungsgrad mit gr\u00fcnem Strom, nur wenige L\u00e4nder erreichen \u00fcberhaupt einen bilanziellen Gr\u00fcnstrom-Selbstversorgungsgrad von mehr als 100 Prozent.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung in Schleswig-Holstein wurde unter anderem deshalb m\u00f6glich, weil SH Netz in den letzten 40 Jahren mehr als 120.000 Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer installierten Leistung von rund 14.000 Megawatt (MW) sowie rund 50.000 Batteriespeicher mit einer Leistung von 500 MW ans Stromnetz angeschlossen hat. Dies wurde unter anderem m\u00f6glich, weil SH Netz allein in den letzten acht Jahren seine Mitarbeiterzahl um \u00fcber 60 Prozent erh\u00f6ht (plus 800) und die j\u00e4hrlichen Ausgaben f\u00fcr Netzausbau und Instandhaltung etwa verdoppelt hat: von 200 auf \u00fcber 400 Mio. Euro pro Jahr.<\/p>\n<p>Die HanseWerk-Gruppe<\/p>\n<p>Mehr als 3 Millionen Kunden in Norddeutschland beziehen Strom, Gas oder W\u00e4rme direkt oder indirekt \u00fcber die von der HanseWerk-Gruppe und ihren Tochtergesellschaften betriebenen Energienetze. Dar\u00fcber hinaus bietet das Unternehmen seinen Partnern und Kunden moderne und effiziente Energiel\u00f6sungen mit den Schwerpunkten Netzbetrieb, dezentrale Energieerzeugung oder E-Mobilit\u00e4tsl\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Als Partner der Energiewende hat die HanseWerk-Gruppe in den letzten Jahren \u00fcber 100.000 Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie an ihre Netze angeschlossen und betreibt parallel dazu etwa 850 Energieumwandlungsanlagen sowie einen Erdgasspeicher. Die HanseWerk-Gruppe ist ein gro\u00dfer Ausbildungsbetrieb im Norden und engagiert sich in vielen Forschungs- und Innovationsprojekten zur Energiewende. Auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t stellt die HanseWerk-Gruppe ihre insgesamt 47 Standorte, die mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte, den Strom- und Gasnetzbetrieb sowie die W\u00e4rme- und Stromerzeugung in mehreren Stufen entsprechend um.<\/p>\n<p>\u00dcber die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie von fast 400 Kommunen sind die Unternehmen der HanseWerk-Gruppe regional sehr stark verwurzelt und unterst\u00fctzen eine Vielzahl sozialer und kultureller Projekte, wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Hamburger Stra\u00dfenmagazin Hinz&amp;Kunzt und den Schleswig-Holstein Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal.<\/p>\n<p>Schleswig-Holstein Netz<\/p>\n<p>Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) betreibt f\u00fcr rund 2,8 Millionen direkt oder indirekt angeschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 900 Kommunen in Schleswig-Holstein. Rund 400 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben umfangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen besch\u00e4ftigt mehr als 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 30 Standorten in Schleswig-Holstein.<\/p>\n<p>SH Netz hat als Partner der Energiewende bereits zehntausende Windr\u00e4der und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Dar\u00fcber hinaus entwickelt das Unternehmen Energiel\u00f6sungen wie Smart-City-Anwendungen und unterst\u00fctzt den Ausbau der Elektromobilit\u00e4t. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten f\u00fcr mehr Klimaschutz. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise Einspeiseanlagen, mit denen Biogas oder aus Windstrom produzierter Wasserstoff ins Erdgasnetz aufgenommen werden kann, oder staatlich gef\u00f6rderte Forschungsprojekte.<\/p>\n<p>Auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t stellt SH Netz ihre s\u00e4mtlichen Standorte, ihre mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte sowie den Strom- und Gasnetzbetrieb in mehreren Stufen entsprechend um. Au\u00dferdem unterst\u00fctzt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel den SH Netz Cup in Rendsburg, das h\u00e4rteste Ruderrennen der Welt.<\/p>\n<p>HanseWerk Natur<\/p>\n<p>Die HanseWerk Natur GmbH ist einer der gr\u00f6\u00dften regionalen Anbieter f\u00fcr W\u00e4rme und dezentrale Energiel\u00f6sungen in Norddeutschland und verf\u00fcgt \u00fcber jahrzehntelange Erfahrung. Die \u00fcber 120 Nah- und Fernw\u00e4rmenetze des Unternehmens erreichen eine L\u00e4nge von rund 850 Kilometern. HanseWerk Natur versorgt mehrere zehntausend Privat- und Unternehmenskunden zuverl\u00e4ssig 365 Tage im Jahr mit W\u00e4rme. Ma\u00dfgeschneiderte Energiekonzepte und hochmoderne Anlagentechnik bringen die W\u00e4rmewende voran \u2013 im Mehrfamilienhaus-Quartier, im Krankenhaus, in Industrie und Gewerbe. F\u00fcr Ortsteile mit hoher W\u00e4rmebedarfsdichte versorgt die W\u00e4rmebox auf W\u00e4rmepumpenbasis W\u00e4rmenetze der Zukunft, w\u00e4hrend \u201eKalte Nahw\u00e4rme&#8220; in Neubaugebieten zum Einsatz kommt.<\/p>\n<p>Auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t stellt HanseWerk Natur eigene Geb\u00e4ude, Fahrzeuge und W\u00e4rmeerzeugung auf neue Technologien um. Rund 40 Prozent der W\u00e4rme wird bereits heute auf Basis von Abw\u00e4rme oder Erneuerbaren Energien erzeugt. HanseWerk Natur ist einer der gr\u00f6\u00dften Betreiber umweltschonender Blockheizkraftwerke in Norddeutschland. Rund 250 Anlagen betreut das Unternehmen und beteiligt sich gleichzeitig an vielen Innovationsprojekten. Dazu z\u00e4hlen zum Beispiel Hocheffizienz-Blockheizkraftwerke mit einem Wirkungsgrad weit \u00fcber 90 Prozent, ein virtuelles Kraftwerk zur Erzeugung von Regelenergie oder das erste Blockheizkraftwerk der 1-Megawatt-Klasse, das mit bis zu 100 Prozent Wasserstoff betrieben werden kann.<\/p>\n<p>ElbEnergie<\/p>\n<p>Die ElbEnergie GmbH ist als Betreiber von Gasleitungen und Messstellenbetreiber in 20 Gemeinden in Nordniedersachsen f\u00fcr den sicheren und zuverl\u00e4ssigen Betrieb der Energienetze verantwortlich. Rund 50.000 Kunden in den Landkreisen Stade und Harburg werden vom Gesch\u00e4ftsstandort Hittfeld, in der Gemeinde Seevetal, aus betreut. Auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t stellt ElbEnergie in einem mehrstufigen Prozess ihre Liegenschaften, den Fuhrpark sowie den Gasnetzbetrieb entsprechend um.<\/p>\n<p>ElbEnergie geh\u00f6rt zur HanseWerk-Gruppe, einem der gr\u00f6\u00dften Energieunternehmen in Norddeutschland. Die HanseWerk-Gruppe betreibt selbst oder \u00fcber ihre Tochtergesellschaften Strom- und Gasnetze, Fernw\u00e4rmenetze, Blockheizkraftwerke und Heizzentralen und bietet f\u00fcr Unternehmen und Kommunen umfassende Energiel\u00f6sungen.<\/p>\n<p>HanseGas<\/p>\n<p>In vielen Kommunen Mecklenburg-Vorpommerns und Teilen Brandenburgs ist die HanseGas GmbH, eine Tochter der HanseWerk AG, der Gasnetzbetreiber. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens betreuen von zw\u00f6lf Standorten aus rund 4.700 Kilometer Gasleitungen und stellen so eine zuverl\u00e4ssige und sichere Energieversorgung sicher.<\/p>\n<p>Auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t stellt HanseGas in einem mehrstufigen Prozess ihre Liegenschaften, den Fuhrpark sowie den Gasnetzbetrieb entsprechend um. Dar\u00fcber hinaus engagiert sich das Unternehmen im sozialen und kulturellen Bereich sowie in Sportprojekten. Au\u00dferdem investiert HanseGas in Mecklenburg-Vorpommern \u2013 ob \u00fcber die Ausbildung junger Menschen oder die Beauftragung von regionalen Dienstleistungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Der Boom bei Erneuerbaren Energien und Batteriespeichern f\u00fchrt aktuell zu einer extremen \u2013 noch nie dagewesenen \u2013 Nachfrage nach Netzanschl\u00fcssen bei der HanseWerk-Tochter SH Netz. Die angefragte Anschlussleistung f\u00fcr Erneuerbare Energien sowie Batteriespeicher ist heute etwa viermal so gro\u00df wie die gesamte in den letzten rund 40 Jahren angeschlossene Leistung aller Erneuerbare-Energien-Anlagen. 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