{"id":8446,"date":"2018-10-31T06:06:54","date_gmt":"2018-10-31T04:06:54","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=8446"},"modified":"2018-10-31T10:02:08","modified_gmt":"2018-10-31T08:02:08","slug":"die-1-herren-des-tsv-berkenthin-ist-ab-sofort-erstklassig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/10\/31\/die-1-herren-des-tsv-berkenthin-ist-ab-sofort-erstklassig\/","title":{"rendered":"Tischtennis: Die 1. Herren des TSV Berkenthin ist ab sofort erstklassig"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berkenthin (pm).<\/strong> &#8222;Vor zirka f\u00fcnf Jahren&#8220;, so erinnert sich Neuzugang Volker Hengst, &#8222;musste ich mich beim Punktspiel noch im Pavillon in der Bahnhofstra\u00dfe hinter der Gardine umziehen&#8220;. Hengst spielte damals noch beim Ratzeburger SV und mit dem &#8222;Pavillon&#8220; meint er die Halle im Sportzentrum bei den Fu\u00dfball-Pl\u00e4tzen. Ungew\u00f6hnlich war die Location trotz dieser offiziellen Bezeichnung, denn Training wie auch die Punktspiele wurden hier in einem Raum gespielt, wo sich auch die Gemeinde-R\u00e4te oder die Landjugend f\u00fcr ihre geselligen Abende verabreden. F\u00fcr Punktspiele war die vier (bis sechs) aufgebaute Tischtennis-Platten fassende &#8222;Halle&#8220; nur geeignet, weil Berkenthin so tief unten agierte.<\/p>\n<p>Vor f\u00fcnf Jahren spielte die 1. Herren in der sechsten Kreisklasse, damals die drittniedrigste Spielklasse. Da sind die Anforderungen an die &#8222;spielerische Beinfreiheit&#8220; oder Deckenh\u00f6he seitens des Spielbetriebs nicht sehr hoch. Doch diese Zeiten sind nun sp\u00e4testens mit dem Beginn der neuen Saison ab September 2018 vorbei. Hauptverantwortlicher daf\u00fcr ist Thoralf Drews, seit Februar 2016 Spartenleiter der Tischtennis-Abteilung des TSV Berkenthin.<br \/>\nZu einer Zeit wo es andere Tischtennis-Abteilungen schwer haben, \u00fcberhaupt nur die Aktiven zu halten, \u00fcbernahm er die Abteilung mit f\u00fcnf Mitgliedern und kann nun aufgrund seiner Kontakte aber auch nach diversen Aktionen auf mehr als 50 Mitglieder z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Drews, der gerade erst seinen 50. Geburtstag feierte, bezeichnet sich auch als &#8218;Seiteneinsteiger&#8216;, hat also Tischtennis nicht schon als Jugendlicher antrainiert bekommen, sondern lediglich \u201egespielt\u201c. Das sieht man seinem Topspin auch ein wenig an, aber er ist einfach begeistert von dieser Sportart: &#8222;Tischtennis ist oft schon zu Hause auf relativ begrenztem Raum zu spielen, ist zudem sehr preiswert, was Materialkosten wie auch Vereinsbeitr\u00e4ge angeht. Au\u00dferdem ist dieser Sport wenig verletzungsintensiv und durch ausgebuffte Techniken haben auch \u00e4ltere Jahrg\u00e4nge gegen j\u00fcngere eine echte Chance; was ich zum Beispiel beim Fu\u00dfball, Schwimmen, Radsport oder Tennis aufgrund der erforderlichen k\u00f6rperlichen Verfassung dort nicht sehe. Und dennoch h\u00e4lt dieser Sport enorm fit. Wer Tischtennis ordentlich spielt, muss nach dem Training zwangsl\u00e4ufig unter die Dusche.&#8220; Und auch von Orthop\u00e4den wie Neurologen h\u00f6rt man Positives \u00fcber diesen Sport, der den K\u00f6rper trotz intensiver Bewegungen nicht zu extrem belastet und zudem, als schnellste R\u00fcckschlag-Sportart, das Gehirn f\u00fcr die erforderlichen Reflexe auf eine positive Art beansprucht.<\/p>\n<p>Haupts\u00e4chlich \u00fcber die \u201eJedermann-Turniere\u201c beziehungsweise \u201eOffenen Berkenthiner Tischtennis-Meisterschaften\u201c f\u00fcr Menschen aus der Nachbarschaft und die umliegenden D\u00f6rfer, stie\u00dfen mehr und mehr Interessenten zum Tischtennis nach Berkenthin. Doch anstatt \u00fcber einen Aufnahme-Stopp nachdenken zu m\u00fcssen, kam ihm das Schicksal sehr entgegen: In Berkenthin stand der Neubau der Sporthalle an der Schule an. Man schaffte es, dass die Tischtennis-Abteilung des TSV Berkenthin ordentlich Hallenzeiten bekam.<\/p>\n<p>Die Halle ist nun fertig, am 28. August durften die Spieler zum ersten Mal in der Halle trainieren und selbst die dann neun aufgebauten Platten waren nur ausreichend, weil an einigen Tischen Doppel gespielt wurde.<\/p>\n<p>Auch sportlich ging es voran. 2017 wurden zwei Titel und ein dritter Platz bei den Kreismeisterschaften der Erwachsenen erreicht und drei dritte Pl\u00e4tze bei der Jugend. Das ist zum gro\u00dfen Teil der Verdienst von Cheftrainer Sven Friedrichs, der von Thoralf Drews f\u00fcr ein langfristiges Engagement gewonnen werden konnte.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich einmal als \u201eAgenda 2020\u201c definiert \u2013 wurde das Ziel schon 2018 erreicht. Es sollte eine Mannschaft in der erste Kreisklasse spielen. Von der sechsten in die erste, ein gewaltiger Aufstiegsplan! Doch Hengst vom Ratzeburger SV, der inzwischen h\u00f6her spielt als vor f\u00fcnf Jahren bei seinem Ausw\u00e4rtsspiel in Berkenthin, fand die Idee und die Strategie der Berkenthiner so gut, dass er zur neuen Saison wechselte und gleich noch den Berkenthiner Apotheker Lutz Gibas (sein RSV-Mannschaftskollege) mitbrachte. Sven Friedrichs, Trainer des TSV und bis dahin Spieler f\u00fcr Stockelsdorf in der Kreisliga, entschied sich, diesen Weg als aktiver Spieler mitzugehen. Als absoluter Gl\u00fccksgriff kann noch Marc Weber bezeichnet werden, dem Drews am Telefon von der Idee erz\u00e4hlte und der bisher einige Male als Gasttrainer begr\u00fc\u00dft wurde. Marc k\u00f6nnte sportlich noch diverse Klassen weiter oben spielen, will aber mehr Zeit f\u00fcr das Private haben und deshalb nicht f\u00fcnfmal die Woche trainieren m\u00fcssen, um sein hohes Level halten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Diese vier bilden nun die 1. Herren des TSV Berkenthin und das Saisonziel ist es, sogar um den Aufstieg in die Kreisliga mitzuspielen. Nicht nur gut f\u00fcr den sich entwickelnden Verein, sondern auch als Vorbild f\u00fcr den eigenen Nachwuchs, der nat\u00fcrlich am Rande der Platte die zum Teil extrem schnellen Ballwechsel mit Interesse verfolgt. &#8222;Nacheifern und mittrainieren&#8220;, so das Motto von Tischtennis-Chef Drews, der Wert darauf legt, dass sich die 1. Herren in das Vereinsgef\u00fcge einschmiegt. Und das funktioniert auch, trainiert wird nat\u00fcrlich haupts\u00e4chlich auf gleicher Ebene, aber auch mal bunt gemischt.<\/p>\n<p>Aber nicht nur die Geschichte zur 1. Mannschaft ist zu erw\u00e4hnen. In der Saison 2018\/2019 sind nun f\u00fcnf Erwachsenen- und zwei Sch\u00fclermannschaften f\u00fcr den TSV Berkenthin im Spielbetrieb aktiv. Hinzu kommen Hobbyspieler, die einfach nur etwas Sport treiben wollen.<br \/>\nNach seinem Erfolgsgeheimnis gefragt antwortet Thoralf Drews: \u201eSchaffe solche Rahmenbedingungen, dass sich alle wohlf\u00fchlen. Egal wie gut oder wie alt der Spieler ist!\u201c und schmunzelnd erg\u00e4nzt er: &#8222;\u2026 bei uns werden die B\u00e4ume nicht in den Himmel wachsen, aber die Deckenh\u00f6he haben wir hier in der neuen Halle schon gesteigert!\u201c<\/p>\n<p>Weitere Infos unter <a href=\"http:\/\/www.tischtennis-berkenthin.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.tischtennis-berkenthin.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berkenthin (pm). &#8222;Vor zirka f\u00fcnf Jahren&#8220;, so erinnert sich Neuzugang Volker Hengst, &#8222;musste ich mich beim Punktspiel noch im Pavillon in der Bahnhofstra\u00dfe hinter der Gardine umziehen&#8220;. Hengst spielte damals noch beim Ratzeburger SV und mit dem &#8222;Pavillon&#8220; meint er die Halle im Sportzentrum bei den Fu\u00dfball-Pl\u00e4tzen. 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