{"id":8400,"date":"2018-10-29T07:23:54","date_gmt":"2018-10-29T05:23:54","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=8400"},"modified":"2018-10-29T12:37:41","modified_gmt":"2018-10-29T10:37:41","slug":"land-beschliesst-umfassende-sanierung-der-landesstrassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/10\/29\/land-beschliesst-umfassende-sanierung-der-landesstrassen\/","title":{"rendered":"Land beschlie\u00dft umfassende Sanierung der Landesstra\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Von der heute (29. Oktober 2018) getroffenen Kabinettsentscheidung der Landesregierung zum Landesstra\u00dfen-Erhaltungsprogramm zeigen sich die CDU-Landtagsabgeordneten Klaus Schlie und Andrea Tschacher erfreut. \u201eMit dem beschlossenen Erhaltungsprogramm macht die Landesregierung bei der Sanierung der Landesstra\u00dfen Ernst. Am Ende dieser Legislaturperiode werden sich 70 Prozent der Landesstra\u00dfen wieder in einem ordentlichen Zustand befinden. Allein diese Zahl zeigt, welchen Sanierungsstau wir abzuarbeiten haben\u201c, erkl\u00e4rt Klaus Schlie.<\/p>\n<p>Das Kabinett hatte heute das Stra\u00dfensanierungsprogramm f\u00fcr die Jahre 2019 bis 2022 beschlossen. Im Programm seien sechs Ma\u00dfnahmen f\u00fcr das Herzogtum Lauenburg enthalten. So werde bereits im n\u00e4chsten Jahr der Streckenabschnitt der L 208 zwischen Kuddew\u00f6rde und Aum\u00fchle auf einer L\u00e4nge von 8,2 Kilometer saniert. Im Jahr 2019 werde zudem die L 287 (Lehmrader Str. und Gudower Str.) in der Ortsdurchfahrt Lemrade bis Gudow auf einer L\u00e4nge von 5,6 Kilometer saniert. Im Jahr 2020 folge dann die Sanierung eines ein Kilometer langen Streifens der L 205 (Hauptstra\u00dfe) in der Ortsdurchfahrt der Gemeinde Gudow.<\/p>\n<p>Im Folgejahr w\u00fcrde dann die Sanierung der L 158 auf einer L\u00e4nge von 11,2 Kilometer zwischen Kollow und Lauenburg in Angriff genommen. Schlie\u00dflich w\u00fcrden im Jahr 2022 noch die L 205 zwischen Wangelau und B\u00fcchen auf 6,3 Kilometer in Stand gesetzt sowie die L 220 zwischen K\u00fchsen und Berkenthin \u00fcber 5,9 Kilometer saniert.<\/p>\n<p>Die beiden Abgeordneten verwiesen auf die Forderung \u201eStra\u00dfen bauen\u201c aus dem CDU-Landtagswahlkampf des vergangenen Jahres. \u201eVersprochen und gehalten \u2013 damit l\u00f6sen wir ein zentrales Wahlversprechen ein\u201c, so Andrea Tschacher. \u201eAls wir noch in der Opposition waren haben wir mit der Schlaglochkampagne den desolaten Zustand unserer Stra\u00dfeninfrastruktur angeprangert\u201c, erinnert Klaus Schlie.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Forderung lautete schon damals, dass j\u00e4hrlich mindestens 90 Millionen Euro in den Erhalt der Landesstra\u00dfen flie\u00dfen m\u00fcssten. In der Jamaika-Koalition konnten wird diese Summe nun mit den Gr\u00fcnen und der FDP im Koalitionsvertrag vereinbaren\u201c, so Schlie weiter. Diese Summe sei auch erforderlich. Dabei st\u00fctzt sich die Annahme der Landesregierung auf die Berechnung des Landesbetriebs f\u00fcr Stra\u00dfenbau und Verkehr. Demnach sei es mit diesen Investitionsvolumen m\u00f6glich, die Stra\u00dfen im Land wieder in einen Zustand zu versetzen, wie es vor der Deutschen Wiedervereinigung der Fall war. Unter den SPD-gef\u00fchrten Landesregierungen wurden stattdessen weniger als 30 Millionen Euro pro Jahr in die Sanierung der Landesstra\u00dfen investiert.<\/p>\n<p>\u201eMit 30 Millionen Euro l\u00e4sst sich der Verfall der Infrastruktur nicht stoppen. Mit dem Haushalt 2018 hat die Landtagsmehrheit von CDU, Gr\u00fcnen und FDP dagegen erstmals mehr als 90 Millionen Euro f\u00fcr die Sanierung von Landesstra\u00dfen zur Verf\u00fcgung gestellt. Den gleichen Weg m\u00f6chten wir auch mit dem derzeit in Beratung befindlichen Haushalt f\u00fcr 2019 und ebenso in den Folgejahren gehen. Mit diesen Investitionen werden wir die Situation in den kommenden Jahren endlich in den Griff bekommen\u201c, konstatiert Andrea Tschacher.<\/p>\n<p><strong>Baugewerbeverband weist auf Zukunftsperspektiven hin<\/strong><\/p>\n<p>Der Baugewerbeverband Schleswig-Holstein lobt Kabinettsentscheidung der Landesregierung und nutzt den Zeitpunkt, auf weitere Anliegen aufmerksam zu machen. \u201eWir begr\u00fc\u00dfen, dass die geplanten Investitionen in die Landesstra\u00dfensanierung eine erfreuliche Entwicklung zeigen und mit der Erhaltungsstrategie der Substanzverzehr aufgehalten werden soll\u201c, sagt Georg Schareck, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein. Sein Verband goutiere, dass es bei der Mittelverteilung keine Priorisierung mehr g\u00e4be und dass das Verkehrsministerium auch den dauerhaften Erhalt im Blick habe.<\/p>\n<p>\u201eDas ist umso wichtiger, weil viele Stra\u00dfen zuk\u00fcnftig st\u00e4rker belastet werden, alleine schon durch die Anforderungen des zunehmenden Schwerlastverkehrs\u201c, so der Verbandschef. Alle Verkehrsprognosen gehen, bezogen auf den G\u00fcterverkehr, von einem weiteren Zuwachs der Schwerverkehre auf der Stra\u00dfe aus. Hinzu kommt die verst\u00e4rkte Verkehrsbelastung der Landesstra\u00dfen, vor allem derjenigen, die parallel der Bundesautobahnen verlaufen, \u201enoch\u201c zur Mautumgehung.<\/p>\n<p>Auch sollte nicht aus den Augen verloren werden, dass im Rahmen der Wohnraumoffensive Erschlie\u00dfungsstra\u00dfen und Zuwegungen sowie kommunale Stra\u00dfen entst\u00fcnden, die an die Landesstra\u00dfen angebunden werden m\u00fcssten. Auch hier k\u00f6nnte das Land zeigen, dass es die Gemeinden bei der Verkehrswegefinanzierung nicht alleine lasse.<\/p>\n<p>Das geltende Planungs- und Genehmigungsrecht sei bei gro\u00dfen Projekten in der jetzigen Form eher kontraproduktiv als zielf\u00fchrend. \u201eWir brauchen zum einen beschleunigte und abgek\u00fcrzte Verfahren bei den Planfeststellungsbeschl\u00fcssen und zum anderen brauchen wir digitale Verfahren in den Beh\u00f6rden\u201c, so Schareck. Planung und Erhalt m\u00fcssten zudem verst\u00e4rkt den Bedarf und die Nutzung zuk\u00fcnftiger Fahrzeugtypen bis hin zur digitalen Verkehrslenkung einbeziehen.<\/p>\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen das fachlich fundierte strategische Vorgehen des Verkehrsministers auch mit Expertise aus der Bauwirtschaft unterst\u00fctzen. Und vor allem pl\u00e4dieren wir daf\u00fcr, ab sofort und zuk\u00fcnftig ausreichend Mittel auch im Hinblick auf die oben angerissenen Fragestellungen bereitzustellen\u201c, sagt Schareck. \u201ePlanung braucht Zeit und qualifiziertes Personal. Unsere Betriebe brauchen dies, um Planungssicherheit zu erhalten. Beide brauchen das, um vern\u00fcnftige Vertr\u00e4ge schlie\u00dfen und dann bauen zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Von der heute (29. Oktober 2018) getroffenen Kabinettsentscheidung der Landesregierung zum Landesstra\u00dfen-Erhaltungsprogramm zeigen sich die CDU-Landtagsabgeordneten Klaus Schlie und Andrea Tschacher erfreut. \u201eMit dem beschlossenen Erhaltungsprogramm macht die Landesregierung bei der Sanierung der Landesstra\u00dfen Ernst. Am Ende dieser Legislaturperiode werden sich 70 Prozent der Landesstra\u00dfen wieder in einem ordentlichen Zustand befinden. 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