{"id":83631,"date":"2026-05-31T05:38:42","date_gmt":"2026-05-31T04:38:42","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=83631"},"modified":"2026-05-28T11:59:24","modified_gmt":"2026-05-28T10:59:24","slug":"zwischenbilanz-zum-ausbildungsmarkt-interesse-an-betrieblicher-ausbildung-steigt-wieder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/05\/31\/zwischenbilanz-zum-ausbildungsmarkt-interesse-an-betrieblicher-ausbildung-steigt-wieder\/","title":{"rendered":"Zwischenbilanz zum Ausbildungsmarkt: Interesse an betrieblicher Ausbildung steigt wieder"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm). <\/strong>Die Mitglieder des regionalen Ausbildungsb\u00fcndnisses ziehen eine Zwischenbilanz zur aktuellen Situation am Ausbildungsmarkt in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg. Sie appellieren an die Jugendlichen: \u201eDas Ausbildungsangebot ist in gro\u00dfer Breite und Anzahl vorhanden! Wichtig ist bei der Berufswahl und Ausbildungssuche: Flexibel sein und Alternativen in Betracht ziehen. Dann sind die Chancen, f\u00fcr dieses Jahr eine Ausbildungsstelle zu finden, gut.\u201c Positiv f\u00fcr die ausbildenden Unternehmen: Es gibt auf Seiten der Jugendlichen wieder ein st\u00e4rkeres Interesse an der dualen Ausbildung.<\/p>\n<p>Bis zum April haben sich \u00fcber die Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg betrachtet mehr ausbildungsinteressierte Jugendliche als in den zur\u00fcckliegenden Jahren bei der Agentur f\u00fcr Arbeit Bad Oldesloe gemeldet. 1.694 junge Menschen sind f\u00fcr den Ausbildungsstart im Herbst 2026 auf die Berufsberatung der Arbeitsagentur zugegangen. Dies sind 237 oder 16,3 Prozent mehr als im April des Vorjahres.<\/p>\n<p>Im Kreis Stormarn sind es bislang 1.012 Ausbildungsbewerberinnen und &#8211; bewerber, 312 mehr als im April des Vorjahres und damit ein deutliches Plus. Ein R\u00fcckgang hingegen findet sich im Kreis Herzogtum Lauenburg. Nach einem deutlichen Plus im Vorjahr sind es aktuell mit 682 Jugendlichen 75 weniger Ausbildungssuchende als im Vorjahresmonat.<\/p>\n<figure id=\"attachment_83632\" aria-describedby=\"caption-attachment-83632\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-83632 size-full\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Handwerk.-Foto-AA-hfr.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"667\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Handwerk.-Foto-AA-hfr.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Handwerk.-Foto-AA-hfr-600x400.jpg 600w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Handwerk.-Foto-AA-hfr-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-83632\" class=\"wp-caption-text\">Handwerk. Foto: AA, hfr<\/figcaption><\/figure>\n<p>Beim Lehrstellenangebot liegt die Zahl der bei der Arbeitsagentur bislang gemeldeten Ausbildungsstellen mit insgesamt 1.984 (Stormarn 1.187, Herzogtum Lauenburg 797) um 139 oder 6,5 Prozent unter der des Vorjahres. Davon sind aktuell noch 1.108 Ausbildungsstellen unbesetzt (Stormarn 638, im Kreis Herzogtum Lauenburg 470). Gleichzeitig sind 1.013 Bewerberinnen und Bewerber (Stormarn 620, Herzogtum Lauenburg 393) weiter auf der Suche nach einer Lehrstelle.<\/p>\n<p>Kathleen Wieczorek, Chefin der Oldesloer Agentur f\u00fcr Arbeit, sagt zur Entwicklung bei den Ausbildungsbewerberinnen und -bewerbern: &#8222;Erfreulich ist, dass sich wieder zunehmend mehr junge Menschen f\u00fcr den Berufseinstieg \u00fcber die duale Ausbildung interessieren. Die Unternehmen brauchen sie als angehende Auszubildende und im Anschluss an die Ausbildung als qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Trotz des zugenommenen Interesses auf Seiten der Jugendlichen \u00fcberwiegt die Zahl der Ausbildungsangebote. Es warten noch viele freie Ausbildungspl\u00e4tze auf Bewerbungen, \u00fcber die H\u00e4lfte der gemeldeten Ausbildungsstellen sind noch nicht besetzt. Jeder fehlende Azubi heute ist eine fehlende Fachkraft von morgen.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr die erfolgreiche Ausbildungssuche der Jugendlichen ist aus Sicht der Agenturchefin wichtig: \u201eAuch Alternativen \u00fcberlegen und sich so bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle breiter aufstellen. Es gibt Berufe wie zum Beispiel Kaufmann \/ &#8211; frau B\u00fcromanagement oder Kfz-Mechatronikerin oder -Mechatroniker, die auf der Wunschliste der Jugendlichen regelm\u00e4\u00dfig ganz oben stehen, f\u00fcr die es jedoch meistens nicht ausreichend Ausbildungsangebote f\u00fcr alle gibt. Hier sollte man berufliche Alternativen in Betracht ziehen. Flexibilit\u00e4t erh\u00f6ht die Chancen. Nutzt die Vor-Ort-Angebote, unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater erreicht ihr in euren Schulen. Sie beraten und unterst\u00fctzen euch bei den \u00dcberlegungen, pers\u00f6nliche Alternativen f\u00fcr einen Berufseinstieg zu finden.\u201c<\/p>\n<p>Unter den jungen Menschen aus den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg, die sich bereits in einer Berufsausbildung befinden, wird die Gruppe derer mit ausl\u00e4ndischer Staatsangeh\u00f6rigkeit stetig gr\u00f6\u00dfer. Ihre Zahl unter den sozialversicherungspflichtig besch\u00e4ftigten Auszubildenden ist erneut gewachsen. \u201eZum 30. September 2025 waren unter den 4.460 Auszubildenden, die im Kreis Stormarn wohnen, 688 mit einer ausl\u00e4ndischen Staatsangeh\u00f6rigkeit. Ihre Zahl hat damit zum Vorjahr um weitere 68 oder elf Prozent zugenommen. Vor drei Jahren waren es noch 466\u201c, sagt die Chefin der Arbeitsagentur. \u201eEine \u00e4hnliche Entwicklung findet sich auch im Herzogtum: Hier waren es im September 2025 503 dort wohnende Azubi mit einer anderen als der deutschen Staatsangeh\u00f6rigkeit in einem sozialversicherungspflichtigen Berufsausbildungsverh\u00e4ltnis, ein Plus von 39 oder 8,4 Prozent zum Vorjahr. Vor drei Jahren lag deren Zahl noch bei 386. Ihre in beiden Kreisen gestiegene Zahl hat den R\u00fcckgang bei den deutschen Jugendlichen (Stormarn von 2022 zu 2025 minus 34, Herzogtum Lauenburg minus 127) aufgefangen.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Nina Bahlo, Teamleiterin Nachwuchsgewinnung bei der Handwerkskammer L\u00fcbeck, blickt positiv auf den aktuellen Stand im Handwerk: \u201eDas Handwerk erfreut sich wachsender Beliebtheit bei jungen Menschen. Die Handwerkskammer L\u00fcbeck verzeichnet f\u00fcr das erste Halbjahr einen deutlichen Anstieg bei den abgeschlossenen Ausbildungsvertr\u00e4gen. Trotz dieser positiven Entwicklung gibt es noch viele freie Stellen f\u00fcr motivierte Bewerberinnen und Bewerber. Wir empfehlen jungen Menschen, fr\u00fchzeitig durch ein Praktikum den eigenen Berufswunsch zu erkunden. Das hilft ihnen, den Beruf sowie den Betrieb n\u00e4her kennenzulernen. Aktuell k\u00f6nnen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Schleswig-Holstein f\u00fcr ein freiwilliges Praktikum in den Ferien im Handwerk die Praktikumspr\u00e4mie von 120 Euro pro Woche beantragen. Wir ermutigen sie, verschiedene Berufe auszuprobieren und sich nicht entmutigen zu lassen, wenn die erste Wahl nicht sofort klappt. Mit \u00fcber 130 Ausbildungsberufen bietet das Handwerk vielf\u00e4ltige Perspektiven. Neben der Praktikumspr\u00e4mie ist das Freiwillige Handwerksjahr ebenfalls eine tolle M\u00f6glichkeit, sich auszuprobieren.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr die Kreishandwerkerschaft Stormarn erg\u00e4nzt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Marcus Krause: \u201eDas Stormarner Handwerk kann zum heutigen Stichtag das gleiche hohe Ausbildungsniveau wie im vergangenen Jahr verzeichnen. Dies f\u00fchren wir weiterhin vor allem auf die hohe Ausbildungsbereitschaft der Stormarner Handwerksbetriebe zur\u00fcck und der stetig konstanten Nachwuchswerbung in Verbindung mit unserem Auftritt in den sozialen Netzwerken via Instagram (handwerk-stormarn).\u201c Unver\u00e4ndert g\u00e4be es in allen Berufen aber freie Ausbildungsstellen, welche jederzeit noch besetzt werden.<\/p>\n<p>Auch die Kreishandwerkerschaft Herzogtum Lauenburg verzeichnet f\u00fcr das Ausbildungsjahr 2026 einen positiven Trend: Aktuell wurden bereits 100 neue Lehrverh\u00e4ltnisse eingetragen. Damit zeige sich erneut, dass das Handwerk f\u00fcr viele junge Menschen eine attraktive und zukunftssichere Berufsperspektive b\u00f6te, so Susanne Bendfeldt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Kreishandwerkerschaft Herzogtum Lauenburg.<\/p>\n<p>Um dem Fachkr\u00e4ftemangel nachhaltig entgegenzuwirken, setze die Kreishandwerkerschaft weiterhin gezielt auf die F\u00f6rderung des handwerklichen Nachwuchses. Gemeinsam mit Schulen, Berufsberatungen und regionalen Betrieben werden Ausbildungsb\u00f6rsen, Schulbesuche sowie Praktikumsangebote organisiert. Dar\u00fcber hinaus beteilige sich die Kreishandwerkerschaft aktiv an regionalen Ausbildungsmessen und entwickelt moderne Informationskampagnen, um Jugendliche fr\u00fchzeitig f\u00fcr eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern.<\/p>\n<p>Besonders attraktiv gestaltet sich das Ausbildungsangebot in den Berufen Tischler, Friseur und Maler: Hier besteht die M\u00f6glichkeit, die Ausbildung entweder \u00fcber das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) zu beginnen und anschlie\u00dfend direkt in das zweite Lehrjahr einzusteigen oder den klassischen Weg mit dem ersten Ausbildungsjahr im Betrieb zu w\u00e4hlen. Diese Flexibilit\u00e4t er\u00f6ffnet jungen Menschen unterschiedliche Einstiegsm\u00f6glichkeiten und erleichtert den Start in eine handwerkliche Laufbahn.<\/p>\n<p>\u201eDie aktuellen Ausbildungszahlen zeigen, dass das Handwerk auch 2026 eine starke Zukunftsperspektive bietet. Mit den inzwischen 100 neu eingetragenen Lehrverh\u00e4ltnissen sehen wir ein wichtiges Signal f\u00fcr die Zukunft unserer regionalen Betriebe. Ausbildung bleibt das Fundament unseres Handwerks und ein entscheidender Baustein zur Sicherung qualifizierter Fachkr\u00e4fte\u201c, sagt Bendfeldt.<\/p>\n<p>Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu L\u00fcbeck verzeichnet zum Stichtag Ende April 2026 insgesamt 937 neu abgeschlossene Ausbildungsvertr\u00e4ge. Dies entspricht einem R\u00fcckgang von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.<\/p>\n<p>\u201eHier ist noch deutlich Luft nach oben\u201c, betont Sebastian Grothkopp, Bereichsleiter Aus- und Weiterbildung der IHK zu L\u00fcbeck. \u201eIn den kommenden Monaten wird erfahrungsgem\u00e4\u00df ein Gro\u00dfteil der Ausbildungsvertr\u00e4ge f\u00fcr den Start 2026 abgeschlossen. Viele Bewerbungsverfahren laufen derzeit noch. Eine belastbare Bewertung der Gesamtsituation ist daher erst zum Jahresende m\u00f6glich.\u201c<\/p>\n<p>Gleichzeitig macht die IHK auf eine strukturelle Besonderheit aufmerksam: \u201eF\u00fcr die Ausbildungsbetriebe stellt sich die Situation in diesem Jahr deutlich herausfordernder dar als im Vorjahr. Durch die Umstellung von G8 auf G9 fehlt in Schleswig-Holstein fast ein kompletter Abiturjahrgang. Insgesamt rechnen wir mit rund 5.500 weniger Schulabgangssch\u00fclern\u201c, so Grothkopp.<\/p>\n<p>Die IHK zu L\u00fcbeck appelliert daher an Unternehmen und Jugendliche gleicherma\u00dfen, die Chancen der dualen Ausbildung aktiv zu nutzen. \u201eUnsere Ausbildungsbetriebe ben\u00f6tigen dringend Nachwuchs, um ihren Fachkr\u00e4ftebedarf langfristig zu sichern. Gleichzeitig bieten sich jungen Menschen hervorragende Perspektiven. Entscheidend ist, dass beide Seiten jetzt zusammenfinden. Dazu geh\u00f6rt auch, dass Unternehmen ihre Ausbildungsangebote noch st\u00e4rker sichtbar machen und gezielt um Nachwuchs werben\u201c, so Grothkopp weiter.<\/p>\n<p>Die Berufsbildungszentren (BBZ) in Ahrensburg, Bad Oldesloe und M\u00f6lln sind in der Region verl\u00e4ssliche Partner und bieten w\u00e4hrend der Berufsausbildung in einer Vielzahl von attraktiven, dualen Ausbildungsberufen, von Anlagenmechaniker\/-innen Sanit\u00e4r-, Heizung- und Klimatechnik \u00fcber Kaufleute im B\u00fcromanagement bis zu Zerspanungsmechaniker\/-innen, den Berufsschulunterricht an. Und wenn noch ein allgemeinbildender Schulabschluss fehlt, dann k\u00f6nnen die Auszubildenden w\u00e4hrend der Berufsausbildung den Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA), den Mittlerer Schulabschluss (MSA) oder die Fachhochschulreife erlangen. Ein wichtiger Bestandteil ist auch das Bildungsangebot im sozialp\u00e4dagogischen Bereich (Pflegeassistent\/-in, Sozialp\u00e4dagogische\/-r Assistent\/-in, Erzieher\/-in, Heilerzieher\/-in), mit dem die drei BBZ das Gewinnen von Nachwuchsfachkr\u00e4ften zum Beispiel zugunsten von Kindertageseinrichtungen und dem offenen Ganztag unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Alle drei Berufsbildungszentren bieten mit ihren Netzwerkpartnern unterschiedliche Ma\u00dfnahmen zur Berufsorientierung an, in denen sich Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nach dem Verlassen der allgemeinbildenden Schule und ohne Ausbildungsplatz in der Ausbildungsvorbereitung in interessante Berufsfeldern auch praktisch ausprobieren k\u00f6nnen. Da das erfolgreiche Absolvieren einer Berufsausbildung h\u00e4ufig ein Garant f\u00fcr ein zufriedeneres und selbstbestimmteres Leben ist, ist die Vermittlung in Praktika und Berufsausbildungen ein prim\u00e4res Ziel. Dar\u00fcber hinaus bieten die drei BBZ f\u00fcr Interessierte erfolgreiche Ausbildungsmessen an, auf denen \u00f6rtliche Ausbildungsbetriebe und Sch\u00fcler\/-innen ins Gespr\u00e4ch kommen, Praktika vereinbaren oder Ausbildungen anbahnen k\u00f6nnen (n\u00e4chste Termine: Ahrensburg 26. Februar 2027, Bad Oldesloe 24. September und M\u00f6lln 19. November).<\/p>\n<p>\u201eAufgrund des Wettbewerbes und der teilweisen sehr nahen Lage zu Hamburg bleibt es eine Herausforderung, junge Menschen mit attraktiven Angeboten in der Region zu halten. Hierf\u00fcr sind kurze Wege zur Berufsschule ein wichtiger Faktor. Zus\u00e4tzlich wird in diesem Jahr der Effekt auftreten, dass wegen des Wechsels von G8 auf G9 etliche Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler an Gymnasien erst ein Jahr sp\u00e4ter ihr Abitur ablegen und damit erwartbar weniger Schulabsolventen\/Schulabsolventinnen mit einer Berufsausbildung beginnen\u201c, so Johannes Kahlke (Schulleiter BBZ Ahrensburg), Kai Aagardt (Schulleiter BBZ Bad Oldesloe) und Ulrich Keller (Schulleiter BBZ M\u00f6lln). \u201eDas Gewinnen von Nachwuchsfachkr\u00e4ften unterst\u00fctzen die BBZ dabei nicht nur zugunsten der Ausbildungsbetriebe in der Region, sondern auch bezogen auf den eigenen Berufsschullehrkr\u00e4ftenachwuchs. In den kommenden Jahren wird die gro\u00dfe Gruppe von Berufsschullehrkr\u00e4ften in den Ruhestand gehen, die als \u201eBabyboomer\u201c in den letzten Jahrzehnten wertvolle Bildungsarbeit geleistet haben. Diese vorausschauend und nahtlos zu ersetzen wird eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr die BBZ sein, da der derzeit landesweit anhaltende R\u00fcckgang von Sch\u00fcler\/-innen an berufsbildenden Schulen die Planstellensituation vor Ort verschlechtert und damit die einzelnen Standorte unattraktiver werden.\u201c<\/p>\n<p>Mitglieder des regionalen Ausbildungsb\u00fcndnisses sind die Kreishandwerkerschaften Stormarn und Herzogtum Lauenburg, die Handwerkskammer L\u00fcbeck, die Industrie- und Handelskammer zu L\u00fcbeck, die Beruflichen Schulen aus den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg, die Schul\u00e4mter der Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg, die Jobcenter Stormarn und Herzogtum Lauenburg, der Verwaltungsausschuss der Agentur f\u00fcr Arbeit Bad Oldesloe sowie die Agentur f\u00fcr Arbeit Bad Oldesloe.<\/p>\n<figure id=\"attachment_70546\" aria-describedby=\"caption-attachment-70546\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-70546\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Leichte-Sprache-600x344.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"344\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Leichte-Sprache-600x344.jpg 600w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Leichte-Sprache-768x440.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Leichte-Sprache.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-70546\" class=\"wp-caption-text\">Im Sinne der Inklusion versuchen wir ab sofort zu unseren Artikeln auch eine \u00dcbersetzung in leichter Sprache zu bieten. Wir bitten um Verst\u00e4ndnis, dass wir aus zeitlichen Gr\u00fcnden immer nur einige Berichte \u00fcbersetzen k\u00f6nnen.<br \/>\nImage by <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/users\/maky_orel-436253\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2684015\">Mark\u00e9ta Klime\u0161ov\u00e1<\/a> from <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2684015\">Pixabay<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Zusammenfassung in leicht verst\u00e4ndlicher Sprache:<\/strong><\/p>\n<p>Das regionale Ausbildungsb\u00fcndnis in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg zieht eine Zwischenbilanz zum Ausbildungsmarkt. Die gute Nachricht: Es gibt viele freie Ausbildungspl\u00e4tze, und immer mehr Jugendliche interessieren sich wieder f\u00fcr eine duale Ausbildung. Die Unternehmen freut das, denn sie brauchen dringend Nachwuchs.<\/p>\n<p><strong>Aktuelle Zahlen:<\/strong><br \/>\nIm April 2026 haben sich 1.694 junge Menschen bei der Arbeitsagentur Bad Oldesloe f\u00fcr eine Ausbildung im Herbst beworben \u2013 das sind 16,3 % mehr als im Vorjahr. Im Kreis Stormarn sind es 1.012 Bewerberinnen und Bewerber (312 mehr als 2025), im Kreis Herzogtum Lauenburg 682 (75 weniger als 2025).<br \/>\nGleichzeitig gibt es 1.984 gemeldete Ausbildungsstellen, davon sind noch 1.108 unbesetzt. 1.013 Jugendliche suchen noch eine Lehrstelle.<\/p>\n<p><strong>Appell an die Jugendlichen:<\/strong><br \/>\nDie Arbeitsagentur r\u00e4t: Seid flexibel und denkt \u00fcber Alternativen nach! Beliebte Berufe wie Kaufmann\/-frau im B\u00fcromanagement oder Kfz-Mechatroniker\/in sind oft schnell vergeben. Wer offen f\u00fcr andere Berufe ist, hat gute Chancen, einen Platz zu finden. Die Berufsberatung unterst\u00fctzt dabei \u2013 auch direkt in den Schulen.<\/p>\n<p><strong>Positive Entwicklungen:<\/strong><br \/>\nImmer mehr Jugendliche mit ausl\u00e4ndischer Staatsangeh\u00f6rigkeit beginnen eine Ausbildung. Im Kreis Stormarn sind es 688 (11 % mehr als 2024), im Herzogtum Lauenburg 503 (8,4 % mehr). Das gleicht den R\u00fcckgang bei deutschen Jugendlichen aus.<\/p>\n<p><strong>Handwerk und Industrie:<\/strong><br \/>\nDas Handwerk verzeichnet mehr Ausbildungsvertr\u00e4ge als im Vorjahr. Die Handwerkskammer L\u00fcbeck empfiehlt Praktika, um Berufe kennenzulernen. Es gibt sogar eine Praktikumspr\u00e4mie von 120 Euro pro Woche. Auch die Kreishandwerkerschaften Stormarn und Herzogtum Lauenburg melden positive Trends: Viele freie Stellen warten auf Bewerberinnen und Bewerber.<\/p>\n<p>Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu L\u00fcbeck hat bisher 937 neue Ausbildungsvertr\u00e4ge registriert \u2013 ein R\u00fcckgang von 10 % im Vergleich zu 2025. Grund: Durch die Umstellung von G8 auf G9 gibt es in Schleswig-Holstein fast einen ganzen Abiturjahrgang weniger. Die IHK appelliert an Unternehmen, ihre Ausbildungsangebote sichtbarer zu machen, und an Jugendliche, die Chancen der dualen Ausbildung zu nutzen.<\/p>\n<p><strong>Berufsbildungszentren (BBZ):<\/strong><br \/>\nDie BBZ in Ahrensburg, Bad Oldesloe und M\u00f6lln bieten Berufsschulunterricht f\u00fcr viele duale Ausbildungsberufe an. Wer noch keinen Schulabschluss hat, kann diesen w\u00e4hrend der Ausbildung nachholen. Zudem gibt es Berufsorientierungsma\u00dfnahmen und Ausbildungsmessen, um Jugendliche und Betriebe zusammenzubringen.<\/p>\n<p><strong>Herausforderungen:<\/strong><br \/>\nDurch den Wechsel von G8 auf G9 gibt es weniger Schulabg\u00e4ngerinnen und -abg\u00e4nger. Das macht die Suche nach Nachwuchs f\u00fcr die Betriebe schwieriger. Auch die BBZ selbst m\u00fcssen sich auf den R\u00fcckgang von Berufsschullehrkr\u00e4ften vorbereiten, da viele in den Ruhestand gehen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Fazit:<\/strong><br \/>\nEs gibt viele freie Ausbildungspl\u00e4tze und gute Chancen f\u00fcr Jugendliche \u2013 wenn sie flexibel sind und Alternativen in Betracht ziehen. Unternehmen und Bildungseinrichtungen arbeiten zusammen, um den Fachkr\u00e4ftemangel zu bek\u00e4mpfen und junge Menschen f\u00fcr eine Ausbildung zu begeistern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Die Mitglieder des regionalen Ausbildungsb\u00fcndnisses ziehen eine Zwischenbilanz zur aktuellen Situation am Ausbildungsmarkt in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg. Sie appellieren an die Jugendlichen: \u201eDas Ausbildungsangebot ist in gro\u00dfer Breite und Anzahl vorhanden! Wichtig ist bei der Berufswahl und Ausbildungssuche: Flexibel sein und Alternativen in Betracht ziehen. 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