{"id":83231,"date":"2026-05-17T05:24:47","date_gmt":"2026-05-17T04:24:47","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=83231"},"modified":"2026-05-13T10:25:19","modified_gmt":"2026-05-13T09:25:19","slug":"fitte-boeden-fuer-den-klimawandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/05\/17\/fitte-boeden-fuer-den-klimawandel\/","title":{"rendered":"Fitte B\u00f6den f\u00fcr den Klimawandel"},"content":{"rendered":"<div><strong>Schlesswig-Holstein (pm).<\/strong> Wie k\u00f6nnen landwirtschaftliche Betriebe auch in Zukunft ihre Ertr\u00e4ge sichern \u2013 trotz zunehmender Wetterextreme wie Trockenperioden und Starkregen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Modell- und Demonstrationsvorhabens \u201eFitte B\u00f6den f\u00fcr den Klimawandel&#8220;, f\u00fcr das Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg am Montag, 4. Mai einen F\u00f6rderbescheid in H\u00f6he von 438.340,42 Euro \u00fcberreicht hat. Das Projekt wird vom Kompetenzzentrum f\u00fcr klimaeffiziente Landwirtschaft gef\u00f6rdert und von einem Konsortium aus der HAW Kiel, der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein sowie der GWS Nord \u2013 Gew\u00e4sserschutzberatung umgesetzt.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Ziel ist es, landwirtschaftliche Betriebe dabei zu unterst\u00fctzen, ihre B\u00f6den widerstandsf\u00e4higer gegen\u00fcber Klimaver\u00e4nderungen zu machen und gleichzeitig wirtschaftlich tragf\u00e4hige Bewirtschaftungssysteme zu etablieren. \u201eF\u00fcr die Landwirtinnen und Landwirte ist der Boden die zentrale Grundlage ihres Arbeitens. Ihn zu erhalten, hei\u00dft, die eigene Zukunft zu sichern. Gleichzeitig sehen wir in der Praxis, dass gegen\u00fcber bodenschonenden Verfahren wie der Direktsaat noch Vorbehalte bestehen \u2013 auch aufgrund zus\u00e4tzlicher Anforderungen. Genau hier setzen wir an: Wir wollen L\u00f6sungen so aufbereiten, dass sie im Betriebsalltag funktionieren&#8220;, sagte Landwirtschaftsministerin Schmachtenberg.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Prof. Dr. Conrad Wiermann, Professor f\u00fcr Pflanzenern\u00e4hrung und Bodenkunde an der HAW Kiel, sagte: \u201eUm Ackerbausysteme zuk\u00fcnftig an die Auswirkungen des Klimawandels besser anpassen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen die heutigen Bodenbewirtschaftungssysteme vielerorts \u00fcberdacht werden. Hierbei gilt der Grundsatz: Weniger Bearbeitungsintensit\u00e4t bedeutet h\u00e4ufig mehr Bodenfruchtbarkeit und damit besseres Kompensationsverm\u00f6gen gegen\u00fcber zunehmenden Extremwetterlagen.&#8220;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Im Fokus des Projekts steht die nachhaltige Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit sowie der Wissenstransfer. Intakte B\u00f6den sichern nicht nur Ertr\u00e4ge, sondern spielen eine entscheidende Rolle f\u00fcr den Wasserhaushalt, die N\u00e4hrstoffversorgung und den Klimaschutz. Untersucht werden unterschiedliche Bewirtschaftungssysteme \u2013 von konventionellem Pflugeinsatz \u00fcber reduzierte Bodenbearbeitung bis hin zur Direktsaat. Ziel ist es, Verfahren zu identifizieren und weiterzuentwickeln, die die nat\u00fcrliche Bodenstruktur stabilisieren, die biologische Aktivit\u00e4t f\u00f6rdern und die Wasser- sowie N\u00e4hrstoffverf\u00fcgbarkeit verbessern. Gleichzeitig k\u00f6nnen diese Systeme Erosion reduzieren und zum Schutz von Gew\u00e4ssern und Klima beitragen.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Ein Schwerpunkt liegt auf der praxisnahen Umsetzung: Auf insgesamt elf Demonstrationsbetrieben werden die Verfahren unter realen Bedingungen getestet und wissenschaftlich begleitet. Dabei werden fachliche und wirtschaftliche Auswirkungen analysiert. Studien zeigen, dass reduzierte Bodenbearbeitungssysteme oft vergleichbare Ertr\u00e4ge wie konventionelle Pflugverfahren erzielen k\u00f6nnen. Gleichzeitig bieten sie Vorteile hinsichtlich Bodenstruktur, Wasserinfiltration, biologischer Aktivit\u00e4t und Ertragssicherheit \u2013 insbesondere unter extremen Witterungsbedingungen.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>In der praktischen Umsetzung bodenschonender Verfahren bestehen noch Herausforderungen, etwa beim Pflanzenschutz, im N\u00e4hrstoffmanagement oder bei technischen Anforderungen. Das Projekt greift diese Fragestellungen gezielt auf und entwickelt gemeinsam mit der Praxis L\u00f6sungsans\u00e4tze. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Beratung, Wissenstransfer und dem Austausch mit landwirtschaftlichen Betrieben.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Die Ergebnisse werden \u00fcber Feldtage, Fachveranstaltungen, digitale Angebote und Leitf\u00e4den zug\u00e4nglich gemacht. Ziel ist es, Landwirtinnen und Landwirte bei der Umstellung zu unterst\u00fctzen, Wissen in die Breite zu tragen und langfristig klimaangepasste, wirtschaftlich tragf\u00e4hige Bewirtschaftungssysteme zu etablieren.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/div>\n<div>\n<ul>\n<li>Kompetenzzentrum f\u00fcr klimaeffiziente Landwirtschaft:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.schleswig-holstein.de\/DE\/fachinhalte\/L\/landwirtschaft\/klimakompetenzzentrum\/klimakompetenzzentrum?nn=c9d16318-f489-4624-9d1d-318eed75ae34\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">schleswig-holstein.de &#8211; Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, l\u00e4ndliche R\u00e4ume, Europa und Verbraucherschutz &#8211; Kompetenzzentrum Klimaeffiziente Landwirtschaft<\/a><\/li>\n<li>Projekt \u201eKlimafitte B\u00f6den&#8220;:\u00a0<a href=\"https:\/\/klimafitteboeden.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Start &#8211; Klimafitte B\u00f6den<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schlesswig-Holstein (pm). 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