{"id":8293,"date":"2018-10-26T10:07:05","date_gmt":"2018-10-26T08:07:05","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=8293"},"modified":"2018-10-26T10:07:05","modified_gmt":"2018-10-26T08:07:05","slug":"achtung-wildtiere-beim-autofahren-ist-nun-besondere-vorsicht-noetig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/10\/26\/achtung-wildtiere-beim-autofahren-ist-nun-besondere-vorsicht-noetig\/","title":{"rendered":"Achtung Wildtiere: Beim Autofahren ist nun besondere Vorsicht n\u00f6tig"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Am kommenden Sonntag werden die Uhren umgestellt und sp\u00e4testens damit ist klar: Der Winter ist auf dem Weg. Nebel, Regen und D\u00e4mmerung schr\u00e4nken die Sicht beim Autofahren dann wieder h\u00e4ufig ein. Gerade in dieser Jahreszeit kommt es vermehrt zu Unf\u00e4llen mit Wildtieren. Deshalb sollten Verkehrsteilnehmer nun besondere Vorsicht walten lassen. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. gibt Tipps, wie sich Autofahrer in der dunklen Jahreszeit am besten verhalten sollten.<\/p>\n<p>Besonders auf Strecken, die an W\u00e4ldern oder Feldern vorbeif\u00fchren sowie in Gebieten mit gekennzeichnetem Wildwechsel ist es nun wichtig, langsam zu fahren, Abstand zu halten und immer bremsbereit zu sein. Sobald Wild am Stra\u00dfenrand zu erkennen ist, sollten Verkehrsteilnehmer abblenden (also von Fern- auf Abblendlicht wechseln), abbremsen und hupen, um das Tier zu verscheuchen. Auf keinen Fall darf das Tier durch das Einschalten des Fernlichtes geblendet werden, da es hierdurch die Orientierung verliert und dadurch erst recht auf die Lichtquelle und somit die Stra\u00dfe zulaufen wird. Zudem m\u00fcssen Sie damit rechnen, dass weitere Tiere folgen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wenn der Zusammensto\u00df unvermeidbar ist, empfiehlt der ADAC, das Lenkrad festzuhalten und kontrolliert zu bremsen. Autofahrer, die versuchen, ein Tier durch ein Ausweichman\u00f6ver zu sch\u00fctzen, begeben sich und andere Verkehrsteilnehmer in gro\u00dfe Gefahr. Zusammenst\u00f6\u00dfe mit B\u00e4umen am Stra\u00dfenrand oder mit dem Gegenverkehr haben h\u00e4ufig auch f\u00fcr die Unfallbeteiligten schlimme Folgen.<\/p>\n<p>Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Zusammensto\u00df mit einem Wildtier, gilt es Folgendes zu beachten:<\/p>\n<p>Das Auto zum Stillstand bringen und Ruhe bewahren<br \/>\nWarnweste anziehen, Warnblinkanlage einschalten, die Unfallstelle sichern und eventuell verletzte Personen versorgen<\/p>\n<p>Die Polizei alarmieren und so lange bei dem verletzten Tier bleiben, bis Hilfe eintrifft<br \/>\nFotos von der Unfallstelle und dem Tier anfertigen und die Kontaktdaten von vorhandenen Zeugen notieren<\/p>\n<p>Achtung: Seien Sie vorsichtig, ein verletztes Tier kann bedingt durch seine Schmerzen und seine Panik bei\u00dfen. Ein verletztes oder totes Tier darf auch niemals in guter Absicht mitgenommen werden. Diese Handlung gilt im Sinne des Gesetzes als strafbare Wilderei.<\/p>\n<p>Eine Ausnahme bildet das Bundesland Hessen: In einem Schreiben an die Landestier\u00e4rztekammer hat hier das Umweltministerium bereits 2015 klargestellt, dass ein verletztes Wildtier, das dem Jagdrecht unterliegt, zu einem Tierarzt zur Behandlung gebracht werden darf, sofern derjenige, der das Tier der Natur entnimmt, dies dem Jagdaus\u00fcbungsberechtigten beziehungsweise der Polizei mitteilt. Mit dieser Regelung soll sichergestellt werden, dass jedermann verletzten oder in Not befindlichen Wildtieren helfen kann und somit das Tierschutzgesetz Ber\u00fccksichtigung findet. Die Tierschutzorganisation TASSO begr\u00fc\u00dft diese Klarstellung ausdr\u00fccklich und fordert entsprechende Regelungen auch in den anderen Bundesl\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Frank Mauelshagen, Kfz-Experte von ERGO: &#8222;In Waldgebieten, insbesondere in der Morgen- und Abendd\u00e4mmerung, m\u00fcssen Autofahrer vermehrt mit Wildwechsel rechnen. Daher empfiehlt es sich, hier besonders vorsichtig und vorausschauend zu fahren. Kommt es dennoch zu einer Kollision mit einem Wildtier, sollten Fahrer sofort die Polizei rufen, die Warnweste anziehen und die Ungl\u00fccksstelle absichern. Die Polizei nimmt den Unfall auf und kontaktiert den zust\u00e4ndigen Jagdp\u00e4chter. Dieser oder die Polizei stellen eine sogenannte Wildschadenbescheinigung aus. Autofahrer ben\u00f6tigen das Dokument f\u00fcr ihre Versicherung. Sie sollten den Unfall auch dann melden, wenn das Tier im Schockzustand aus eigener Kraft aufsteht und fl\u00fcchtet. Besser nicht selbst versuchen, dem Tier zu helfen. Es k\u00f6nnte panisch reagieren und ausschlagen. Zudem besteht die M\u00f6glichkeit, dass das Wild bei Kontakt Krankheiten, wie etwa Tollwut, auf den Menschen \u00fcbertr\u00e4gt.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Am kommenden Sonntag werden die Uhren umgestellt und sp\u00e4testens damit ist klar: Der Winter ist auf dem Weg. Nebel, Regen und D\u00e4mmerung schr\u00e4nken die Sicht beim Autofahren dann wieder h\u00e4ufig ein. Gerade in dieser Jahreszeit kommt es vermehrt zu Unf\u00e4llen mit Wildtieren. Deshalb sollten Verkehrsteilnehmer nun besondere Vorsicht walten lassen. 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