{"id":82903,"date":"2026-05-05T09:29:49","date_gmt":"2026-05-05T08:29:49","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=82903"},"modified":"2026-05-05T09:29:49","modified_gmt":"2026-05-05T08:29:49","slug":"wenn-es-auf-dem-kopf-juckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/05\/05\/wenn-es-auf-dem-kopf-juckt\/","title":{"rendered":"Wenn es auf dem Kopf juckt"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong>\u00a0Der Kopf juckt, es wird gekratzt und die kleinen Stellen k\u00f6nnen sich entz\u00fcnden: Im Herzogtum Lauenburg krabbelten im vergangenen Jahr wieder viele L\u00e4use auf den Kinderk\u00f6pfen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest hervor. So wurden allein bei den AOK-Versicherten im vergangenen Jahr insgesamt 176 Packungen Anti-L\u00e4usemittel von niedergelassenen \u00c4rztinnen und \u00c4rzten im\u00a0 Herzogtum Lauenburg verordnet. Im Jahr 2024 waren es 218 Packungen. \u201eL\u00e4use sind zwar l\u00e4stig und krabbeln ungebeten in den Haaren, doch sie sind ungef\u00e4hrlich und verbreiten \u00fcblicherweise keine Krankheiten. Trotzdem sollten sie schnell behandelt werden, um eine Ausbreitung zu vermeiden&#8220;, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.<\/p>\n<figure id=\"attachment_82905\" aria-describedby=\"caption-attachment-82905\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-82905\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/AOK-Gesundheit-Kopflaeuse-2026-1-600x400.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/AOK-Gesundheit-Kopflaeuse-2026-1-600x400.jpg 600w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/AOK-Gesundheit-Kopflaeuse-2026-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/AOK-Gesundheit-Kopflaeuse-2026-1.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-82905\" class=\"wp-caption-text\">Kopfl\u00e4use sind im Herzogtum Lauenburg auf einem eher niedrigen Niveau, sollten aber auf jeden Fall behandelt werden. In der Apotheke gibt es verschiedene Produkte, die von den gesetzlichen Krankenkassen \u00fcbernommen werden. Foto: AOK, Colourbox, hfr<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>L\u00e4stige Plagegeister vor allem im Kinderhaar<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Kopflaus (Pediculus humanus capitis)\u00a0ist ein zwei bis drei Millimeter gro\u00dfes Insekt, das im Kopfhaar des Menschen lebt und sich von Blut ern\u00e4hrt. Beim Stich in die Kopfhaut bringt der Parasit Speichel in die Wunde ein, der starken Juckreiz verursacht. Die Biss- und Einstichstellen werden durch das h\u00e4ufige Kratzen wund und k\u00f6nnen sich entz\u00fcnden. Die weiblichen Tiere heften kleine ovale Eier nahe der Kopfhaut an die Haare. Sie benutzen dabei einen Klebstoff, der nicht wasserl\u00f6slich ist \u2013 durch Haarewaschen sind die Eier daher nicht zu entfernen. Die leeren Eih\u00fcllen (Nissen) k\u00f6nnen auch weiter au\u00dfen am Haar zu finden sein. Sie sind durchscheinend wei\u00dflich gef\u00e4rbt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Von Kopf zu Kopf<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kopfl\u00e4use kommen selten allein und vermehren sich rasend schnell. Sie leben vor allem in Kinderhaaren. Kopfl\u00e4use k\u00f6nnen weder springen noch fliegen und sind somit in ihren Bewegungen stark eingeschr\u00e4nkt. Zur \u00dcbertragung m\u00fcssen sie von einem Kopf auf den anderen krabbeln. Dazu ist ein Kopf-an-Kopf-Kontakt, genauer ein Haar-an-Haar-Kontakt notwendig, also wenn eine infizierte und eine nicht infizierte Person buchst\u00e4blich die K\u00f6pfe zusammenstecken. Besonders betroffen sind daher Schulklassen und Kindergartengruppen. Denn dort haben Kinder den ganzen Tag \u00fcber engen Kontakt beim Spielen in der Gruppe oder auf dem Pausenhof. Das erleichtert es Kopfl\u00e4usen, sich zu verbreiten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Anti-L\u00e4usemittel helfen<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Um eine Ausbreitung zu vermeiden, sind Anti-L\u00e4usemittel das Mittel der Wahl.\u00a0Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt als optimale Therapie eine Kombination wiederholter Behandlungen mit geeigneten Kopfl\u00e4use abt\u00f6tenden Mitteln und h\u00e4ufigem Ausk\u00e4mmen. Denn mit einer einmaligen Behandlung ist es nicht getan: Die L\u00e4usemittel m\u00fcssen nach neun oder zehn Tagen erneut aufgetragen werden, zudem steht das nasse Ausk\u00e4mmen von L\u00e4usen und Nissen zwei Wochen lang alle drei bis vier Tage auf dem Programm. Weitere K\u00e4mmtermine verbessern die Wirksamkeit der kombinierten Behandlung. In der Apotheke gibt es verschiedene Produkte, die von den gesetzlichen Krankenkassen \u00fcbernommen werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Von dem Versuch, L\u00e4use und Eier mit hei\u00dfer Luft (F\u00f6n oder Sauna) abzut\u00f6ten, wird explizit abgeraten. Dies kann die Kopfhaut erheblich sch\u00e4digen. Auch Hausmittel wie Essigwasser sind zur Abt\u00f6tung der L\u00e4use ungeeignet. Als unterst\u00fctzende Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen K\u00e4mme, Haarb\u00fcrsten, -spangen und -gummis laut RKI in hei\u00dfer Seifenlauge gereinigt werden. W\u00e4sche, Schlafanz\u00fcge, Bettw\u00e4sche und Handt\u00fccher sollten gewechselt werden. Kopfbedeckungen, Schals und andere potenziell befallene Gegenst\u00e4nde sollten f\u00fcr drei Tage luftdicht in einer Plastikt\u00fcte verpackt werden. Insektizidsprays sind nicht notwendig.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bei einem L\u00e4usebefall ist es wichtig, die Schule oder KiTa sofort zu informieren, wenn ein Kind betroffen ist.Weitere Informationen zum Thema im Internet unter<a href=\"https:\/\/www.aok.de\/pk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> aok.de<\/a> im Gesundheitsmagazin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm).\u00a0Der Kopf juckt, es wird gekratzt und die kleinen Stellen k\u00f6nnen sich entz\u00fcnden: Im Herzogtum Lauenburg krabbelten im vergangenen Jahr wieder viele L\u00e4use auf den Kinderk\u00f6pfen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest hervor. 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