{"id":8254,"date":"2018-10-24T16:18:19","date_gmt":"2018-10-24T14:18:19","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=8254"},"modified":"2018-10-24T16:18:19","modified_gmt":"2018-10-24T14:18:19","slug":"neuer-zeitplan-fuer-den-weiterbau-der-bundesautobahn-a-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/10\/24\/neuer-zeitplan-fuer-den-weiterbau-der-bundesautobahn-a-20\/","title":{"rendered":"Neuer Zeitplan f\u00fcr den Weiterbau der Bundesautobahn A 20"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_8255\" aria-describedby=\"caption-attachment-8255\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Autonbahn.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8255\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Autonbahn-300x300.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Autonbahn-300x300.png 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Autonbahn-150x150.png 150w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Autonbahn-420x420.png 420w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Autonbahn-75x75.png 75w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Autonbahn.png 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8255\" class=\"wp-caption-text\">Foto: pixabay.com<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Kiel (pm).<\/strong> Auch nach \u00dcbernahme der A-20-Planungen durch die Projektmanagementgesellschaft DEGES bleibt der Weiterbau der Ost-West-Magistrale ein dickes Brett: Wie Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther und der zust\u00e4ndige DEGES-Bereichsleiter Bernd Rothe heute (24. Oktober) in Kiel zusammen mit Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz erl\u00e4uterten, sei angesichts des zunehmend komplexen Planungs- und Umweltrechts fr\u00fchestens in zwei bis drei Jahren mit ersten Baut\u00e4tigkeiten an der A 20 \u00f6stlich der A 7 zu rechnen. &#8222;Das setzt allerdings voraus, dass das Bundesverwaltungsgericht kommenden Monat die Klagen gegen den Weiterbau auf dem Abschnitt zwischen Wittenborn bei Bad Segeberg und der A 7 zur\u00fcckweisen wird&#8220;, sagte G\u00fcnther. Er erinnerte an den bislang steinigen Weg des A-20-Baus: Seit 1992 seien in Schleswig-Holstein gerade einmal 39 der 112 Kilometer langen Autobahn fertiggestellt worden.<\/p>\n<p>Die Verfahren um den ebenfalls beklagten Abschnitt bei Bad Segeberg werden sich laut G\u00fcnther und Rothe absehbar bis 2022 hinziehen. Klar bleibe aber, dass die Autobahn f\u00fcr das Land h\u00f6chste Priorit\u00e4t behalte und von dem aktuell f\u00fcnfzehnk\u00f6pfigen DEGES-Team an allen Abschnitten mit Hochdruck weitergearbeitet werde. Auch setze die Landesregierung alles daran, dass das vom Bund angek\u00fcndigte Planungsbeschleunigungsgesetz Verbesserungen mit sich bringen werde.<\/p>\n<p>Nach den Worten von Verkehrsminister Buchholz laufen parallel zu den Planungs- und Gerichtsverfahren auch die vertraulichen Gespr\u00e4che mit den klagenden Naturschutzverb\u00e4nden und Gemeinden weiter. &#8222;Auch wenn wir mit den Verb\u00e4nden noch keinen Durchbruch erzielen konnten, so haben wir immerhin erreicht, dass die Gemeinde Klein Gladebr\u00fcgge ihre Klage gegen den Abschnitt zwischen der A 7 und Wittenborn zur\u00fcckgezogen hat&#8220;, so Buchholz. Statt \u00fcber vier Klagen m\u00fcsse das Verwaltungsgericht \u00fcbern\u00e4chste Woche deshalb nur noch \u00fcber drei Klagen verhandeln. Sollten die verbleibenden Klagen scheitern, k\u00f6nne bereits kommendes Jahr mit den \u00f6kologischen Ausgleichsma\u00dfnahmen auf dem Abschnitt begonnen werden.<\/p>\n<p>Mit Blick auf den A-20-Abschnitt bei Segeberg erinnerte DEGES-Bereichsleiter Rothe daran, dass er mit seinen Fachleuten ebenfalls versuche, die Expertise der Umweltverb\u00e4nde einzuholen, um beim Artenschutz ein Einvernehmen zum Umfang und zur Funktionssicherung der Schutzma\u00dfnahmen zu erreichen. Ziel sei, im Sommer kommenden Jahres das Planerg\u00e4nzungsverfahren zu beantragen.<\/p>\n<p>Zur Erinnerung: Im Jahr 2013 hatte das Bundesverwaltungsgericht den Stopp des Weiterbaus der A 20 bei Bad Segeberg unter anderem mit unzureichender \u00dcberpr\u00fcfung alternativer Trassenverl\u00e4ufe und unzureichender Ber\u00fccksichtigung der Fledermaus-Vorkommen begr\u00fcndet. Dies wird aktuell in aufw\u00e4ndigen Fehlerheilungsverfahren nachgeholt.<\/p>\n<p>Wie Rothe weiter sagte, sei auf dem ersten A-20-Teilst\u00fcck westlich der A 7 (Bauabschnitt 5) das zwischenzeitlich ruhende Plan\u00e4nderungsverfahren wieder aufgenommen worden. Dazu w\u00fcrden seit letztem Jahr die n\u00f6tig gewordenen Neukartierungen von Flora und Fauna vorgenommen und voraussichtlich im Sommer 2019 abgeschlossen. &#8222;Das Planfeststellungsverfahren f\u00fcr diesen Abschnitt kann dann voraussichtlich im zweiten Quartal 2020 beantragt werden&#8220;, hofft Rothe, womit fr\u00fchestens Ende 2022, im Falle von Klageverfahren voraussichtlich im Jahr 2024 Baurecht vorliegen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr den sechsten Bauabschnitt zwischen Hohenfelde und Gl\u00fcckstadt im Kreis Steinburg, wo eine Artenschutzkonzeption f\u00fcr die Zwergschwanrastgebiete erarbeitet werden muss, ist laut DEGES das ruhende Plan\u00e4nderungsverfahren ebenfalls wieder aufgenommen worden. Hier rechnen Rothe und seine Experten \u2013 sofern keine Klagen kommen \u2013 im ersten Halbjahr 2023 mit Baurecht. Auch das angrenzende Teilst\u00fcck zwischen Gl\u00fcckstadt und der A 23 (Abschnitt 7) k\u00f6nnte \u2013 ohne Klagen \u2013 im zweiten Halbjahr 2021 baureif sein.<\/p>\n<p>Hinsichtlich des A-20-Elbtunnels (Abschnitt 8) plant die DEGES, die Einwendungen gegen s\u00e4mtliche Nachbesserungen, die das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil von 2016 auferlegt hatte, bis zum Jahresende zu pr\u00fcfen und zu erwidern. Rothe: &#8222;Danach wird ein entsprechender Planerg\u00e4nzungsbeschluss beantragt, mit einem bestandskr\u00e4ftigen Planfeststellungsbeschluss (nach Klageverfahren) ist dann fr\u00fchestens im zweiten Halbjahr 2021 zu rechnen.&#8220; Im kommenden Jahr will die DEGES ihr A-20-Team von derzeit 15 auf 25 bis 30 Mitarbeiter aufstocken.<\/p>\n<p><strong>Bedauern bei der IHK<\/strong><\/p>\n<p>Mit Bedauern nimmt die Wirtschaft in Schleswig-Holstein die erneute Verz\u00f6gerung bei der Planung der A20 zur Kenntnis. \u201eDie A20 ist von herausragender Bedeutung f\u00fcr die Wirtschaft und die Menschen im Norden. Sie wird gro\u00dfe Vorteile f\u00fcr den Verkehr sowie den Warenaustausch bringen und verbessert die strategische Lage Schleswig-Holsteins in Nordeuropa. Deshalb schmerzt jede Verz\u00f6gerung. Nach vielen Jahren st\u00e4ndiger Anpassung des Zeitplans gehen wir jetzt aber davon aus, endg\u00fcltige Planungssicherheit f\u00fcr diese wichtige Infrastrukturma\u00dfnahme zu haben. Dies ist immerhin ein positiver Aspekt der jetzigen Verkehrspolitik\u201c, sagte dazu Friederike C. K\u00fchn, Pr\u00e4sidentin der IHK Schleswig-Holstein.<\/p>\n<p>Die Autobahn bringe auch zahlreiche Vorteile f\u00fcr die Wirtschaft der Region. \u201eDenkbar ist deshalb\u201c, so K\u00fchn, \u201eaufgrund der zu erwartenden versp\u00e4teten Realisierung zweier Abschnitte die A 20 nicht mehr nur von Ost nach West zu bauen, sondern den geplanten Tunnel unter der Elbe mit seinen Anschl\u00fcssen zeitlich vorzuziehen. So k\u00f6nnten sich die positiven Wirtschaftseffekte in der Region bereits fr\u00fcher entwickeln.\u201c Dazu solle jetzt der direkte Kontakt mit der nieders\u00e4chsischen Landesregierung gesucht werden, forderte sie weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (pm). 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