{"id":82085,"date":"2026-04-06T04:14:08","date_gmt":"2026-04-06T03:14:08","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=82085"},"modified":"2026-04-02T14:20:19","modified_gmt":"2026-04-02T13:20:19","slug":"rekord-durch-erneuerbare-energien-in-2025-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/04\/06\/rekord-durch-erneuerbare-energien-in-2025-2\/","title":{"rendered":"Rekord durch Erneuerbare Energien in 2025"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Strom\u00fcberschuss f\u00fcr fast 3,6 Millionen Haushalte. Bilanzielle Selbstversorgung* liegt in Schleswig-Holstein bei 223 Prozent. Zu 76 Prozent des Jahres versorgt sich der Norden selbst mit Strom. Strom aus Erneuerbaren Energien bleibt ein Exportschlager f\u00fcr Schleswig-Holstein \u2013 und sorgt gleichzeitig daf\u00fcr, dass immer weniger Strom importiert werden muss. Mit rund 925.000 Megawattstunden (MWh) hat der Bezug aus dem H\u00f6chstspannungsnetz erstmals die Millionen-Marke unterschritten. Das zeigt die aktuelle Auswertung von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz), gr\u00f6\u00dfter Stromnetzbetreiber im Norden, f\u00fcr das Jahr 2025.<\/p>\n<p>Gleichzeitig wurden 2025 rund 12,5 Millionen Megawattstunden (MWh) Gr\u00fcnstrom \u00fcber die Landesgrenzen geleitet. Das entspricht dem Jahresverbrauch von fast 3,6 Millionen Zwei-Personen-Haushalten1). Anders ausgedr\u00fcckt: Schleswig-Holstein exportierte im vergangenen Jahr so viel Strom, dass Bev\u00f6lkerung und Industrie in Hamburg2) theoretisch f\u00fcr ein Jahr und zwei Monate versorgt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>\u201eDurch den weiteren Anschluss von Erneuerbaren-Energien-Anlagen haben wir beim Gr\u00fcnstromexport trotz des windschwachen Jahrs 2025 nahezu den Vorjahreswert erreicht&#8220;, berichtet Benjamin Merkt, Vorstand Technik der SH Netz-Muttergesellschaft HanseWerk. Daf\u00fcr gibt es zwei Gr\u00fcnde: Zum einen ist die Gr\u00fcnstrom-Erzeugung in Schleswig-Holstein insgesamt leicht gesunken, zum anderen ist der Stromverbrauch gegen\u00fcber 2024 um 3,8 Prozent gestiegen3). \u201eIm Vergleich zu 2015 hat sich die Exportmenge an Erneuerbarer Energie trotzdem mehr als verdreieinhalbfacht&#8220;, so Benjamin Merkt weiter. \u201eM\u00f6glich wurde das durch den massiven Stromnetzausbau in Schleswig-Holstein und den Anschluss von immer mehr Erneuerbare-Energien-Anlagen an unser Netz. So hat Schleswig-Holstein Netz inzwischen \u00fcber 160.000 Windkraft- und Photovoltaikanlagen sowie Biomassekraftwerke und Stromspeicher mit einer Leistung von mehr als 13.740 MW angeschlossen.&#8220; Dies entspricht zirka sieben Prozent der gesamten deutschen Stromerzeugungsleistung.<\/p>\n<p>Rein bilanziell haben die Schleswig-Holsteiner im vergangenen Jahr 223 Prozent ihres Strombedarfs vor allem mit Wind und Sonne selbst produziert. Zum Vergleich: 2020 waren es noch 176 Prozent, im Jahr 2015 sogar nur 112 Prozent. Durch diese Entwicklung konnte sich das n\u00f6rdlichste Bundesland 2025 bereits zu rund 76 Prozent der Jahresstunden mit Gr\u00fcnstrom selbst versorgen. Auch das ist ein neuer Rekord. Zum Vergleich: 2015 lag dieser Wert nur bei 54 Prozent der Zeit, 2020 bei 68 Prozent der Jahresstunden.<\/p>\n<p>Da Wind- und Sonnenstrom nicht durchg\u00e4ngig produziert werden kann, musste Schleswig-Holstein auch im vergangenen Jahr in begrenztem Umfang Strom importieren: Dabei ist erstmals die Marke von einer Million Megawattstunden unterschritten worden. 2015 wurden noch 2,16 Millionen MWh importiert, 2020 waren es 1,2 Millionen MWh. Der Spitzenwert beim Stromimport lag am 26. November 2025 um 18.30 Uhr aufgrund des weitgehenden Ausfalls von Wind- und Sonnenenergie bei 1.228 Megawatt. Mit einem Spitzenwert von 5.675 Megawatt erreichte die exportierte Leistung am 22. M\u00e4rz 2025 um 18.45 Uhr ein Niveau, das der Stromerzeugung von vier bis f\u00fcnf konventionellen Gro\u00dfkraftwerken entspricht. Damit lag der Wert nur geringf\u00fcgig unter dem Rekordjahr 2024 mit einem Spitzenwert von 5.860 Megawatt.<\/p>\n<p>Anm.1: Im Schnitt zwei Personen in einem Haushalt mit zusammen 3,5 MWh Verbrauch<\/p>\n<p>Anm. 2: Laut Angaben der Hamburger Energienetze wurden 2025 rund 10.700.000 MWh Strom in Hamburg verbraucht https:\/\/www.energieportal-hamburg.de\/.<\/p>\n<p>Anm. 3: Statistisches Amt f\u00fcr Hamburg und Schleswig-Holstein:<\/p>\n<p>https:\/\/www.statistik-nord.de\/presse-veroeffentlichungen\/presseinformationen\/dokumentenansicht\/stromeinspeisung-in-schleswig-holstein-2025-67698<\/p>\n<p>*Die Selbstversorgungsquote gibt an, in welchem Umfang eine Region den eigenen Energiebedarf aus heimischen Energiequellen decken kann. Sie wird oft als Prozentsatz ausgedr\u00fcckt und berechnet sich aus dem Verh\u00e4ltnis der inl\u00e4ndischen Energieerzeugung zum gesamten Energieverbrauch<\/p>\n<p>Die HanseWerk-Gruppe<\/p>\n<p>Mehr als 3 Millionen Kunden in Norddeutschland beziehen Strom, Gas oder W\u00e4rme direkt oder indirekt \u00fcber die von der HanseWerk-Gruppe und ihren Tochtergesellschaften betriebenen Energienetze. Dar\u00fcber hinaus bietet das Unternehmen seinen Partnern und Kunden moderne und effiziente Energiel\u00f6sungen mit den Schwerpunkten Netzbetrieb, dezentrale Energieerzeugung oder E-Mobilit\u00e4tsl\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Als Partner der Energiewende hat die HanseWerk-Gruppe in den letzten Jahren \u00fcber 100.000 Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie an ihre Netze angeschlossen und betreibt parallel dazu etwa 850 Energieumwandlungsanlagen sowie einen Erdgasspeicher. Die HanseWerk-Gruppe ist ein gro\u00dfer Ausbildungsbetrieb im Norden und engagiert sich in vielen Forschungs- und Innovationsprojekten zur Energiewende. Auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t stellt die HanseWerk-Gruppe ihre insgesamt 47 Standorte, die mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte, den Strom- und Gasnetzbetrieb sowie die W\u00e4rme- und Stromerzeugung in mehreren Stufen entsprechend um.<\/p>\n<p>\u00dcber die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie von fast 400 Kommunen sind die Unternehmen der HanseWerk-Gruppe regional sehr stark verwurzelt und unterst\u00fctzen eine Vielzahl sozialer und kultureller Projekte, wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Hamburger Stra\u00dfenmagazin Hinz&amp;Kunzt und den Schleswig-Holstein Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal.<\/p>\n<p>Schleswig-Holstein Netz<\/p>\n<p>Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) betreibt f\u00fcr rund 2,8 Millionen direkt oder indirekt angeschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 900 Kommunen in Schleswig-Holstein. Rund 400 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben umfangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen besch\u00e4ftigt mehr als 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 30 Standorten in Schleswig-Holstein.<\/p>\n<p>SH Netz hat als Partner der Energiewende bereits zehntausende Windr\u00e4der und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Dar\u00fcber hinaus entwickelt das Unternehmen Energiel\u00f6sungen wie Smart-City-Anwendungen und unterst\u00fctzt den Ausbau der Elektromobilit\u00e4t. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten f\u00fcr mehr Klimaschutz. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise Einspeiseanlagen, mit denen Biogas oder aus Windstrom produzierter Wasserstoff ins Erdgasnetz aufgenommen werden kann, oder staatlich gef\u00f6rderte Forschungsprojekte.<\/p>\n<p>Auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t stellt SH Netz ihre s\u00e4mtlichen Standorte, ihre mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte sowie den Strom- und Gasnetzbetrieb in mehreren Stufen entsprechend um. Au\u00dferdem unterst\u00fctzt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel den SH Netz Cup in Rendsburg, das h\u00e4rteste Ruderrennen der Welt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Strom\u00fcberschuss f\u00fcr fast 3,6 Millionen Haushalte. Bilanzielle Selbstversorgung* liegt in Schleswig-Holstein bei 223 Prozent. Zu 76 Prozent des Jahres versorgt sich der Norden selbst mit Strom. Strom aus Erneuerbaren Energien bleibt ein Exportschlager f\u00fcr Schleswig-Holstein \u2013 und sorgt gleichzeitig daf\u00fcr, dass immer weniger Strom importiert werden muss. 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