{"id":8178,"date":"2018-10-23T09:33:03","date_gmt":"2018-10-23T07:33:03","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=8178"},"modified":"2019-12-18T11:41:53","modified_gmt":"2019-12-18T10:41:53","slug":"tattoo-entfernung-nur-noch-durch-aerzte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/10\/23\/tattoo-entfernung-nur-noch-durch-aerzte\/","title":{"rendered":"Tattoo-Entfernung nur noch durch \u00c4rzte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin (pm).<\/strong> Das Strahlenschutzrecht wird umfassend modernisiert: Der Bundesrat hat am 19. Oktober 2018 einem Verordnungsvorschlag der Bundesregierung zugestimmt, dabei allerdings zahlreiche \u00c4nderungen beschlossen.<\/p>\n<p><strong>Einsatz von Lasern zu kosmetischen Zwecken<\/strong><\/p>\n<p>Erstmals geregelt wird der Einsatz von Lasern, hochenergetischen Lampen und Ultraschall zu kosmetischen oder sonstigen nichtmedizinischen Zwecken. So d\u00fcrfen k\u00fcnftig nur noch \u00c4rzte Laserbehandlungen zur Entfernung von Tattoos oder Permanent Makeup durchf\u00fchren. Anders als im Regierungsentwurf vorgesehen sind dazu allerdings nicht nur bestimmte Fach\u00e4rzte wie Dermatologen oder Plastische Chirurgen berechtigt, sondern s\u00e4mtliche approbierten \u00c4rzte, sofern sie \u00fcber die entsprechende Fachkunde verf\u00fcgen. Diese muss durch \u00e4rztliche Weiter- oder Fortbildungen nachgewiesen werden.<\/p>\n<p><strong>Sp\u00e4teres Inkrafttreten f\u00fcr NiSV<\/strong><\/p>\n<p>Damit sich Betroffene besser auf die neue Rechtslage einstellen k\u00f6nnen, soll dieser Teil der Verordnung &#8211; die sogenannte NiSV &#8211; erst Ende des Jahres 2020 in Kraft treten, verlangt der Bundesrat. Dies soll ausreichend Zeit f\u00fcr die Vermittlung der erforderlichen Fachkenntnisse verschaffen. Der Regierungsentwurf hatte lediglich eine dreimonatige \u00dcbergangsfrist vorgesehen.<\/p>\n<p><strong>Zahlreiche weitere \u00c4nderungsw\u00fcnsche der L\u00e4nder<\/strong><\/p>\n<p>Der Bundesrat hat zudem knapp 60 weitere \u00c4nderungen an der geplanten Reform des Strahlenschutzrechts beschlossen. Diese zielen \u00fcberwiegend darauf ab, den Vollzug zu erleichtern und die Praktikabilit\u00e4t f\u00fcr die Anwenderinnen und Anwender zu erh\u00f6hen. Sofern die Bundesregierung alle Vorgaben des Bundesrates umsetzt, kann sie die Verordnung verk\u00fcnden und damit in Kraft setzen.<\/p>\n<p><strong>Umfassende Reform<\/strong><\/p>\n<p>Die Modernisierung des Strahlenschutzrechts f\u00fchrt auf \u00fcber 500 Seiten zahlreiche Neuerungen in insgesamt 19 Verordnungen ein und betrifft vor allem den Arbeitsschutz und den medizinischen Strahlenschutz, au\u00dferdem Ma\u00dfnahmen zum allgemeinen Schutz der Bev\u00f6lkerung vor k\u00fcnstlichen oder nat\u00fcrlichen Strahlen &#8211; wie zum Beispiel durch das Edelgas Radon, das als zweith\u00e4ufigste Ursache f\u00fcr Lungenkrebs gilt. Der \u00fcberwiegende Teil der Verordnung soll zum 31. Dezember 2018 in Kraft treten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (pm). Das Strahlenschutzrecht wird umfassend modernisiert: Der Bundesrat hat am 19. Oktober 2018 einem Verordnungsvorschlag der Bundesregierung zugestimmt, dabei allerdings zahlreiche \u00c4nderungen beschlossen. 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