{"id":8164,"date":"2018-10-22T06:13:59","date_gmt":"2018-10-22T04:13:59","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=8164"},"modified":"2018-10-23T07:48:54","modified_gmt":"2018-10-23T05:48:54","slug":"ngg-warnt-baeckereien-im-herzogtum-droht-eine-abwanderung-von-fachkraeften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/10\/22\/ngg-warnt-baeckereien-im-herzogtum-droht-eine-abwanderung-von-fachkraeften\/","title":{"rendered":"NGG warnt: B\u00e4ckereien im Herzogtum droht eine Abwanderung von Fachkr\u00e4ften"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Sie stehen mitten in der Nacht auf, leiden unter Mehlstaub und Stress an der Verkaufstheke: Die rund 690 Besch\u00e4ftigten in den B\u00e4ckereien im Kreis Herzogtum Lauenburg machen einen Knochenjob \u2013 f\u00fcr den sie jedoch seit mehr als zwei Jahren keine Lohnerh\u00f6hung gesehen haben. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) und warnt: Sollte sich die Bezahlung von B\u00e4ckern und Verkaufspersonal nicht rasch deutlich verbessern, droht ein Fachkr\u00e4fte-Schwund. \u201eSchon jetzt haben viele B\u00e4ckereien im Kreis damit zu k\u00e4mpfen, dass bew\u00e4hrte Mitarbeiter in andere Branchen abwandern\u201c, sagt Gewerkschaftssekret\u00e4rin Christa Theinert.<\/p>\n<p>Die NGG fordert deshalb jetzt ein Lohn-Plus von 5,5 Prozent f\u00fcr die 17.600 Besch\u00e4ftigten des B\u00e4ckerhandwerks in Hamburg und Schleswig-Holstein. Ihre Verdienste waren zum letzten Mal im Herbst 2016 gestiegen. Seit Anfang diesen Jahres verhandelt die NGG mit der B\u00e4cker- und Konditorenvereinigung Nord \u00fcber einen neuen Tarifvertrag. \u201eDie Branche schreibt solide Zahlen. Trotzdem haben die Arbeitgeber bisher nur ein Plus zwischen 1,8 und 2,7 Prozent f\u00fcr B\u00e4ckergesellen und Fachverk\u00e4uferinnen angeboten\u201c, so Theinert. Dabei solle die Erh\u00f6hung erst ab Herbst gelten \u2013 obwohl sie bereits im M\u00e4rz f\u00e4llig gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Damit liege das Lohnangebot gerade einmal auf dem Level der Inflationsrate \u2013 denn f\u00fcr mehr als ein halbes Jahr g\u00e4be es gar kein Plus, kritisiert die Gewerkschafterin. De facto h\u00e4tten die Besch\u00e4ftigten also nicht mehr Geld im Portemonnaie. Noch schlechter sehe es f\u00fcr die ungelernten Kr\u00e4fte in der Backstube aus. Geht es nach dem Arbeitgeberverband, soll ihr Lohn-Plus lediglich zwischen 1,2 und 1,6 Prozent liegen, berichtet Theinert. \u201eEinerseits klagen die B\u00e4ckermeister dar\u00fcber, dass sie kaum noch Fachkr\u00e4fte finden. Andererseits sind sie nicht bereit, ihren Besch\u00e4ftigten einen fairen Anteil an der Umsatzentwicklung abzugeben. Das passt nicht zusammen.\u201c<\/p>\n<p>Die harten Arbeitsbedingungen in B\u00e4ckereien f\u00fchrten schon heute dazu, dass sich immer weniger Schulabg\u00e4nger f\u00fcr die Branche entschieden, so die NGG. \u201eWenn dann auch noch die Bezahlung nicht stimmt, guckt sich der m\u00f6gliche Nachwuchs lieber woanders um\u201c, betont Christa Theinert. Das B\u00e4ckerhandwerk konkurriere l\u00e4ngst nicht mehr nur mit der Industrie, sondern auch mit teils besser bezahlten Jobs im Einzelhandel.<\/p>\n<p>Mit einem Protesttag am 24. Oktober will die NGG nun den Druck auf den Arbeitgeberverband erh\u00f6hen. Dabei sollen in den B\u00e4ckereien auch Kunden \u00fcber die Situation in der Branche informiert werden. Die Tarifverhandlungen gehen am 30. Oktober in die n\u00e4chste Runde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). 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