{"id":8136,"date":"2018-10-21T11:26:07","date_gmt":"2018-10-21T09:26:07","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=8136"},"modified":"2018-10-21T11:26:07","modified_gmt":"2018-10-21T09:26:07","slug":"bundesrat-fordert-bessere-foerderung-der-erneuerbaren-energie-in-den-staedten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/10\/21\/bundesrat-fordert-bessere-foerderung-der-erneuerbaren-energie-in-den-staedten\/","title":{"rendered":"Bundesrat fordert bessere F\u00f6rderung der erneuerbaren Energie in den St\u00e4dten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin (pm).<\/strong> Der Bundesrat m\u00f6chte die Energiewende in den St\u00e4dten voranbringen. Seiner Ansicht nach muss das dort vorhandene Stromerzeugungs- und Flexibilisierungspotenzial besser genutzt werden. In einer am 19. Oktober 2018 gefassten Entschlie\u00dfung fordert der Bundesrat die Bundesregierung deshalb auf, bestehende Hemmnisse bei der F\u00f6rderung regenerativer Energien zu beseitigen.<\/p>\n<p><strong>Mehr Solaranlagen auf die D\u00e4cher<\/strong><\/p>\n<p>Photovoltaik sei in St\u00e4dten geradezu ideal, da der Ausbau auf Dachfl\u00e4chen besonders fl\u00e4chenschonend sei, hei\u00dft es in der Initiative. Dem Ausbau von Solaranlagen auf D\u00e4chern stehe jedoch eine unn\u00f6tige Begrenzung von Mieterstromprojekten auf maximal 100 kWp pro Geb\u00e4ude entgegen. Das Potenzial von Mehrfamilienh\u00e4usern, insbesondere Mietsh\u00e4usern in den St\u00e4dten sei deutlich h\u00f6her. Die Begrenzung solle deshalb aufgehoben und durch eine Regelung ersetzt werden, die Anlagen mit bis zu 250 kWp pro Geb\u00e4ude zul\u00e4sst.<\/p>\n<p><strong>Aufhebung bestehender Begrenzungen<\/strong><\/p>\n<p>Auch die zus\u00e4tzliche Begrenzung von f\u00f6rderf\u00e4higen Mieterstromprojekten auf insgesamt 500 MW pro Jahr halten die L\u00e4nder f\u00fcr energiepolitisch kontraproduktiv und \u00fcberfl\u00fcssig. Sie sei ebenfalls zu streichen. Au\u00dferdem pl\u00e4dieren sie daf\u00fcr, Mieterstromprojekte auch auf Gewerbegeb\u00e4uden zuzulassen sowie die Direktvermarktung von Reststrom aus Anlagen der Eigenversorgung oder aus Mieterstromanlagen zu erleichtern.<\/p>\n<p><strong>Einf\u00fchrung von Bagatellgrenzen<\/strong><\/p>\n<p>Verhindert werden muss nach Ansicht des Bundesrates, dass das Angebot von Mieterstrom und die Einspeisung von \u00dcberschussstrom zu einer Gewerbesteuerpflicht des Vermieters f\u00fchren. Um b\u00fcrokratische Hemmnisse bei Mieterstrommodellen zu beseitigen, schl\u00e4gt er die Einf\u00fchrung von Bagatellgrenzen vor. Zu pr\u00fcfen sei auch, ob Kleinanlagen nach EEG bis zu einer Bagatellgrenze von Einkommens- und Umsatzsteuer befreit werden sollten.<\/p>\n<p><strong>Besserer Einsatz von Kraft-W\u00e4rme-Koppelung<\/strong><\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus sprechen sich die L\u00e4nder f\u00fcr eine intelligentere Nutzung von Kraft-W\u00e4rme-Koppelung aus. Die Flexibilisierung von Kraft-W\u00e4rme-Koppelungsanlagen und Nutzung des \u00dcberschussstroms durch beispielsweise den Einsatz von Power-to-Heat-Anlagen sei insbesondere auch in St\u00e4dten ein hilfreiches Instrument, um \u00fcbersch\u00fcssige regenerative Strommengen sinnvoll f\u00fcr eine urbane Energiewende zu nutzen.<\/p>\n<p><strong>Entscheidung liegt bei Bundesregierung<\/strong><\/p>\n<p>Die Entschlie\u00dfung wird nun der Bundesregierung zugeleitet, die dar\u00fcber entscheidet, ob sie die Forderungen des Bundesrates aufgreift. Feste Fristen f\u00fcr die Beratungen innerhalb der Bundesregierung gibt es allerdings nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (pm). Der Bundesrat m\u00f6chte die Energiewende in den St\u00e4dten voranbringen. Seiner Ansicht nach muss das dort vorhandene Stromerzeugungs- und Flexibilisierungspotenzial besser genutzt werden. In einer am 19. 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