{"id":81321,"date":"2026-03-16T08:20:35","date_gmt":"2026-03-16T07:20:35","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=81321"},"modified":"2026-03-16T08:20:38","modified_gmt":"2026-03-16T07:20:38","slug":"landwirtschaftsministerium-startet-offensive-fuer-heimische-eiweisspflanzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/03\/16\/landwirtschaftsministerium-startet-offensive-fuer-heimische-eiweisspflanzen\/","title":{"rendered":"Landwirtschaftsministerium startet Offensive f\u00fcr heimische Eiwei\u00dfpflanzen"},"content":{"rendered":"\n<p>Kiel (pm). Schleswig-Holstein setzt auf heimische Eiwei\u00dfpflanzen: Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg startet eine weitere neue Agrarumwelt- und Klimama\u00dfnahme (AUKM). Zuk\u00fcnftig soll der mehrj\u00e4hrige Luzerne-Kleegrasanbau auf landwirtschaftlichen Betrieben finanziell unterst\u00fctzt werden. Ziel der Ma\u00dfnahme ist es, den Schutz der Gew\u00e4sser zu verbessern, klimasch\u00e4dliche Stickstoffemissionen zu reduzieren und die Artenvielfalt auf landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen zu st\u00e4rken.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMit der neuen Ma\u00dfnahme setzen wir unsere Offensive f\u00fcr heimische Eiwei\u00dfpflanzen, fruchtbare, vielf\u00e4ltige Felder und einen st\u00e4rkeren Gew\u00e4sserschutz konsequent fort. Unsere Landwirtinnen und Landwirte leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Gew\u00e4sserschutz. Durch den verst\u00e4rkten Anbau heimischer Eiwei\u00dfpflanzen wie Luzerne oder Kleegras k\u00f6nnen sie den D\u00fcngebedarf deutlich senken, Treibhausgasemissionen reduzieren und gleichzeitig die Artenvielfalt auf den Feldern f\u00f6rdern&#8220;, betonte Schmachtenberg.<\/p>\n\n\n\n<p>Eiwei\u00dfpflanzen geh\u00f6ren zu den sogenannten Leguminosen und haben die besondere F\u00e4higkeit, Stickstoff aus der Luft zu binden und im Boden verf\u00fcgbar zu machen. &#8222;Dadurch ben\u00f6tigen die Pflanzen weniger mineralischen D\u00fcnger. Das entlastet B\u00f6den und Gew\u00e4sser und spart zugleich Ressourcen. Gleichzeitig bleibt durch den Anbau von Luzerne-Kleegras ein hochwertiger Futterbau erhalten, der besonders f\u00fcr Milchviehbetriebe eine wichtige Grundlage darstellt. Die F\u00f6rderung richtet sich daher insbesondere an konventionelle Milchviehbetriebe und soll dazu beitragen, den Anteil von Leguminosen in der Fruchtfolge und im Grundfutter zu erh\u00f6hen&#8220;, so die Ministerin.<\/p>\n\n\n\n<p>Die neue AUKM f\u00fcr Luzerne-Kleegras ist ein weiterer Baustein zur St\u00e4rkung des heimischen Eiwei\u00dfpflanzenanbaus. Parallel dazu l\u00e4uft das Programm \u201e<a href=\"https:\/\/www.schleswig-holstein.de\/DE\/landesregierung\/ministerien-behoerden\/IX\/_startseite\/Artikel2026\/I\/260217_vielfaeltige_kulturen\/260217_vielfaeltige_kulturen?nn=c9d16318-f489-4624-9d1d-318eed75ae34\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vielf\u00e4ltige Kulturen im Ackerbau<\/a>&#8220; des Ministeriums f\u00fcr Landwirtschaft, l\u00e4ndliche R\u00e4ume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV), das Landwirtinnen und Landwirte ebenfalls dabei unterst\u00fctzt, abwechslungsreiche Fruchtfolgen einzusetzen und den Anteil heimischer Eiwei\u00dfpflanzen zu erh\u00f6hen. Damit erg\u00e4nzt auch diese Ma\u00dfnahme die Umsetzung des Aktionsplans Ostseeschutz sowie des Klimaschutzprogramms 2030.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was wird konkret gef\u00f6rdert?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die zweij\u00e4hrige Ma\u00dfnahme wird aus Landesmitteln finanziert und l\u00e4uft vom 1. Januar 2027 bis 31. Dezember 2028. Interessierte Betriebe k\u00f6nnen die Teilnahme bis zum 15. Mai 2026 im Rahmen des Sammelantragsverfahrens beantragen. Teilnehmende Betriebe erhalten finanzielle Unterst\u00fctzung, wenn sie folgende Ma\u00dfnahmen umsetzen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Aussaat einer Kleegrasmischung mit mindestens 33\u202fProzent Leguminosen und mindestens zwei verschiedenen Leguminosenarten im Herbst 2026<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Umbruchverbot w\u00e4hrend des F\u00f6rderzeitraums, um die Stickstoffauswaschung \u00fcber drei Winter zu vermindern<\/li>\n\n\n\n<li>Begrenzung der Stickstoffd\u00fcngung auf maximal 140\u202fkg N\/ha pro Jahr<\/li>\n\n\n\n<li>Die Folgekultur darf h\u00f6chstens 20\u202fkg N\/ha unter dem errechneten Bedarf nach D\u00fcngeverordnung erhalten<\/li>\n\n\n\n<li>Verbot des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln<\/li>\n\n\n\n<li>10\u202fProzent der Ma\u00dfnahmenfl\u00e4che wird brach gelegt, um Biodiversit\u00e4t zu f\u00f6rdern &#8211; eine D\u00fcngung ist auf diesen Fl\u00e4chen untersagt<\/li>\n\n\n\n<li>Die Ma\u00dfnahme ist mit anderen AUKM kombinierbar: Die gef\u00f6rderten kleink\u00f6rnigen Leguminosen k\u00f6nnen beispielsweise im Rahmen der Ma\u00dfnahme \u201eVielf\u00e4ltige Kulturen im Ackerbau&#8220; als eine der f\u00fcnf verpflichtenden Kulturen angerechnet werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Umsetzung dieser Ma\u00dfnahmen erhalten landwirtschaftliche Betriebe eine Pr\u00e4mie von bis zu 188\u202fEuro\/ha pro Jahr. F\u00fcr die Jahre 2027 und 2028 stehen jeweils 500.000\u202fEuro und somit insgesamt 1 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung. Betriebe, die bereits an der Fl\u00e4chenf\u00f6rderma\u00dfnahme \u201e\u00d6kologischer Landbau&#8220; (FP 478) teilnehmen, erhalten eine reduzierte Pr\u00e4mie von 102 Euro\/ha. Hintergrund ist, dass der Anbau von Kleegras bereits in der Kalkulation der \u00d6kopr\u00e4mie ber\u00fccksichtigt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (pm). Schleswig-Holstein setzt auf heimische Eiwei\u00dfpflanzen: Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg startet eine weitere neue Agrarumwelt- und Klimama\u00dfnahme (AUKM). Zuk\u00fcnftig soll der mehrj\u00e4hrige Luzerne-Kleegrasanbau auf landwirtschaftlichen Betrieben finanziell unterst\u00fctzt werden. 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