{"id":81215,"date":"2026-03-14T06:39:00","date_gmt":"2026-03-14T05:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=81215"},"modified":"2026-03-11T09:41:59","modified_gmt":"2026-03-11T08:41:59","slug":"endlich-fruehling-was-passiert-auf-den-feldern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/03\/14\/endlich-fruehling-was-passiert-auf-den-feldern\/","title":{"rendered":"Endlich Fr\u00fchling \u2013 was passiert auf den Feldern?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Rendsburg (pm). <\/strong>Endlich liegt der Fr\u00fchling in der Luft. Nach langen Wochen mit Dauerfrost, Schnee und Eis schauen die ersten Winterlinge und Krokusse aus dem Erdreich. In der Landwirtschaft beginnt die erste arbeitsintensive Zeit auf den Feldern. Im M\u00e4rz wird vielerorts mit G\u00fclle und Mist, G\u00e4rresten aus Biogasanlagen oder mineralischem D\u00fcnger ged\u00fcngt, um den erwachenden Pflanzen ideale Startbedingungen f\u00fcr das Wachstum zu bieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch warum wird auf den Feldern ged\u00fcngt? Pflanzend\u00fcngung l\u00e4sst sich auch als Pflanzenern\u00e4hrung bezeichnen. Mit jedem Wachstumsprozess entzieht die heranwachsende Pflanze, also beispielsweise Getreide, Raps oder Erdbeeren, dem Boden N\u00e4hrstoffe. \u201eMit der Ernte der Fr\u00fcchte werden N\u00e4hrstoffe abtransportiert und stehen somit dem Boden nicht mehr zur Verf\u00fcgung. Um zu verhindern, dass der Boden immer n\u00e4hrstoff\u00e4rmer wird, m\u00fcssen die entzogenen Stoffe durch den Einsatz von D\u00fcnger erg\u00e4nzt werden,\u201c erkl\u00e4rt Landwirtin Kristin Schultz aus Karolinenkoog im Kreis Dithmarschen. \u201eSo k\u00f6nnen wir nicht nur die Ertr\u00e4ge sichern, sondern auch die Bodenfruchtbarkeit und Bodengesundheit erhalten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mithilfe einer Bodenuntersuchung werden die im Boden pflanzenverf\u00fcgbaren N\u00e4hrstoffe bestimmt. Da je nach angebauter Kultur der N\u00e4hrstoffbedarf variiert, kann die D\u00fcngeplanung durch den Landwirt jedes Jahr entsprechend angepasst werden. \u201eEs wird nur so viel ged\u00fcngt, wie die Pflanzen ben\u00f6tigen. Die maximale D\u00fcngermenge ist durch die gesetzlich verankerte D\u00fcngeverordnung vorgegeben und betriebswirtschaftlich untermauert. Ab einem bestimmten Punkt ist es unrentabel, die D\u00fcngermenge weiter zu steigern, da der damit erreichte Mehrertrag immer geringer ausf\u00e4llt,\u201c erkl\u00e4rt die Ackerb\u00e4uerin.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch Landwirtin Kristin Schultz sieht sich in diesem Jahr mit besonderen Herausforderungen konfrontiert:&nbsp;\u201eDie Preise f\u00fcr mineralischen D\u00fcnger&nbsp;sind&nbsp;durch die globalen Unruhen insbesondere durch den Krieg im Iran in kurzer Zeit explodiert.&nbsp;Landwirte kaufen D\u00fcnger&nbsp;oftmals&nbsp;schon im Vorjahr. Dies war aus heutiger&nbsp;Sicht auch&nbsp;genau&nbsp;richtig,&nbsp;denn aktuell&nbsp;steigen die D\u00fcngerpreise t\u00e4glich&nbsp;in schwindelnde H\u00f6hen. Bei niedrigen Getreidepreisen klafft die Schere zwischen Aufwand und Ertrag im Moment weit auseinander. Die Stra\u00dfe von Hormus ist nicht passierbar und die produzierenden Werke werden beschossen. Da viele D\u00fcngemittel aus dem Nahen und Mittleren Osten stammen, werden die Preise vermutlich weiter steigen. All diese Szenarien besch\u00e4ftigen uns Landwirte im Moment sehr.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rendsburg (pm). Endlich liegt der Fr\u00fchling in der Luft. Nach langen Wochen mit Dauerfrost, Schnee und Eis schauen die ersten Winterlinge und Krokusse aus dem Erdreich. In der Landwirtschaft beginnt die erste arbeitsintensive Zeit auf den Feldern. 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