{"id":80655,"date":"2026-02-22T03:44:00","date_gmt":"2026-02-22T02:44:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=80655"},"modified":"2026-02-23T10:39:08","modified_gmt":"2026-02-23T09:39:08","slug":"49-900-mal-die-eigenen-vier-waende-herzogtum-lauenburg-hat-eine-wohneigentumsquote-von-51-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/02\/22\/49-900-mal-die-eigenen-vier-waende-herzogtum-lauenburg-hat-eine-wohneigentumsquote-von-51-prozent\/","title":{"rendered":"49.900 mal die eigenen vier W\u00e4nde: Herzogtum Lauenburg hat eine Wohneigentumsquote von 51 Prozent"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm). <\/strong>Wohnen in den eigenen vier W\u00e4nden: Vom Einfamilienhaus bis zur Eigentumswohnung \u2013 im Kreis Herzogtum Lauenburg gibt es rund 49.900 Wohnungen, f\u00fcr die keine Miete bezahlt werden muss. Denn ihre Eigent\u00fcmer nutzen sie selbst. Elf Prozent davon leben in einer Eigentumswohnung. Das geht aus einer regionalen Wohnungsmarkt-Analyse hervor, die das Pestel-Institut im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) gemacht hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wissenschaftler ermittelten dabei f\u00fcr den Kreis Herzogtum Lauenburg eine Wohneigentumsquote von 51 Prozent. Zum Vergleich: Bundesweit liegt die Quote bei 43,5 Prozent. \u201eDamit ist Deutschland ein \u201aMieter-Land\u2018 und landet beim Ranking zum Wohneigentum im Europa-Vergleich nur auf dem vorletzten Platz\u201c, sagt Matthias G\u00fcnther vom Pestel-Institut.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie eigenen vier W\u00e4nde rangieren bei den Menschen zwar immer noch ganz oben auf der Wunschliste. Aber gerade die 25- bis 40-J\u00e4hrigen k\u00f6nnen sich immer seltener ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung leisten\u201c, sagt Matthias G\u00fcnther. Rund 36.700 Menschen dieser Altersgruppe leben nach Angaben des Pestel-Instituts aktuell im Kreis Herzogtum Lauenburg. Immer mehr von ihnen seien allerdings gezwungen, dauerhaft zur Miete zu wohnen. \u201eDabei geh\u00f6ren gerade Jobstarter und Familiengr\u00fcnder zur typischen Klientel f\u00fcr Wohnungskauf und Hausbau. Aber die \u201aNestbauer-Generation\u2018 ist l\u00e4ngst zur Verlierer-Generation beim Wohneigentum geworden\u201c, sagt Matthias G\u00fcnther.<\/p>\n\n\n\n<p>Es fehle an staatlicher Unterst\u00fctzung, kritisiert der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel: \u201eDer Bund hat zuletzt die Eigenheimzulage und dann das Baukindergeld abgeschafft \u2013 und damit die effektive F\u00f6rderung von Wohneigentum faktisch eingestellt\u201c, sagt BDB-Verbandspr\u00e4sidentin Katharina Metzger.<\/p>\n\n\n\n<p>Metzger fordert die Bundesregierung auf, schnell ein Programm f\u00fcr Wohneigentum \u2013 eine \u201eHaus-F\u00f6rderung\u201c \u2013 in die Wege zu leiten: \u201eNotwendig sind direkte Zusch\u00fcsse. Geld vom Bund also, das auch Durchschnittsverdiener im Herzogtum in die Lage versetzt, endlich eine Chance auf die eigenen vier W\u00e4nde zu haben: Ein Startkapital f\u00fcr das erste selbstgenutzte Wohneigentum.\u201c Au\u00dferdem sei ein Niedrigzinsprogramm notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer Wohneigentum anschaffen wolle, m\u00fcsse in die Lage versetzt werden, dies auch mit nur wenig Eigenkapital zu schaffen. \u201eDas bedeutet dann aber auch, den G\u00fcrtel enger zu schnallen. Von Urlaubsreisen bis zum Autokauf: Wer Wohneigentum will, muss \u00fcber viele Jahre erhebliche Abstriche machen, lebt dann aber auch f\u00fcr Jahrzehnte in den eigenen vier W\u00e4nde und zahlt keine Miete mehr\u201c, so Katharina Metzger.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig sei, dass die F\u00f6rderung des Bundes f\u00fcr die \u201eChance auf Wohnen im Eigentum\u201c kein \u201ekompliziertes B\u00fcrokratiemonster\u201c werden d\u00fcrfe. Dabei ziehen der Baustoff-Fachhandel und der Dachverband der Mauerstein-Industrie an einem Strang: Das Startkapital des Staates m\u00fcsse genauso wie zinsg\u00fcnstiges Baugeld schnell und einfach bereitgestellt werden, sagt Hannes Zapf. Er ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM).<\/p>\n\n\n\n<p>Zapf fordert au\u00dferdem, der Bund m\u00fcsse seine Unterst\u00fctzung f\u00fcr Wohneigentum langfristig garantieren. \u201eEs muss eine Marathon- und darf keine Sprint-F\u00f6rderung geben. Wer sich heute entscheidet, Geld f\u00fcr ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu sparen, muss sich auch in drei, f\u00fcnf oder sieben Jahren noch darauf verlassen k\u00f6nnen, dass die F\u00f6rderung als feste Zusage des Staates steht\u201c, so Hannes Zapf.<\/p>\n\n\n\n<p>An die Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg und ganz Schleswig-Holstein appelliert die Pr\u00e4sidentin des Baustoff-Fachhandels, Katharina Metzger, Wort zu halten: \u201eIm Koalitionsvertrag steht klipp und klar, dass Wohneigentum gef\u00f6rdert werden soll. Aber wann, wenn nicht jetzt?\u201c Passiere nichts, gehe die H\u00e4ngepartie weiter: \u201eAlle warten auf Unterst\u00fctzung vom Bund. Solange die nicht kommt, liegt der Traum von den eigenen vier W\u00e4nden weiterhin auf Eis\u201c, so Metzger.<\/p>\n\n\n\n<p>Immerhin sei das Wohneigentum auch f\u00fcrs Alter wichtig: \u201eAls bewohnbare Rente \u2013 als ein St\u00fcck \u201aRente in Stein\u2018 n\u00e4mlich\u201c, macht Hannes Zapf deutlich. Das beste Beispiel daf\u00fcr seien die geburtenstarken Jahrg\u00e4nge: \u201eDie Baby-Boomer gehen jetzt nach und nach in Rente. Damit haben sie deutlich weniger Geld im Portemonnaie. Die Miete bleibt aber oder steigt sogar. Die Folge: Immer mehr Neu-Rentner k\u00f6nnen sich ihre bisherige Wohnung nicht mehr leisten \u2013 sie wohnen sich arm\u201c, sagt Matthias G\u00fcnther. F\u00fcr den Chef-\u00d6konomen des Pestel-Instituts ist die \u201eWohnarmut im Alter vor allem eine Mieterarmut\u201c. Wer Wohneigentum habe, komme finanziell im Alter \u201edeutlich besser \u00fcber die Runden\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). 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